Richard Tomlinson
AUTOR

Richard Tomlinson

Bevor er sich der Belletristik zuwandte, arbeitete Richard sowohl in der Wissenschaft (in Australien, den USA und Südafrika) als auch als Berater für Stadtpolitik im südlichen Afrika. Als Akademiker, entweder in Vollzeit oder als Gastdozent, war er in Australien an der University of Melbourne (Leiter des Urban Planning Program), in Südafrika an der University of the Witwatersrand, in den USA an der Columbia University, der New School University und dem MIT tätig, außerdem in Think Tanks der Brookings Institution und des Wilson Center sowie am Bellagio Center der Rockefeller Foundation in Italien. Als Fulbright-Stipendiat promovierte er an der Rutgers University. Als Berater nach 1990 zählten zu seinen Klienten im südlichen Afrika die südafrikanische Regierung nach der Apartheid, verschiedene lokale und internationale NGOs, die Weltbank, USAID und der Privatsektor. In dieser Zeit moderierte er Mehrparteienverhandlungen. Er arbeitete auch mit Gemeindeorganisationen zusammen. FIRST VIOLIN ist ein ernsthafter Roman. Es erforderte mehrere Jahre Recherche, darunter wertvolle Aufenthalte in der Library of Congress und im Holocaust-Museum sowie Wien, einer wundervollen Stadt. Der Roman spielt in Wien und einem Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen von kurz vor dem Anschluss 1938 bis zur sowjetisch kontrollierten Zeit des Jahres 1945. Die Geschichte begleitet Klaus, einen Geiger und Mischling zweiten Grades, und seine Vertrauten – seine Frau Helga, seine Geliebte Eva, seinen Freund Johann, seine ihn anbetende Tochter Ilse und seine Mutter Rosa – im Alltag unter den Nazis und später unter sowjetischer Besatzung. Durch Musik, persönliche Kompromisse und stillen Widerstand überleben sie, nur Helgas Erlebnisse hinterlassen Spuren in ihrer „Genesung“. Während des Krieges tritt Johann der NSDAP bei, um sein Geschäft zu führen. Nach dem Krieg wird Klaus von den Sowjets für Propagandaauftritte missbraucht. Der Roman verbindet historische Ereignisse – Hitlers Heldenplatzrede, den Aufstand von 1934, zwei Pogrome, die Bombardierung Wiens – mit privaten Kämpfen und moralischer Ambivalenz. Musik spielt eine zentrale Rolle: Sie hält Klaus im Lager aufrecht und prägt seine Rückkehr nach Wien. Jüdische Identität wird zum zentralen Thema der Erzählung. DIE WUNDER VON BOLOGNA 1498: GLAUBE UND PHYSIK IM ITALIEN DER RENAISSANCE ist nicht ernst gemeint. De Biaggi, ein brillanter Physiker, dessen bahnbrechende Entdeckung zur Zeitreise von seinen akademischen Kollegen verspottet wird, die ihn aufgrund seines religiösen Eifers belächeln, weil er Jesus besuchen wolle. Man rät ihm, seinen Impfschutz zu überprüfen, falls er ein Wunder benötige. De Biaggi beschließt, ins Bologna seiner Großmutter, ins Jahr 1937, zurückzukehren und dort tiefgreifende Entdeckungen zu machen, die er göttlicher Inspiration zuschreiben kann. Er kommt im Jahr 1498 an. Seine Entdeckungen erfordern zumindest ein Verständnis von Einstein. Sein Plan scheitert. Christus und Physik bleiben unvereinbar. Unvorhergesehen ermöglicht ihm die von ihm mitgebrachte Technologie scheinbare Wunder. Unter der Leitung von Kardinal della Rovere (dem späteren Papst Julius II.) bestätigen Bischof Richter, Kopernikus, Leonardo da Vinci und Michelangelo, dass Wunder geschehen. Kardinal della Rovere und Copernicus sichern DeBiaggi eine Stelle an der Universität Bologna. Noch ist nicht alles verloren.
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