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Brief an den Vater

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Brief an den Vater

Von: Franz Kafka
Gesprochen von: Till Firit
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Über diesen Titel

Franz Kafka hatte Zeit seines Lebens ein angespanntes Verhältnis zu seinem Vater, dem gegenüber Franz sich in der Lebenstauglichkeit stets unterlegen fühlte. Der Vater missbilligte Franz' Verlobungen mit der Sekretärin Julie Wohrryzek und später der Journalistin Milena Jesenská. Die im August 1917 diagnostizierte Lungentuberkulose griff innerhalb von fünf Jahren auf andere Organe über. Kafka erlag nach mehreren Kuraufenthalten im Sanatorium Kierling bei Klosterneuburg einem Herzstillstand.

Kafka schrieb den Brief zwischen dem 10. und 13. November 1919, schickte ihn aber nie ab. Auf mehr als einhundert handschriftlichen Seiten analysiert er das Verhältnis zu seinem schier übermächtigen Vater. Die Unfähigkeit sein eigenes Leben zu bewältigen sieht Kafka weitestgehend in der Wesensfremdheit von Vater und Sohn. Der schwache, sensible Franz, der dem starken, herrischen Familienvater gegenübersteht.

Kafka hatte zum Zeitpunkt der Entstehung den Plan, Julie Wohryzeck, die Tochter eines böhmischen Schlachters, zu heiraten. Kafkas Vater, ein wohlhabender Prager Kaufmann, der selber aus ärmlichen Verhältnissen stammte, sah die Hochzeit als nicht standesgemäß an und untersagte dem Sohn die Hochzeit.

Der erst 1952 veröffentlichte "Brief an den Vater" ist eine durch schonungslose Selbstanalyse erwirkte Anklageschrift gegen das Starke, das Heroische, das in furchtloser Manier den Furchtsame erdrückt.

(c)+(p) 2009 MONO Verlag
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