Die erste Architektin von Eterra Titelbild

Die erste Architektin von Eterra

Der Fall von Thalerys (Der Eterra-Zyklus)

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Die erste Architektin von Eterra

Von: Ralph Clayton
Gesprochen von: Elodie Gold
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Was bleibt von einem Volk, wenn alles, was es schön machte, es zugleich verwundbar machte?

Thalerys, die Blaue Mutterwelt, ist gefallen. Unter schwarzen Schiffen, die nicht erobern, sondern Welten ernten, fliehen die letzten Überlebenden ins Exil. Von ihrer Heimat bleiben ihnen nur Fragmente: Erinnerung, Schuld, Trauer, ein paar gerettete Kinder– und die Hoffnung auf einen Neubeginn.

Diese Hoffnung trägt einen Namen: Eterra.

Fernab der vernichteten Mutterwelt liegt ein stiller, unerweckter Planet, roh, fremd und voller verborgener Tiefe. Dort versucht Thalyra, Architektin, Weltenhüterin und eine der Letzten ihres Volkes, das Unmögliche zu wagen: aus Ruin neues Leben zu begründen. Doch eine Welt zu wecken ist kein Akt der Herrschaft, sondern ein Opfer. Und je tiefer Thalyra in das Herz Eterras hinablauscht, desto deutlicher wird, dass diese neue Welt nicht leer ist. Sie schläft nur. Sie wartet. Und sie wird nicht antworten, ohne etwas dafür zu fordern.

Während die ersten Städte geplant, die ersten Samen bewahrt und die ersten Kinder in eine ungewisse Zukunft getragen werden, wächst unter den Überlebenden ein anderer, gefährlicherer Keim: Furcht. Denn irgendwo in der Dunkelheit lauscht noch immer der Feind, der Thalerys verschlungen hat. Und mit jedem Lied, das über Eterras Himmel steigt, mit jedem offenen Bau, mit jedem sichtbaren Zeichen des Lebens kehrt dieselbe Frage zurück:

Wie viel Himmel kann ein Volk sich noch leisten, ohne sich selbst zu verraten?

Was als Vorsicht beginnt, wird bald zur Ordnung. Was als Schutz gedacht war, wird zu Gesetz. Lieder werden gedämpft. Wege nach innen verlegt. Schönheit wird zur Gefahr erklärt. Der erste Kompromiss wird zur Mauer. Die Mauer wird zum Käfig. Und aus dem Willen zu überleben erwächst langsam eine neue Welt, die sich vielleicht retten kann– aber nur um den Preis, sich selbst zu verlieren.

©2026 Ralph Clayton (P)2026 Ralph Clayton
Epic Fantasy Fantasy Paranormal & Urban Fantasy Science Fiction Space Opera Zeitgenössische Fantasy
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