Gehen, ging, gegangen Titelbild

Gehen, ging, gegangen

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Gehen, ging, gegangen

Von: Jenny Erpenbeck
Gesprochen von: Friedhelm Ptok
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Entdeckungsreise zu einer Welt, die zum Schweigen verurteilt, aber mitten unter uns ist

Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.

Jenny Erpenbeck erzählt auf ihre unnachahmliche Weise eine Geschichte vom Wegsehen und Hinsehen, von Tod und Krieg, vom ewigen Warten und von all dem, was unter der Oberfläche verborgen liegt.

©2015 Knaus Verlag (P)2015 Hörbuch Hamburg
Belletristik Großstadtleben Politik
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„Gehen, ging, gegangen“ beginnt stellenweise etwas langatmig und wirkt in seiner Erzählweise teils pedantisch und distanziert. Gleichzeitig überrascht Jenny Erpenbeck immer wieder mit trockenem Humor und fast karikaturhaften Beschreibungen der deutschen Bürokratie. Gerade diese nüchterne Sprache entfaltet jedoch eine besondere Wirkung: Zwischen den Zeilen entstehen Emotionen, und der Roman regt nachhaltig zum Nachdenken an.

Informativ und bewegend

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