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Inhaltsangabe

Istanbul in den 70er Jahren: Kurz vor seiner Verlobung trifft Kemal, ein verwöhntes Mitglied der jeunesse dorée, zufällig in einem schicken Laden eine entfernte arme Verwandte, mit der seine Familie vor Jahren den Kontakt abgebrochen hat, weil sie sich skandalöserweise an einem Schönheitswettbewerb beteiligte. Füsun ist blutjung, naiv und wunderschön, und sie ziert sich nicht lange, als Kemal sie in seine Junggesellenwohnung lockt. Was als Affäre begonnen hat, wächst sich bald zu einer Obsession aus, doch das hindert Kemal freilich nicht daran, das Verhältnis mit Sibel, seiner Verlobten aus besseren Kreisen, fortzuführen. Nach dem rauschenden Fest, das aus Anlass der Verlobung gegeben wird und zu dem er auch Füsun eingeladen hat, lässt sich die Geliebte nicht mehr blicken. Völlig verzweifelt erkennt Kemal, dass er Füsun über alles liebt. Doch es ist zu spät: Sie hat einen anderen Mann geheiratet, und Kemal besucht sie und ihre Familie jahrelang unter fadenscheinigen Vorwänden, versucht, sie zurückzugewinnen, und macht sich doch nur lächerlich. Bei seinen Besuchen entwendet er systematisch kleine, wertlose Gegenstände, die er bei sich hortet. Am Ende bleibt ihm nichts, außer seiner bescheidenen Sammlung. Und der Roman, den wir lesen, ist der kommentierte Katalog eines Museums, das ebendiesen Namen trägt: Das Museum der Unschuld.

Orhan Pamuk porträtiert in seinem neuen Roman eine Gesellschaftsschicht, die in vielem, nicht zuletzt in ihren sexuellen Anschauungen und Gewohnheiten, ganz und gar westlich scheint und doch noch traditionelle Züge trägt - ein Kontrast, der eine subtile Ironie erzeugt. Darüber hinaus erzählt das Buch die ungewöhnliche Liebesgeschichte eines ungewöhnlichen Paares.

©2008 Carl Hanser Verlag (P)2008 NDR Kultur

Hörerrezensionen

Bewertung

Gesamt

  • 4 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    99
  • 4 Sterne
    47
  • 3 Sterne
    32
  • 2 Sterne
    20
  • 1 Stern
    4

Sprecher

  • 4.5 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    89
  • 4 Sterne
    26
  • 3 Sterne
    10
  • 2 Sterne
    3
  • 1 Stern
    1

Geschichte

  • 4 out of 5 stars
  • 5 Sterne
    67
  • 4 Sterne
    28
  • 3 Sterne
    18
  • 2 Sterne
    14
  • 1 Stern
    5
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  • Gesamt
    5 out of 5 stars

Ein ganz großer Roman

Es gibt Hörbücher, von denen man schon nach einigen Hörminuten sagen kann, dass sie ganz sicher einen festen Platz im persönlichen Schatzkistchen bekommen werden. "Das Museum der Unschuld" ist ein solches Hörbuch.
Ein Mann ist ein halbes Leben lang auf der Suche nach seiner verlorenen Liebe. So schlicht könnte man den Roman zusammenfassen. Doch Orhan Pamuk macht daraus einen wunderschönen, sprachlich berauschenden und in vieler Hinsicht bereichernden Roman, der über 21 Stunden lang niemals langweilig wird.
Ulrich Noethen ist eigentlich immer ein wunderbarer Vorleser, so herausragend wie hier hatte ich ihn allerdings bisher nicht kennengelernt. Es scheint, als habe seine Sprechkunst nur darauf gewartet, diese Liebesgeschichte ins Leben zu tragen.

18 von 18 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    4 out of 5 stars

Fallenlassen

Wer sich wirklich Zeit nemen will, und sich fallen lassen kann, dem sei dieses Buch empfohlen. Einfühlsam und einfach schön liest Herr Nöthen dieses Buch. Wer tempreiches Kino erwartet ist hier falsch. Wer eine schöne Geschichte hören möchte, und manchmal fast am Charakter des Hauptdarstellers verzweifelt und trotzdem an die Liebe glaubt, der ist hier richtig.

9 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Schön, empfehle ich gerne.

Durchwegs gelungen. Pamuk ist ein Künstler, und Ulrich Noethen wird ihm ohne Zweifel gerecht. Ich hatte keine Sekunde "Langeweile" - bei einem Werk - einem Liebesroman - von über 600 Seiten will das schon was heißen.

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Michael
  • Rosenheim, Deutschland
  • 25.06.2013

Faszinierend!

Ich gebe es zu: dieses Buch ist mir nicht leicht gefallen - die Bessenheit des Kemal, dem »Held« der Geschichte erschien mir über weite Strecken nicht nachvollziehbar, ich entwickelte sogar regelrechte Aggressionen beim hören. Gleichzeitig konnte ich nicht loslassen, fing an mich ebenso zu versteigen wie der Held. Um so mehr wurde ich für das »Durchhalten« belohnt: Ich kann sagen, einen faszinierenden Schatz gefunden zu haben. Außerdem: Ich kann mir keinen anderen Vortragenden für dieses Buch als Ulrich Noethen vorstellen. Mir fehlt jetzt schon die vertraute Stimme und möchte das Museum unbedingt wieder besuchen!

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    2 out of 5 stars

Besseres findet sich selten.

Das Buch zu hören, wohl auch zu lesen, ist wie Forellenangeln an einem leise plätschernden Bach, und die Fische beißen, und beißen, und beißen, und beißen nicht. „Und manchmal“ sitzt man dann „sehr lange schweigend da“ und denkt darüber nach, warum man sich das antut, „und manchmal“ sitzt man auch „sehr lange schweigend da“ und überlegt, ob man dem ein Ende setzen sollte, und dann denkt man darüber lange schweigend nach und denkt schweigend, warum man es sich doch noch nicht angetan hat, davongelaufen ist, und die Fische.... Doch halt! Da scheint einer zu beißen, beißt, und er macht einen Satz, einen ganzen, noch einen – und da ist er wieder weg, Satz und Fisch, und man sitzt wieder sehr lange schweigend da. Diesem Buch fehlt jeglicher Tiefgang, sowohl intellektuell als auch in der Kunst des Schreibens. Die gleichmäßig in metronomischem Legato eingestreuten Stellen verbleiben in einer Art Vorpubertät und verweigern über die gesamte Länge des Buches jeglichen Versuch einer Entwicklung. Auch der fast geniale Vorleser Ulrich Noethen, der wirklich sein bestes tut, reißt nichts heraus. Banalität reiht sich an Banalität. Der Kontrast „subtiler Ironie“ erschöpft sich in Vergleichen mit bekannten Softpornomagazinen westlicher Provenienz, und das vom Autor (oder Übersetzer?) verwendete Vokabular spiegelt verharrt in eben diesen, zum Vergleich herangezogenen. Hier, im immerhin Osmanischen, würde man vergebens nach Rehzwillingen suchen, nach dem Apfelbaum unter dem Waldgehölz, nach den Reben, die knospend geben den Duft. Schönheit muss man im Museum einfach glauben, Punkt! Und auch Istanbul in den 1970er Jahren bleibt eine dem Hörer zu überlassende Vorstellung, kein Brunnen lebendigen Wassers, den es doch immerhin zu verlieren gilt, im Museum. Ich weiß nicht, ob dem Buch eine Kürzung um 2/3, wie man es leider Werken der Weltliteratur angetan hat (Amos Oz, von 24 auf 7 Stunden gekürzt!), dem Museum der Unschuld helfen würde. Ich bezweifle es. Ich kann mich leider nicht den enthusiastischen „Kritiken“ meiner Vorrezensenten anschließen. Ich kann allerdings das Buch auch nicht vollständig verdammen: Wer gerne und tagelang Forellen angeln geht, und wem es nichts ausmacht, dass er nichts fängt, dem die frische Luft allein und der Regen („jener verregnete Sylvesterabend“, um ihn genauer zu bezeichnen) und das eiserne Ausharren während des belanglosen Erzählens von Belanglosigkeiten ohne Entwicklung Meditation sind, dem sei das Hörbuch wärmstens empfohlen. Besseres findet sich selten.

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

Ein ganz besonderes Erlebnis

Ich glaube an diesem Werk haben Author, Geschichte und Sprecher zusammen gefunden. Ich als Vielhörer werde mich lange an dieses Buch erinnern, es ist ganz unvergleichlich poetisch und ruhig, mit einer sehr seltenen, verzauberten Atmosphäre.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    3 out of 5 stars
  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
    2 out of 5 stars

nee!

Würden Sie dieses Buch einem Freund empfehlen? Warum oder warum nicht?

Nach 15 Stunden unerfüllter Liebe musste ich aufgeben. Solange durchgehalten habe ich nur wegen des Stimmungsbildes und der Schilderungen über das Leben und den Alltag in Instanbul in dieser Zeit. Nur dem zu empfehlen, der die zähen Beschreibungen der Anbetung Füsuns aushält, die werden nämlich im Lauf der Zeit (Jahre!) nicht weniger.Irgendwie krank, bedenkt man die Sammlung tausender gesammelter von ihren Lippen berührten Zigarettenstummeln inklusive einzelner Ausdrückrituale.

Falls Sie schon andere Titel von Orhan Pamuk angehört haben: Wie würden Sie diese dazu vergleichen?

Bisher nur gelesen - Istanbul - aber auch nicht bis zur letzten Seite.

Wie hat Ihnen Ulrich Noethen als Sprecher gefallen? Warum?

Ohne diesen Sprecher hätte ich noch eher abgebrochen.

Würden Sie sich eine Fortsetzung von Das Museum der Unschuld wünschen? Warum oder warum gerade nicht?

Da ich nicht weiß, wie die Geschichte ausgeht, kann ich nicht sagen, ob mir eine Fortsetzung gefallen würde. Zitat: manchmal gab es gebratene Sardellen, manchmal saßen wir sehr lange schweigend da. Zitat Ende..... schreit nicht grade nach weiteren Gängen.

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Nur für gutgelaunte Hörer, die sich von der überwiegend doch trüben Atmosphäre nicht beeindrucken lassen und die der ganzen Geschichte zuliebe auf Dauer die überdosierte Liebestragödie ausblenden können. Das ist wie mit dem Salz in der Suppe: zuviel macht alle anderen, auch die besten Zutaten ungenießbar.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    5 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    5 out of 5 stars

5*

Was hat Ihnen am allerbesten an Das Museum der Unschuld gefallen?

für manchen Leser/Hörer womöglich zu langatmig und doch keine einzige Buchstabe zu viel und langweilig ...
Die Idee und das Konzept mit dem Museum ist grossartig. Pamuk ist eine Genie. Absolut empfehlenswert!

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • A.
  • Deutschland
  • 18.04.2012

Anstrengend...

Das Buch ist schön geschrieben, keine Frage! Aber Herrn Noethen finde ich oft schleppend, distanziert, bei den Frauenstimmen schnippisch. Insgesamt nicht ansprechend.
Auch ist die Geschichte keine schöne Liebesgeschichte. Wenn man sich Stunde um Stunde um Stunde mit dem Helden quälen möchte, ist man hier richtig.
Sehr anstrengend!

4 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gesamt
    2 out of 5 stars
  • Sprecher
    5 out of 5 stars
  • Geschichte
    2 out of 5 stars

Ich geb auf...

Wahrscheinlich fehlt es mir an Einfühlungsvermögen. Ich finde das Buch trotz der tollen Stimme des Sprechers zum Einschlafen, es geht nix weiter. Die restlichen 12 Stunden werden mir wohl immer verborgen bleiben... Ich passe

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