Das Gleichgewicht der Welt
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Gesprochen von:
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Richard Barenberg
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Von:
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Rohinton Mistry
Rohinton Mistry holt weit aus und erzählt von den Lebenswegen, die diese Menschen zu dem gemacht haben, was sie sind. Seine großen erzählerischen Bögen führen den Hörer von den grünen Tälern des Himalaja bis in die Straßen von Bombay. Er erzählt von Rajaram, dem Haarsammler; dem geschäftstüchtigen Bettlermeister, Herr über eine Bettlerarmee; oder Mr. Valmik, einem Korrekturleser, der eine Allergie gegen Druckerschwärze entwickelt. "Laß mich ein Geheimnis verraten, sagt Mr. Valmik zu Maneck. "So etwas wie ein uninteressantes Leben gibt es nicht." Und dies trifft zu auf die Schicksale, die Rohinton Mistry meisterhaft miteinander verknüpft.
"Das Gleichgewicht der Welt" läßt den indischen Subkontinent vor den Augen der Hörer entstehen - und es ist ein gewaltiges wie auch gewaltsames Bild einer Gesellschaft, die nur auf den ersten Blick fremd erscheint.©1995 / 1998 Rohinton Mistry. Die kanadische Originalausgabe erschien unter dem Titel "A Fine Balance" im Verlag McCleelland & Stewart, Toronto / Für die deutschsprachige Ausgabe: Lizenzausgabe mit Genehmigung des Wolfgang Krüger Verlages, Frankfurt am Main. S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main. Aus dem Englischen von Matthias Müller (P)2014 Argon Verlag GmbH
Beschreibung von Audible
Aus dem Gleichgewicht
Indien ist vielfältig, Indien ist fern: Indien ist fremd? Nicht mehr nach dem Hören von Rohinton Mistrys "Das Gleichgewicht der Welt". Einmal vom Autor ins Indien der 70er Jahre entführt, öffnet sich einem ein bildgewaltiges und atmosphärisch dichtes Panorama, aus dem man anders hervorgeht als man es betreten hat. In dessen Herz: Indiens Hauptstadt Bombay im Jahre 1975 und die Lebensgeschichten von vier Menschen, die Mistry erst schicksalhaft zusammenführt, um sie bald darauf wieder gewaltsam auseinanderzureißen.
Doch anders als viele andere, die diesen Roman als schwer verdauliche Kost interpretiert haben, sehe ich nicht nur die Traurigkeit und das gewaltsame, harte Schicksal darin. Stattdessen enthält die Geschichte auch soviel Schönheit, Vertrauen in Menschen, Zuversicht und Mut, und Freundschaft.
Rohinton Mistry schafft mit seiner ganz eigenen Sprache, die voll poetischer und philosophischer Schönheit ist, eine Gewalt an Bildern, denen man nicht entkommen kann.
So eindrucksvoll, bedacht, liebevoll und wahrhaftig wählt er seine Worte, dass sie mitten ins Mark treffen.
Für viele ist Indien, mit seinen vielen unterschiedlichen Religionen, Traditionen und Bräuchen, seinem Schmutz und Elend auf den Straßen, ein fremdartiges Land, dem wir wohlgenährten Westler, wohl aus Unwissenheit, wenig Verständnis entgegenbringen können.
Spätestens nach dieser Lektüre kommt man nicht umhin, seinen Horizont zu erweitern, und sich in Nachschlagewerken noch einmal genauer zu informieren über dieses Land und seine vielfältigen Bewohner. Wie kann es sein, dass die "Unberührbaren" in Indiens Kastensystem selbst heute noch verfolgt oder ausgegrenzt werden?
Welche von uns, die wie ich weit gereist sind und in dritte Welt Ländern Slums und Armut aus nächster Nähe gesehen haben, haben sich denn überhaupt schon einmal gefragt, wie ein Mensch in so eine Situation geraten ist, welch Schicksal hinter einem amputierten Bettler steckt, wie dessen Leben aussehen mag?
Rohinton Mistry sei gedankt, denn er hat genau das getan, für uns.
Hautnah und in allen Facetten hat er für uns ein Bild erschaffen. Und zwar keines, dem wir aus rein voyeristischer Sicht begegnen, nur um ihm dann betreten und voller Scham ob der eigenen vollen Mägen und unseren sicheren Häusern und Arbeitsplätzen am liebsten wieder den Rücken kehren zu wollen.
Nein, das ist nicht sein Ziel. Stattdessen lässt er uns teilhaben am Leben seiner Figuren, lässt sie zu unseren Freunden werden und zeigt auf, dass es keine Unterschiede bei uns Menschen gibt, dass wir alle glücklich und traurig und wütend sind, dass wir alle eine Würde haben, egal ob Krüppel, Bettler oder Banker. Und dass es uns verdammt nochmal nicht erlaubt ist, andere, vermeintlich andersartige, mit Vorurteilen und Gewalt zu begegnen. Ob Religion, Hautfarbe, Status, Armut oder Reichtum, nichts davon sagt etwas über den Menschen aus, der dahinter steckt.
Dieses Buch hat mich so vieles gelehrt, nicht das Offensichtliche, das ich gerade schrieb. Sondern die vielen leisen Weisheiten und Offenbarungen, die so trefflich an allerhand Beispielen zutage kommen, und die zum Nachdenken anregen und hoffentlich noch sehr lange nachhallen in mir.
Vielen Dank
ein unvergleichliches Buch, das lange nachhallt
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Würden Sie Das Gleichgewicht der Welt noch mal anhören? Warum?
Ja! Weil es großartig ist.Welcher Moment von Das Gleichgewicht der Welt ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?
Auf Momente die mir im Gedächnis geblieben sind, mag ich nicht eingehen. Ich denke dann verrate ich zu viel.Aber so viel sei gesagt, es wird immer im Gedächnis bleiben...und ich, werde es bestimmt noch einmal hören.Haben Sie vorher schon ein Hörbuch mit Richard Barenberg gehört? Wie würden Sie beide vergleichen?
Nein ich kannte ihn noch nicht. Vergleichbar..hm! ja mit Khaled Hosseini von Drachenläufer, 1000 strahlende Sonnen und Traumsammler, auch wunderbare HB...super gelesen.Hat dieses Hörbuch Sie emotional stark bewegt? Mussten Sie laut z.B. lachen, weinen, zweifeln, etc.?
Es hat mich sehr bewegt, vor allem, da es wohl eine wahre Geschichte ist.Lachen musste ich weniger, manchmal schmunzeln.
Es ist kein Hörbuch,bei dem Handlungen vorraus zu sehen sind, aber, an die ich auch nie gedacht hätte. In Deutschland nicht vorstellbar.
Je länger man das HB hört, sich darauf einlässt, desto mehr glaubt man die Menschen zu kennen. Man hört nicht nur, man lebt mit ihnen...
Vieles hat mich sehr traurig gestimmt und manchens zum weinen gebracht und auch verzweifeln, da man nur hören, aber nicht helfen kann.
Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?
Ich weiß nicht was ich noch sagen könnte, ausser, verpasst es nicht!Unglaublich gut
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Unbeschreiblich
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Absolut hörenswert!
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Menschlichkeit in Indien - gab es die 1975?
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