Der große Sprachumbau
Eine gesellschaftspolitische Katastrophe
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Gesprochen von:
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Matthias Ernst Holzmann
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Von:
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Matthias Heine
Die Sprache ist in nie gekanntem Maße zu einem politischen Kampfplatz geworden. Es geht längst nicht mehr um einzelne Wörter, sondern Aktivisten wollen die ganze Struktur des Deutschen umbauen, um so die Gesellschaft zu verändern. Die Rechtschreibreform war nur die erste Schlacht, mit der dieser Sprachkampf eröffnet wurde. Die Angreifer treten im Namen des Fortschritts auf – darunter eine Linke, deren Unbehagen an der deutschen Sprache bis zum Hass reicht. Matthias Heine beschreibt die Baustellen, an denen die Weltveränderer die Sprache umbauen wollen – nicht nur beim Gendern. Der Journalist und Linguist nennt die Akteure, ihre Methoden und Motive. Und er erklärt, wie das alles damit zusammenhängt, dass die Linke sich als "Internationale der Diskriminierten" neu erfunden hat.
Inhalt:
Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit
Wer ist schuld am Sprachkampf?
Erster Teil - Sprachhumbau früher – Der lange Weg zur Einheitssprache
Opitz und Gottsched als Vollender Luthers
Die ersten Rechtschreibreformer
Die ersten amtlichen Rechtschreibreformen
Fraktur oder Antiqua. Der Kampf um die Schrift
Das Dritte Reich und die DDR gegen die Dialekte
Der Mann, der den König zum "Könich" machte
Der ewige Streit um die Fremdwörter
Haben Sie etwas vielleicht etwas kleiner? Der Kampf gegen die Majuskeln
Zweiter Teil - Sprachhumbau heute - Baustelle 1 - Die Rechtschreibreform als Mutter aller gegenwärtigen Sprachumbauten
Baustelle 2 - Von der autorechteten Stadt zur geschlechtergerechten Sprache
Baustelle 3 - Pronomen Ein kurzes Kapitel über kleine Wörter
Baustelle 4 - "Diskriminierende" Begriffe - Noch jemand ohne Diskriminierung?
Exkurs - Die Rolle von Expert*innen beim großen Sprachumbau
Baustelle 5 - Unwörter
Baustelle 6 - Tiefergelegtes Deutsch
Baustelle 7 - Vom Denglisch übers Englisch zum Globish
Resümee - "Gerechte" Sprache als Neusprech?
Orwell har recht
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Die geschichtlichen und politischen Hintergründe sind sehr interessant.
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Enorm wichtiges Buch!!!
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Mein geliebtes Deutsch
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Heine schreibt brillant und seine historischen Herleitungen sind jedem Sprachliebhaber ein Genuss. Doch genau hier liegt das Problem: Er bleibt im Elfenbeinturm der Analyse sitzen. Während die linksgrüne Ideologie in Behörden und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) Fakten schafft, liefert Heine zwar die Munition für die Kritik, aber keinen Plan für die Gegenoffensive. Ein Buch, das eine „Katastrophe“ im Titel trägt, sollte mehr bieten als nur eine Bestandsaufnahme des Untergangs.
Diese zwei Kernfragen bleiben für mich schmerzhaft unbeantwortet:
Wo bleibt der konservative Widerstand? Heine beschreibt den Angriff, schweigt aber zum Versagen der konservativen Kräfte. Warum lassen politische und kulturelle Institutionen, die eigentlich Bewahrer sein sollten, diesen Umbau ohne nennenswerten Kampf geschehen? Es scheint eine fast schon lethargische Kapitulation vor dem Zeitgeist stattzufinden.
Das Rätsel der schweigenden Mehrheit? Warum lässt sich eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung diese Ideologie ohne Widerstand aufzwingen? Heine zeigt auf, dass das Gendern und die Sprachverbote von einer kleinen Elite gesteuert werden – doch er erklärt nicht, warum der gesellschaftliche Immunreflex so schwach ist. Warum fehlt der Mut zum kollektiven „Nein“?
Fazit:
Ein intellektuelles Schwergewicht, das in jedes Regal gehört, wenn man den sprachlichen Wahnsinn unserer Zeit verstehen will. Heine ist der legitime Nachfolger der großen Sprachkritiker, wirkt aber am Ende etwas resigniert. Vier Sterne für die Analyse – den fünften hätte es für einen echten Lösungsweg gegeben.
Scharfe Analyse, doch wo bleibt der Ausweg?
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