Sabine Lipan

Sabine Lipan

Wie ich Kinderbuchautorin geworden bin… Sobald ich lesen konnte, ungefähr im Jahr 1965, habe ich alles gelesen, was mir in die Finger kam: Bücher, Bücher, Bücher - in jeder Form. Da ich auf einem kleinen Dorf lebte und die dortige Bücherei in dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr untergebracht war, hatte ich das Angebot im Kinderbuchbereich schnell "durch" – und die Zeit bis zum Geburtstag oder bis zum alljährlichen "Karl May-Band" zu Weihnachten wurde stets viel zu lang. Also las ich alles, was Buchstaben hatte: Zeitungen, Rezepte, Gebrauchsanweisungen der Bohrmaschine meines Vaters, Backbücher, das Dr. Oetker Schulkochbuch, die Lebensratgeber der 50er Jahre wie "Das Einmaleins des guten Tons", die Radiozeitung auf der – eiskalten – Toilette meiner Tante oder die berüchtigte "Heim & Welt" bei meiner Großmutter – diese allerdings nur, wenn Oma mittags schlief… Von meinem ersten Bilderbuch (ich bekam es im Alter von zwei Jahren) erinnere ich mich noch an die ersten Zeilen: "Kaspar macht auf seine Weise eine große weite Reise". Mein erstes "richtiges" Buch – also eines mit mehr Text als Bildern (damals wurde von uns Mädchen in diesen Kategorien gedacht!) hieß "Die kleine Neli". Ich habe es vor einiger Zeit beim Packen von Umzugskartons tatsächlich wieder gefunden. Heute streckt sich mir beim Lesen der pädagogische Zeigefinger von jeder Seite her entgegen – aber damals war ich begeistert: Ein echtes, richtiges, eigenes Buch, nur für mich! Es folgten Bücher zu Weihnachten, zu Ostern und zum Geburtstag. Doch jeweils nur eines, zumeist von meiner Großmutter. Die Kasse meiner Eltern war knapp, und Bücher ließen sich ja schließlich auch ausleihen, im Gegensatz zu Schuhen oder Jacken… Später habe ich dann während Schulzeit und Studium endlos die Bücher anderer gelesen und interpretiert, habe mich tapfer rezensierend und Unterricht vorbereitend durchs Referendariat geschlagen, und als ich dann endlich fertig war und als frischgebackene Lehrerin nun erneut und für immer die Bücher anderer im Deutsch-Unterricht in ihre Bestandteile zerlegen sollte – da entdeckte ich, dass ich eigentlich viel lieber selber schreiben wollte… So beendete ich direkt nach dem erfolgreichen Abschluss des 2. Staatsexamens mein noch kaum begonnenes Lehrerinnendasein und übte stattdessen das Worteschmieden in allen nur möglichen Sparten… - als Redakteurin einer kleinen Kulturzeitschrift (sehr erfahrungsreich) - als freie Journalistin für eine Tageszeitung (sehr lokalpolitisch bildend) - als Werbetexterin (sehr kreativitätsfördernd und disziplinschulend) - als Öffentlichkeitsarbeiterin für ein Umweltzentrum, eine Big Band und ein Weiterbildungsinstitut (sehr horizonterweiternd) - als Redenschreiberin für Politik und soziale Institutionen (sehr unvergesslich…) … bis eines Sonntagmorgens fünf kleine Außerirdische direkt aus meinem Kopf auf dem Regal meines Sohnes landeten. Das war der Beginn meiner eigenen Geschichten, und immer, wenn ich eine aufgeschrieben habe, klopfen zwei weitere bei mir an. Mal sehen, welche als nächste aufgeschrieben sein will … ! Wer noch mehr zu mir und meinen Büchern wissen möchte: Auf meiner Website unter www.sabine-lipan.de oder bei Facebook: Sabine Lipan Bücher

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