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Die Optimierer

Sprecher: Richard Barenberg
Spieldauer: 9 Std. und 12 Min.
4 out of 5 stars (2.655 Bewertungen)

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Inhaltsangabe

MEHRFACH PREISGEKRÖNT! Ausgezeichnet mit dem Stefan-Lübbe-Preis 2016 und dem Seraph 2018 für das beste Debüt.

Im Jahr 2052 hat sich die Bundesrepublik Europa vom Rest der Welt abgeschottet. Hochentwickelte Roboter sorgen für Wohlstand und Sicherheit in der sogenannten Optimalwohlökonomie. Hier werden alle Bürger von der Agentur für Lebensberatung rund um die Uhr überwacht, um für jeden Einzelnen den perfekten Platz in der Gesellschaft zu finden.

Samson Freitag ist Lebensberater im Staatsdienst und ein glühender Verfechter des Systems. Doch als er kurz vor seiner Beförderung beschuldigt wird, eine falsche Beratung erteilt zu haben, gerät er in einen Abwärtsstrudel, dem er nicht mehr entkommen kann. Das System legt alles daran, ihn zu optimieren... ob er will oder nicht.

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

©2017 Bastei Lübbe AG (P)2018 Audible Studios

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Hörerbewertungen

Bewertung

Gesamt

  • 4 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    1.218
  • 4 Sterne
    906
  • 3 Sterne
    402
  • 2 Sterne
    85
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    44

Sprecher

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    1.650
  • 4 Sterne
    650
  • 3 Sterne
    154
  • 2 Sterne
    32
  • 1 Stern
    13

Geschichte

  • 4 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    1.095
  • 4 Sterne
    784
  • 3 Sterne
    439
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    123
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    59

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    5 out of 5 stars

... denn sie wissen, was wir tun

Im Urlaub hörte ich „Die Optimierer“ mit der Audible App, da ich meinen MP3-Player nicht dabei hatte. Währenddessen bekam ich von meinem Antivirenprogramm eine Aufforderung, geänderte Konditionen zu Vermarktung und Weitergabe meiner Daten zu akzeptieren. Keine persönlichen Daten würden gespeichert, (super!) nichts über Religion oder sexuelle Veranlagung. (Na, da bin ich aber froh!) Dafür würden die Systemdaten, die Zeiten, die ich im Internet verbringe und die Websites, die ich mir ansehe, mein Standort, sowie Inhalte aus E-Mails gespeichert. Ein Antivirenprogramm muss halt alles wissen. Natürlich werden meine Daten an Dritte weitergegeben (Google Analytics) und auf Servern in Deutschland, Frankreich, Schweiz, Großbritannien, USA, China, Singapur und Aserbeidschan gespeichert.

„Die Optimierer“ ist überhaupt kein Zukunftsroman, denn wir sind längst mittendrin in der Totalüberwachung. The Almighty Google, Smarthome und Apps zur Optimierung der Gesundheit sind längst Realität. Roboter fehlen noch, aber die KI spricht schon mit den Stimmen von Alexa, Siri und Cortana.

Die große Frage ist nicht, ob oder wann es zur Komplettüberwachung kommen wird, sondern, warum es nicht schon längst eine nennenswerte Gegenbewegung gibt. Diese Frage wird in „Die Optimierer“ sehr schön beantwortet und es wird auch dargestellt, dass es zu spät sein könnte, wenn immer mehr Menschen erkennen, dass all die Informationen, die sie über viele Jahre hinweg freiwillig zur Verfügung gestellt haben, sich gegen sie selbst wenden könnten.

Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen und Richard Barenberg liest großartig. „Die Optimierer“ ist nur eines von vielen aktuellen Romanen, die sich mit zukünftigen Möglichkeiten und Gefahren beschäftigen und das ist insgesamt eine erfreuliche Entwicklung.

Leider wird aber fast nie auf vorhandene Lösungsmöglichkeiten verwiesen und auch im wirklichen Leben suchen nur wenige Menschen aktiv Wege aus der Datenfalle. Dabei sind alle nötigen Informationen frei verfügbar und auch die Mittel dazu sind längst vorhanden. Wenn man aber z.B. „Linux“ bei Audible in die Suchleiste eingibt, dann erscheint als erstes das Hörbuch: „Hacking – a Beginners Guide to Your First Computer Hack“. Danach erscheint „Tor- Darknet Bundle“. Und erst an dritter Stelle: „Linux – the Ultimate Beginners Guide“. Recht aufschlussreich, was da mit den kostenlosen, quelloffenen und unabhängigen Betriebssystemen von Linux in Verbindung gebracht wird!

Willkommen im Jahr 2018, in dem Optimierer über unser Leben bestimmen, weil sie (fast) alles von uns wissen, uns suggerieren, was wir lesen oder hören, kaufen oder machen sollen und für uns „Gutes“ vom „Schlechten“ unterscheiden. Weil wir es nicht (mehr) können.

„Jeder an seinem Platz!“

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars
  • Ute
  • 18.06.2018

Kommt auf meine Bestenliste!

Was für eine Geschichte! Solche Stories liebe ich, die in nicht all zu ferner Zukunft spielen und die eine Welt beschreiben, die nicht völlig unvorstellbar ist, nein, die im Gegenteil durchaus vorstellbar für unsere nahe Zukunft erscheint.

Hier werden auf geniale Weise möglichen Folgen der vielen kleinen Veränderungen der Computerüberwachung und der vollständigen Durchsichtigkeit des Privatlebens in einer Lebensvision beschrieben, wie es gar nicht mal so abwegig ist. Denn ich habe gehört, dass es z. B. in China durchaus schon die Bewertungen mit einem Punkteranking der Bürger gibt.

Sehr schön werden hier die verschiedenen Lebensansichten dargestellt und durchleuchtet. Samson Freitag z. B. ist ein totaler Fan dieser neuen Optimalwohlökonomie. Seine Eltern dagegen sind strikte Gegner dieses Systems. Dies bringt natürlich einige Streitigkeiten mit sich. Sehr gut fand ich auch, wie sich die verschiedenen Bekannten-/Verwandtenbeziehungen auf das eigene Ranking auswirken können. In solch einer Gesellschaft sollte man sich seine Freunde und ja auch seine Verwandten sehr genau aussuchen. Was in letzterem Fall ja nun unmöglich ist. Mitgefangen, mitgehangen.

„Jeder an seinem Platz“ so der Leitspruch der Gesellschaft. Eigentlich ein netter Gedanke. Jeder soll die Arbeit verrichten, die ihm am meisten Freude bereitet und die er am besten kann. Doch selbst wenn man nichts besonders gut kann oder keine großen Interessen an einem Thema hat, so wird man nicht als Arbeitsloser geächtet. Nein, man muss dann einfach die nächsten Jahre nicht arbeiten. Für die einen eine traumhafte Vorstellung, für die anderen ein Albtraum. Natürlich ist dies alles nur durch die Einführung des BGE, also des Bedingungslosen Grundeinkommens, möglich. Und dies wiederum nur, wenn es viele Roboter gibt, die viele Arbeiten verrichten.

Mir hat diese Art der Zukunftsvision äußerst gut gefallen. Für einen Teil der Menschheit mag sie passend und stimmig sein, doch es gibt eben immer auch die Umkehrseite.

Und das beste an der ganzen Story war dann auch noch der Schluss. Da habe ich trotz allen Vorahnens dann leicht gestaunt.

Richard Barenberg fand ich hier wieder ganz hervorragend.

Und wenn ich von einer Story so hin und weg bin, dann kommt sie natürlich auf meine Bestenliste.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

man müsste 6 bis 7 sterne vergeben dürfen

Absoluter Zeitgeistiger Roman bin geneigt den Roman als aktuelle Version von 1984 zu definieren.
der Schluss ist etwas abgehoben und driftet in SF ab, aber der rest ist Realität und wir müssen nicht bis 2052 warten.
das beste das bei Audible seit Monaten veröffentlich wurde.

  • Gesamt
    4 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    3 out of 5 stars

Interessante Idee...

...aber etwas zu abgefahren. Oder, anders ausgedrückt: mir fehlt hier sozusagen etwas an Handlung. Der Plot ist zwar in sich schlüssig, aber man hätte ihn etwas mehr ausschmücken können. Irgendwie hatte ich während des Hörens das Gefühl, als wäre das eine gekürzte Fassung - also als würde etwas fehlen.

Das Hörbuch ist meiner Meinung nach keine Meister-Science Fiction, aber dennoch eine relativ kurzweilige Geschichte über eine interessante Zukunftsvision. (Ganz am Ende wird es sogar etwas philosophisch!)

Die vier Sterne in meiner Gesamtbewertung sind dem Sprecher zuzuschreiben (sonst wären es drei geworden). Richard Barenberg macht wie immer einen hervorragenden Job.

  • Gesamt
    3 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    3 out of 5 stars

Sehr deutsch.

Die Idee ist gut, die Ausführung könnte optimiert werden.
Leider verläuft die Story sehr eindimensional und bedient die klassischen Horror-Szenarien einer digitalisierten Gesellschaft, die man alle schonmal irgendwo gelesen hat.
Sehr einfache Geschichte, fast ein Schulaufsatz.

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Sprecher
    2 out of 5 stars
  • Geschichte
    1 out of 5 stars

Für Zukunftsliteratur lieber Alternativen suchen

Wer sich wirklich für spannende und innovative Zukunftslitertur interessiert, der sollte lieber bei Suarez, Lee, Hillenbrand, Leibig oder Naam suchen. Die Optimierer wirkt dagegen wie ein Kinderbuch.

Das führt mich auch zu der Frage, wie dieses Buch so viele positive Rezensionen und Sterne erhalten kann, die mich erst dazu bewogen hatten, es zu kaufen. Genauso fraglich, wie man hierfür einen literarischen Nachwuchspreis gewinnen kann.

Das Buch ist ab der ersten Minute langweilig und wirkt an fast allen Stellen künstlich in die Länge von 9 Stunden gezogen. Alleine der Name Samson fällt in den ersten Minuten so oft, dass man absolut genervt von der Hauptfigur ist. Dies wird durch seine blinde Systemtreue dann noch verstärkt. Weiter stört mich die Darstellung der Martina Müller. Wir haben verstanden, dass diese für die spätere "Story" als Nichtsnutz herhalten muss. Die Darstellung ist aber eine so einfallslose Aneinanderreihung von Abfälligkeiten, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann. Im Folgenden ist dann, nach einer kurzen Abrechnung mit allem, was man so an der heutigen Welt kritisieren kann (Klima, Flüchtlingskrise, Tierhaltung, Kapitalismus...), auch die Hälfte des Buches erreicht.

Ab besagter Hälfte fällt der Autorin dann ein, dass auch etwas passieren muss. Also wird Samson durch einen schlechten Witz an den vermeintlichen Bösewicht "Böser" erinnert und durchlebt das damalige Zusammentreffen nochmals. Hier findet er auf einmal Ungereimtheiten und zerschießt in der nächsten Hälfte sein komplettes Leben als plötzlicher Draufgänger. Leider wird die Geschichte dadurch weder spannender noch interessanter und endet dann schliesslich in einem wirren Finale.

Das war ein absoluter Fehlkauf und auch der Sprecher bringt mit seiner monotonen Stimme kein Leben in die Geschichte. Aber Uve Teschner kann halt nicht alles lesen.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Schöne neue Welt

Ist es nun Zufall oder der Algorithmus von Audible, dass ich dieses Hörbuch unmittelbar nach Aldous Huxleys „schöne neue Welt „ gekauft habe?
Es ist wie ein Upgrade auf 2.0 des alten Klassikers.
Ein wunderbar komponierter Blick auf Licht und Schatten der unser Leben immer tiefer durchdringenden elektronischen Überwachung und Informations- und Datenauswertung.
Die Autorin führt den Hörer von Utopie zu Dystopie und setzt Denkkeime ob nicht diese doch eine Utopie ist.....

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    2 out of 5 stars
  • FS
  • 20.04.2020

wenig überraschend

Ganz interessante Geschichte, leider sehr vorhersehbar und wenig überraschend. Das Ende kann man sich Recht schnell zusammenreimen, wodurch der weitere Verlauf der Geschichte dann nicht mehr allzu interessant ist.

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Sprecher
    3 out of 5 stars
  • Geschichte
    2 out of 5 stars

Zu viel politische Botschaft

Im Grunde war die Geschichte recht interessant. Ich hatte aber die ganze Zeit das Gefühl, man wolle mir hier eine politische Meinung aufzwängen.
Kritik an aktuellen Zuständen ist in der SciFi durchaus zulässig - aber ich mag es nicht, wenn mich eine Story gedanklich in eine Richtung nötigt. Selbst reflektieren und darüber nachdenken zu können, wäre mir lieber gewesen.

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

JEDER AN SEINEM PLATZ!

No Spoilers.

Sehr interessant fand ich auch das Interview mit Ihrem Verlag „luebbe“.
„Erst vor kurzem habe ich einen Brief gelesen, den George Orwell von seinem früheren Französischlehrer Aldous Huxley bekommen hat. In diesem Brief gratuliert Huxley Orwell zu dessen Bucherfolg. Gleichzeitig gibt er ihm aber auch zu verstehen, dass seine eigene – Huxleys – Methode, die Menschen mit Drogen unter Kontrolle zu bringen, viel realistischer sei als Orwells Folter und Überwachung.“

Schade übrigens, dass offenbar das Vorwort nicht in dem angeblich ungekürzten Hörbuch vorkommt...
So heisst es weiter in dem Interview:
„In Ihrem Vorwort befindet sich ein Zitat von Edward Snowden: „Zu behaupten, das Recht auf Privatsphäre sei einem egal, weil man nichts zu verbergen hat, ist wie zu behaupten, das Recht auf freie Meinungsäußerung sei einem egal, weil man nichts zu sagen hat.““

Sehr interessant auch, dass TH am 18.04.2018 einen neuen Roman fertiggestellt hat.
Ich bin sehr gespannt, auch wenn ich wohl auf das Hörbuch wohl mindestens noch bis 2019 warten muss.

Mir nicht ganz klar, ob das „Die Optimierer II“ ist.
O2 ist offiziell für Oktober 2017 angekündigt.

Und wie hat mir jetzt „Die Optimierer“ gefallen.
Sehr gut!
Der Roman ist wirklich mit den Klassikern 1984“ und „Brave New World“ gleichzusetzen. Das Szenario ist sehr zeitgemäß .
Kein Wunder, dass der Roman zum Auftakt der Leipziger Buchmesse 2018 den dotierten Förderpreis in der Kategorie „Bestes Debüt“ bekommen hat (Literaturpreises für Phantastik, SERAPH).

SERAPH 2018 Titel der Shortlist „Bestes Debüt“:
• Markus Cremer: Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte (Art Skript Phantastik)
• Theresa Hannig: Die Optimierer (Bastei-Lübbe)
• Thekla Kraußeneck: Cronos Cube (Liesmich Verlag)

Sie ist außerdem die erste Gewinnerin des Stefan Lübbe Preises (2016).

Andere Romane, die ähnlich sind, sind meiner Meinung nach:
• Michael J. Sullivans Hollow World (Zeitfuge)
• Dave Eggers The Circle

STEFAN KEIM, WDR 4 BUCHTIPP, 25.10.2017 trifft es ziemlich gut:
„Theresa Hannig entwirft eine faszinierende Welt, die nahe an unserer Wirklichkeit ist. […] Die Optimisten ist kein Science-Fiction-Thriller, sondern ein intelligenter, nachdenklicher Roman über Gefühle in einer technisch hochentwickelten Zeit.“

Richard Barenberg liest auch super.

Unbedingt lesen.

Ich selber sehe den Roman nicht so kritisch.
Wir legen ja schon fast im Gegenteil. Optimiert ist eher wenig...