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Ewiges Leben

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Ewiges Leben

Von: Richard Rogler
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"Ewiges Leben" ist die Wiederbegegnung mit Roglers Lieblingsfigur "Camphausen". Manchmal glaubt Camphausen tatsächlich, dass der größte Philosoph Deutschlands, Karl Valentin, Recht hatte mit seiner Bemerkung: "Früher war die Zukunft ganz einfach besser". Sah das Leben doch wie folgt aus: Kindheit und Schule, kurze Jugend, gnadenloser Beginn des Erwachsenenlebens, Augen auf und durch mit Beruf und Familie, anschließend verspricht das Rentenalter Erholung und Linderung. Die Intelligenz nimmt ab, die Weisheit zu. Wobei Camphausen die Bezeichnung "Rentner" nicht gefällt - er hält es lieber mit dem Spanier: "Jubilado". "Lasst uns jubeln und verjubeln. Das Leben ist nicht ewig." Stattdessen versucht der "moderne" Mensch, dem der neokonservativliberale Wind um die Ohren saust, das Erwachsenenleben durch ewige Jugend zu ersetzen. Beruf oder Kind oder 6er-BMW oder zwei Kinder oder doch erst mal die Espressomaschine? Leben in ständiger Torschlusspanik vor der 5-Sterne-Sinnlosigkeit.

"Alles rennet, rettet, flüchtet". Aber wohin sollen Sie rennen? Nur Camphausen's Freund MdB Günther spielt den letzten Mohikaner. Ihm geht es noch um was. Aber das ist sein Fehler. Muss sich als Gerechtigkeitsfuzzi verspotten lassen. Nach einem Ausraster am Wahlstand, einer Rede auf dem Gewerkschaftskongress und einer Handgreiflichkeit auf dem kleinen Wahlparteitag der neuen Linkspartei ist er untergetaucht... Camphausen versucht zu retten, was zu retten ist.©2006 WortArt (P)2006 WortArt
Literatur & Belletristik
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