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    Inhaltsangabe

    Der Sebi ist nicht gemacht für die Feldarbeit oder das Soldatenleben. Viel lieber hört und erfindet er Geschichten. Im Jahr 1313 hat so einer es nicht leicht in einem Dorf in der Talschaft Schwyz, wo die Hacke des Totengräbers täglich zu hören ist und Engel kaum von Teufeln zu unterscheiden sind. Doch vom Halbbart, einem Fremden von weit her, erfährt der Junge, was die Menschen im Guten wie im Bösen auszeichnet - und wie man auch in rauhen Zeiten das Beste aus sich macht.

    Ein Roman voller Schalk und Menschlichkeit, der zeigt, wie aus Geschichten Geschichte wird.

    ©2020 Diogenes Verlag AG (P)2020 Diogenes Verlag AG

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    Höchste Fabulierkunst. Und grausamstes Theater

    Um Geschichten und Geschichte geht es in diesem Werk, darum, welche Version der Historie geglaubt wird: diejenige, die der Wahrheit am nächsten kommt? Oder am Ende doch diejenige, die die spannendere Geschichte erzählt, sei diese noch so absurd und an den Haaren herbeigezogen?
    Das Erzählen von Geschichten wird darüber hinaus auf höchstem Niveau betrieben: Charles Lewinsky beweist sich einmal mehr als grandioser Fabulierer (Zehnundeine Nacht lässt grüssen), der uns mit einer ganzen Schatztruhe voller Geschichten beschenkt, in der ein Bijou dem anderen folgt.
    Im Kontrast dazu steht die Grausamkeit des Schauspiels: Folter und Hinrichtungen erweisen sich als nichts anderes als Theater für das Volk, das vor lauter Sehnsucht nach ein bisschen Abwechslung im immer gleichen Alltag des mittelalterlichen Dorflebens jede Zerstreuung dankend aufnimmt. Und dabei gerne im Plangen nach Unterhaltung jede Empathie mit den vorgeführten Opfern ausblendet.
    Stichwort Volk: Endlich mal ein historischer Roman, der radikal vom einfachen Volk der Bäuerinnen und Hirten (und damit der grossen Mehrheit der Bevölkerung) ausgeht und in dem Adelige und sonstige Mehrbessere nur am Rand vorkommen. Schön ist, wie die einfache Volksfrömmigkeit gelebt wird. Und es gelingt dem Autor des Kunststück, den Erzähler gerade wegen seiner kindlich naiven Ansichten zum Sprachrohr einer aufgeklärten Weltsicht zu machen.
    Die mit Helvetismen durchsetzte Sprache trägt das ihrige zur Glaubwürdigket des Werkes bei - auch wenn es sich natürlich nicht um mittelalterliche, sondern zeitgenössische Helvetismen handelt.
    Mein Fazit: Vielleicht nicht der beste Roman von Charles Lewinsky, aber ein historischer Roman, der Massstäbe darin setzt, das Mittelalter der einfachen Menschen in Szene zu setzen, dabei aber auch immer ein Roman für das 21. Jahrhundert bleibt, in dem Flüchtlingsströme und die Diskriminierung von Fremden und Angehörigen von Minderheiten leider noch lange nicht der Vergangenheit angehören.

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    Wortgewaltiges Zeitzeugnis

    Um die Schlacht am Moorgarten ranken sich viele Legenden, von der modernen Geschichts-Forschung werden diese relativiert. Charles Lewinsky gelingt es die Zeit, die Lebensverhältnisse im damaligen Einsiedeln und die historischen Ereignisse mit Hilfe der biografischen Erzählung eines jungen Geschichtenerzählers einzufangen. Ein kluges, hintergründiges Erzählkunststück ist einem Meister dieser Kunst erneut gelungen. Der Text wird in heimischer Mundart leicht gefärbt doch gut verständlich ausgezeichnet gesprochen. Ein Leckerbissen für historisch Interessierte und Lewinsky Fans

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