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Verhängnisvolle Begegnungen - Die besten Novellen von Stefan Zweig

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Verhängnisvolle Begegnungen - Die besten Novellen von Stefan Zweig

Von: Stefan Zweig
Gesprochen von: Steffan Wilde, Martin Zumbach
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Über diesen Titel

Verhängnisvolle Begegnungen: Die besten Novellen von Stefan Zweig

gelesen von Clemens Weichard, Stefan Wilde und Martin Umbach.

Verwirrung der Gefühle erschien zuerst im Jahr 1927. Der Student Roland ist begeistert von seinem neuen Professor und lässt sich von dessen Enthusiasmus für das elisabethanische Theater anstecken. Zwischen den beiden entwickelt sich eine innige Beziehung, die jedoch immer wieder von Kälte und Distanz durchbrochen wird. Aus Verzweiflung beginnt Roland eine Affäre mit der Frau des Professors und erfährt schließlich dessen Geheimnis …

In der beispielhaften Novelle aus dem Jahr 1922 Der Amokläufer, einer Typologie der Leidenschaft, inspiriert von großen Vorbildern wie Balzac und dabei ganz der Erzähltradition der Wiener Schule – allen voran Arthur Schnitzler – folgend, ist die Hauptperson einem dämonischen Zwang unterworfen, der sie aus der hergebrachten Ordnung ihres Lebens reißt. Deutlich wird hier der Einfluss Sigmund Freuds erkennbar.

Leporella erschien zuerst 1929 im Insel-Verlag. Die Magd Crescentia lässt sich aus ihrem Gebirgsdorf als Dienstmädchen in Wien anwerben. Sie wurde unehelich geboren, ist unverheiratet und ist im Laufe der Jahre eine bigotte, verbitterte alte Jungfer geworden. Nachdem der Hausherr ihr einmal einen Klaps auf den Hintern verabreicht hat, ist sie ihm nahezu „hündisch ergeben". Als die Ehefrau und Herrin des Hauses für zwei Monate in ein Sanatorium abgereist ist, lebt Crescentia (Leporella) förmlich auf …

Die Schachnovelle entstand zwischen 1938 und 1941 im brasilianischen Exil. Es ist sein letztes und zugleich bekanntestes Werk. Das letzte große Abenteuer, sagt man, ist die Erforschung des menschlichen Bewusstseins – abenteuerlich allein schon durch die verwirrende Tatsache, dass kein anderes Instrument dafür zur Verfügung steht, als eben dieses Bewusstsein selbst. Mit überwältigender Konsequenz und fast schmerzlicher Glaubwürdigkeit nimmt uns Stefan Zweig in seinem erzählerischen Meisterwerk mit auf eine doppelte Reise. Eine äußere von Kontinent zu Kontinent und eine weit radikalere in eine so noch nie gesehene, dramatische Welt: das Labyrinth des menschlichen Geistes.

Coverabbildung unter Verwendung eines Werbeplakats (Ausschnitt) von Roger Broders: Marseille, Porte de l'Afrique, 1925, Kunstdruck. Coverschrift gesetzt aus der Reem Kufi. Die Wortaufnahme der Schachnovelle ist eine Eigenproduktion des Sprechers. Schlussmusik: Claude Debussy: Préludes, Book 2 – II. „Feuilles mortes". Pianist: Ivan Ilic. Quelle: Musopen.org.

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