Die Wut, die bleibt
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Gesprochen von:
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Marie-Isabel Walke
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Ulrike Kapfer
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Von:
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Mareike Fallwickl
Mareike Fallwickls neuer Roman über die Last, die auf den Frauen abgeladen wird, und das Aufbegehren: radikal, wachrüttelnd, empowernd.
Helene, Mutter von drei Kindern, steht beim Abendessen auf, geht zum Balkon und stürzt sich ohne ein Wort in den Tod. Die Familie ist im Schockzustand. Plötzlich fehlt ihnen alles, was sie bisher zusammengehalten hat: Liebe, Fürsorge, Sicherheit.
Helenes beste Freundin Sarah, die Helene ihrer Familie wegen zugleich beneidet und bemitleidet hat, wird in den Strudel der Trauer und des Chaos gezogen. Lola, die älteste Tochter von Helene, sucht nach einer Möglichkeit, mit ihren Emotionen fertigzuwerden, und konzentriert sich auf das Gefühl, das am stärksten ist: Wut.
Drei Frauen: Die eine entzieht sich dem, was das Leben einer Mutter zumutet. Die anderen beiden, die Tochter und die beste Freundin, müssen Wege finden, diese Lücke zu schließen. Ihre Schicksale verweben sich in diesem bewegenden und kämpferischen Roman darüber, was es heißt, in unserer Gesellschaft Frau zu sein.
©2022 Rowohlt Verlag GmbH, Hamburg (P)2022 Argon Verlag AVE GmbH, BerlinEin Lesemuss für Mütter, Frauen, Mädchen, Jungen, Männer und Väter aller Berufsspaten und für alle anderen!
Lesemuss für ALLE!
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Aber dann geht die Autorin leider einen Weg, auf dem sie mich verliert. Zum einen ist Sarah nicht glaubhaft in ihrer Opferrolle. Sie ist ein Gen X und kein Boomer (obwohl Lola, die sonst ja so ‚woke‘ ist, das zu Sarah sagt) und ich zumindest (im gleichen Alter) bin nicht so aufgewachsen, dass ich nie etwas sagen würde und jedem Mann die Teller hinterher trage. Und die Männer werden auch als so abwesend und uninteressiert dargestellt, dass es schon sehr stereotyp ist. Welcher Mann geht denn nicht zur Einschulung seines Sohnes? Frauen sind alle unterschiedlich, aber Männer sind alle gleich, nämlich Schweine, scheint die Botschaft zu sein.
Aber die wirklich verstörende Rolle hat Lola, die wie ein weiser Yoda dargestellt wird, der die arme, unwissende Sarah belehren muss. Feministinnen sind also Frauen, die alle negativen Eigenschaften von Männern übernehmen, die ebenfalls gewalttätig und aggressiv sind, die zwar von Gleichberechtigung reden, aber meinen, dass nur Frauen an der Macht sein sollen und die genauso selbstsüchtig sind wie die Männer, die sie kritisieren.
Und dann zu glorifizieren, dass 16-jährige Mädchen von zuhause weglaufen, die Schule verlassen, weil sie ‚ja eh nichts lernen, was wichtig ist‘ und das so darzustellen, dass sie nun eine erfolgreiche Zukunft haben werden, ist wirklich absurd.
Schade! Nach dem ersten Teil dachte ich, was für ein mutiges Buch, das werde ich meinen Freundinnen empfehlen. Nach dem Ende denke ich, nein, so soll die Welt nicht aussehen. Damit hat die Autorin mit Sicherheit ganz viele Leserinnen wieder verloren.
Und Männer, die den ersten Teil hätten lesen sollen, werden das Buch deswegen nicht ernst nehmen.
Grandioser erster Teil, verstörender zweiter Teil
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Wut die bleibt!
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Krass, bewegend, schonungslos
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Ich wünsche mir mehr Bewusstsein darüber und mehr weibliche Sichtweisen. Auch, und gerade von Männern.
Mehr davon…
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