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Die Falle Hörbuch

Die Falle

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Inhaltsangabe

Was muss passieren, dass du dich elf Jahre in deinem Haus vor der Welt abschottest?

Linda Conrads ist ihren Fans und der Presse ein Rätsel. Sie veröffentlicht Jahr für Jahr Bücher, die zu Bestsellern werden, lebt aber völlig zurückgezogen. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die Schwelle ihres Hauses gesetzt. Die Medien spekulieren über eine mysteriöse Krankheit, doch den wahren Grund kennt niemand außer Linda selbst: Sie wird von einer schrecklichen Erinnerung gequält, denn vor vielen Jahren hat sie ihre jüngere Schwester Anna ermordet aufgefunden - und den Mörder flüchten sehen. Der Täter wurde nie gefasst, und das Gesicht des Mörders verfolgt Linda seither bis in ihre Träume. Doch eines Tages flimmert genau dieses Gesicht über ihren Fernseher. Es gehört Victor Lenzen, dem neuen Reporter einer Nachrichtensendung.

©2015 Melanie Raabe / btb Verlag, München (P)2015 Der Hörverlag

Hörerrezensionen

Bewertung

3.9 (419 )
5 Sterne
 (161)
4 Sterne
 (133)
3 Sterne
 (80)
2 Sterne
 (31)
1 Stern
 (14)
Gesamt
3.9 (391 )
5 Sterne
 (146)
4 Sterne
 (117)
3 Sterne
 (74)
2 Sterne
 (38)
1 Stern
 (16)
Geschichte
4.0 (388 )
5 Sterne
 (173)
4 Sterne
 (100)
3 Sterne
 (69)
2 Sterne
 (26)
1 Stern
 (20)
Sprecher
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    Ute Heppenheim, Deutschland 22.03.2015
    Ute Heppenheim, Deutschland 22.03.2015

    Ein Leben ohne Hörbücher ist möglich, aber sinnlos.

    Mal mit
    „hilfreich“
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    Sprecher
    Geschichte
    "Verzwickt und verdammt gut"

    Bei diesem Hörbuch muss man mit seiner ganzen Aufmerksam dabei sein. Denn es ist verzwickt. Dieser Thriller ist wirklich ein großes Hin- und Her der Gefühle. Als Hörer wird man in die Überzeugungen und die Zweifel der Protagonistin derart hineingezogen, dass man sich dem so leicht nicht entziehen kann. Wie auch die Protagonistin Linda selbst, schwankt man zwischen den Gedanken, ob sie nun komplett verrückt ist oder ihr ganz übel mitgespielt wird. Und das fand ich derart genial durch die komplette Story hindurch konsequent durchgezogen, dass ich das Hörbuch kaum ausschalten konnte.

    Erzählt wird die Geschichte von zwei Sprechern. Birgit Minichmayr spricht den Part der Linda Conrads und Devid Striesow den Krimi, den Linda Conrads geschrieben hat, um Victor Lenzen zu überführen. Dieser Krimi handelt von dem Mord an ihrer Schwester, der bereits 12 Jahre zurückliegt, über den sie aber nie hinweg gekommen ist. Und Linda hat einen gefährlichen Plan. Einen lebensgefährlichen Plan! Sie will den Mörder ihrer Schwester – davon ist sie felsenfest überzeugt – mit diesem Thriller in ihr Haus locken und ein Geständnis einfordern. Sie trifft viele Vorkehrungen, informiert sich über Verhörmethoden, lässt Kameras installieren etc. Und dann kommt der Mörder zum vereinbarten Interviewtermin in ihr Haus… Adrenalin pur kann ich da nur sagen.

    Birgit Minichmayr hat den Part der Linda Conrads derart enthusiastisch erzählt, dass mir manchmal selbst die Luft wegblieb. Ich fand das eine wirklich sehr grandiose Leistung. Sie sprach die Story nicht – sie durchlebte sie. Und dank ihres Vortrages hat man selbst auch alles durchlebt. Stellenweise war das wirklich heftig. Herzrasen war bei mir nicht nur einmal der Fall.

    Devid Striesow mit seinem Part fand ich auch sehr gut. Kurz, die zwei waren ein perfektes Duo für die wirklich klasse Story. Über das Ende werden sich die Geister sicherlich scheiden, mir hat es gefallen.

    24 von 27 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Sunsy Deutschland 11.04.2015
    Sunsy Deutschland 11.04.2015 Bei Audible seit 2007

    Ich höre querbeet (fast) alle Genre und schreibe kurze Rezensionen darüber, ohne (hoffentlich) zu viel zu verraten.

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    Sprecher
    Geschichte
    "Verwirrend und spannend zugleich"

    Die sympathische junge Autorin führt uns mit ihrem Debütroman in eine Welt voller Ängste, Wut, Schuldgefühle und psychische Probleme, verknüpft eine gespiegelte Version der Wirklichkeit in dem geschriebenen Roman der Hauptfigur mit dem aktuellen Geschehen in diesem Buch und verwirrt den Leser/Hörer anfangs mit und durch diese wechselnden Szenen.

    Mit viel Geschick und sprachlichen Stilmitteln schafft sie eine Situation, die nachvollziehbar scheint. Wir können uns in die zutiefst traumatisierte Protagonistin nach und nach hineinversetzen, zweifeln an und mit ihr und verfolgen gebannt, wie sie sich nach 11 Jahren aus diesem Zustand zu befreien versucht, indem sie dem vermeintlichen Mörder eine Falle stellt. Kann sie dem Mann ein Geständnis entlocken? Ist es überhaupt der Mörder?

    Anfangs war ich verwirrt, weil ich noch nicht begriff, dass die eingefügten Passagen Teile aus dem Buch der Hauptfigur waren, in welchem die Charaktere seltsam flach dargestellt wurden und miteinander agierten. Die Spannung hielt sich für mich noch in Grenzen, weil ich auch an der Hauptperson selbst zweifelte. War sie vielleicht nicht nur traumatisiert, sondern auch richtig psychisch krank? Die ständigen Wiederholungen ganzer Sätze schienen das zu unterstreichen. Hat sie den Mörder wirklich gesehen oder war sie es am Ende selbst und kommt mit der eigenen Schuld nicht zurecht?

    Ab dem zweiten Drittel nahm das Buch für mich dann richtig Fahrt auf, wenn die Autorin auch immer noch mit meinen Zweifeln spielte, denn die Falle stand nun und harrte ihres Opfers…

    Die beiden Sprecher haben einen sehr guten Job gemacht. Beide haben mit viel Gefühl und guter Betonung gelesen. Ich habe nur einen Kritikpunkt: Ein Hörbuch-Hörer befindet sich in der Regel nicht in einem schallisolierten Raum, hört also inmitten einer Geräuschkulisse. Bei mir ist es entweder der Straßenverkehr während des Fahrens, der Staubsauger während der Hausarbeit oder ähnliches. Dies sollte ein Sprecher bedenken, wenn er z.B. von einem aggressiven Wortwechsel zu extrem leise geflüsterten gedanklichen Überlegungen wechselt. Ich musste regelmäßig zurückspulen und um mehrere Etappen lauter stellen, um diese Gedanken verstehen zu können, um gleich danach wieder fast taub zu werden, weil inzwischen wieder mit normaler Lautstärke weiter gelesen wurde und ich nicht schnell genug wieder hinunter geschaltet hatte.

    Alles in allem war es aber ein überaus interessantes, verwirrendes und spannendes Szenario, das bei mir breit gefächerte Emotionen hervorrufen konnte.

    Ich gebe 08/10 Punkte.

    9 von 10 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    H. Lauterbach 18.05.2015
    H. Lauterbach 18.05.2015
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    Sprecher
    Geschichte
    "Gute Grundgeschichte sehr langschweifig erzählt."
    Haben Sie die Zeit genossen, in der Sie dieses Hörbuch gehört haben? Warum oder warum nicht?

    Während der ersten drei bis vier Hörstunden habe ich mich ständig geärgert, dieses Hörbuch gekauft zu haben. Die Autorin ergeht sich in langschweifigen Schilderungen und Erörterungen ihrer äußeren und inneren Situation und ihrer Gedanken und Ängste, die noch dazu hin und wieder unter neuem Blickwinkel wiederholt werden - und die Handlung kommt und kommt nicht voran.

    Erst in der zweiten Hälfte baute sich bei mir leichte Spannung auf - genauer gesagt im Track 59 (von 110), als der Mörder sich auf Linda stürzt. Jedoch hätte ich auch da noch in einem gedruckten Buch viele Seiten quer gelesen, um endlich zum Ende zu kommen.
    Das letzte Drittel ist dann einigermaßen der Krimi, den ich mir erhoffte hatte.

    Der Roman, den Linda Conrad geschrieben hat, um den Mörder ihrer Schwester in die Falle zu locken, parrallel vorgelesen von Devid Striesow, ist für mich in dieser Länge unnötig. Für mich ist das kein interessantes Stilmittel, sondern ein weiteres Mittel, die Geschicht in die Länge zu ziehen.


    Was mochten Sie an der Handlung am liebsten?

    Nur wenige Personen sind in die Grundgeschichte eingebunden, so dass es leicht ist, der Handlung zu folgen. Die Auflösung am Ende ist gelungen.


    Würden Sie es noch mal mit einem anderen Hörbuch mit Devid Striesow and Birgit Minichmayr versuchen?

    Devid Striesow gefällt mir als Vorleser. Birgit Minichmayrs Vorlesestil ist für mich hinsichtlich Satzmelodien und Betonungen oft gewöhnungsbedürftig.


    Könnten Sie sich Die Falle als Film oder TV-Serie vorstellen? Welche Stars sollten unbedingt mitspielen?

    Als Film ja, denn da müsste radikal gekürzt werden.


    3 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Babette 04.04.2015
    Babette 04.04.2015
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    Geschichte
    "Überzeugend..."

    Gute Idee, die Geschichte von zwei unterschiedlichen Personen sprechen zu lassen. Beide Sprecher sehr ausdrucksstark in der Klangfarbe ihrer Stimme. Die Geschichte überzeugt an einigen Stellen mich nicht immer. Die Idee ist gut und der Spannungsbogen bleibt er halten.

    3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Udolix Berlin, Deutschland 13.04.2017
    Udolix Berlin, Deutschland 13.04.2017
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    "Guter Stoff grandios gelesen"

    Ich mag Bücher die polarisieren, das macht mich neugierig. Weichen sie in ihrer Art doch meist von der Lawine der kommerziellen Schreibkunst ab. Oder ich kann damit überhaupt nichts anfangen, auch das ist natürlich möglich.
    So lohnt es sich immer wieder mal im Fundus von Audible zu schnökern und sich nicht nur auf die Neuerscheinungen und Bestseller zu stürzen.
    „Die Falle“ war ein guter Griff, eher ein psychologisches, psychotisches Kammerspiel denn ein Thriller, nach meinem Empfinden. Wenig Handlung auf engem Raum, dafür viele emotionale Betrachtungen und verwirrende Gedanken, die sich erst nach und nach zu einem überschaubaren Bild zusammenfügen. Wer Tana French kennt und mag, der wird hier womöglich Parallelen entdecken.
    Sicher nicht leicht vorzutragen wenn man dem Stoff gerecht werden will, Birgit Minichmayr legt sich aber unglaublich ins Zeug, da verneige ich mich mal und gäbe 6 Sterne wenn`s denn möglich wär. Und auch Herr Striesow überzeugt.
    Einziger Makel für mich, es war etwas zu lang, den guten Stoff sollte man etwas raffen, dann wäre es perfekt. Ich hab mich gut unterhalten, war nach 10 Stunden aber auch mehr als satt.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    christel Deutschland 19.08.2015
    christel Deutschland 19.08.2015
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    Sprecher
    Geschichte
    "Tolle Geschichte für Liebhaber der leisen Töne"

    Das hier ist kein actionreicher Krimi, sondern ein Psychokrimi, bei dem sich
    große Teile der Handlung im Kopf der Hauptprotagonistin, der Schwester der
    ermordeten Anna, abspielen.
    Was passiert wirklich, was sind Folgen ihrer Verwirrtheit durch Isolation,
    posttraumatische Belastung.
    Sie ist selber Autorin, die nie Krimis geschrieben hat, bis sie den Mord an ihrer
    Schwester in einem Roman verarbeitet, sie will den Mörder nach 12 Jahren in einem Journalisten auf dem Fernsehbildschirm wiedererkannt haben, möglich oder nicht?
    Jedenfalls will sie ihn ködern, indem sie ihm den Roman zu lesen gibt und dann zu einem Interview bittet in ihr abgeschottetes Heim, das sie seit 12 Jahren nicht mehr
    verlassen hat wegen ihrer Panikattacken.
    Klasse Geschichte ohne Brutalität, das, was ich unter einem echten Psychokrimi verstehe,
    richtig gut gelesen.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Sven Lammers 31.03.2015
    Sven Lammers 31.03.2015
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    Sprecher
    Geschichte
    "Spannend!"

    Spannend. Hat unerwartete Wendungen, wenngleich an einigen Stellen etwas zu ausführlich. Im Ganzen aber stimmig und mitreißend.
    Die Sprache ist wirklich sehr gut und die Idee des Plots außergewöhnlich.

    5 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    liebling222 26.03.2017
    liebling222 26.03.2017 Bei Audible seit 2017

    Hörbücher bringen mehr schöne Momente in mein Leben,Ideale Pause vom Alltag !

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    Sprecher
    Geschichte
    "Ein Thriller, den ich wärmstens empfehlen kann."

    Ich habe mich immer gefragt,was dieser ganze Hype um Frau Raabe's Hörbuch eigentlich sollte. Die Falle wurde schon als Buch überall hochgelobt und bei allzu verherrlichten Büchern gehe ich immer erst etwas auf Abstand und werde umso kritischer. Letzten Endes kam ich aber wohl doch nicht um die Falle herum.

    Und ich muss mich leider, oder sollte ich sagen zum Glück, den ganzen positiven Stimmen anschließen.

    Die Autorin hat es geschafft, mit wenigen Personen eine fesselnde Geschichte zu konstruieren.Die Autorin Linda Conrads versucht dem Mörder ihrer Schwester eine Falle zu stellen, doch im Laufe des Lesens merkt man, wie Linda immer unsicherer zu werden scheint und man merkt, dass es um die geistige Gesundheit von Frau Conrads nicht so gut bestellt ist. Hat sie sich am Ende das Ganze etwas nur ausgedacht?
    Fesselnd geschrieben vom Anfang bis zum Ende, auch wenn mir das Ende etwas zu schnell, etwas zu strukturiert begegnet ist.

    Vorwiegend von der weiblichen Stimme gesprochen hat dem Ganzen nie geschadet- beide Sprecher waren gut!

    Die Falle ist wirklich ein guter Thriller.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    M. Harb Graz 09.02.2017
    M. Harb Graz 09.02.2017

    No Fate but what you make....

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    "Etwas "speziell", aber auch sehr interessant"

    "Die Falle" bietet weder einen Thriller noch Krimi im herkömmmlichen Sinne, eher ist es eine Introspektion einer psychisch mehr als nur angeschlagenen Bestseller-Autorin, die ihr Leben völlig isoliert in ihrem Haus verbringt.
    Melannie Raabe zeichnet die Psychologie sehr gut, der "Thrill" kommt eher durch die Schilderungen der Panikattacken der Protagonistin und dem subtilen Gefühl permanenter Bedrohung, wodurch genau, ist selten klar.

    Die Geschichte selbst konnte mich nicht ganz überzeugen, zu viele kleinere und größere Logiklücken, die Sprecher (Frau Minichmayr liest rund 75 Prozent und Herr Striesow den Rest) haben mir gut gefallen, Gerade der weibliche Part ist wirklich "sehr nahe am Ohr", man ist mittendrin im Selbstzweifel und Wahnsinn (ist es Wahnsinn?!?) der Frau.

    Fazit: Um den Preis ein wirklich interessantes Stück Literatur, sicherlich etwas "spezieller" und keinesfalls für Krimi/Thriller-Mainstream-Enthusiasten. Wer aber z.B. "Still" von Thomas Raab mochte, der könnte auch hier durchaus auf seine Kosten kommen.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    höre-gerne Graz 30.09.2016
    höre-gerne Graz 30.09.2016
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    Sprecher
    Geschichte
    "Ein Psychokrimi für Geniesser"

    Die Geschichte ist einfach und kompliziert. Dass zwei Sprecher dieses Buch lesen, oder sollte man besser sagen, leben, war eine gute Idee. Den größten Teil spricht Frau Minichmayr, die mit einer dem Alter der Protagonistin entsprechenden Stimme meist deren Gedanken spricht. Wie das mit Gedanken, besonders bei einem sehr komplizierten Menschen und in einer extremen Situation so ist', brauchen diese im Gegensatz zu Gesprochenem keine Luft zu holen. Wie das Frau Minichmayr schafft, ist einfach unglaublich. Da sprudeln die Gedanken ohne Punkt und Komma und sie kann das, ohne dass man hört, wann sie Luft holt, wann sie überhaupt atmet. Trotz der Geschwindigkeit bleibt ihre Sprache absolut verständlich, wirkt nicht hektisch. Sie beherrscht das Sprechen meisterlich, versteht es auch dabei an den richtigen Stellen die Stimme anzuheben oder auch manche Silben durch Streckung zu betonen. Dabei ist das, wie ich von diversen Interpretationen als Schauspielerin weiß, nicht ihre einzige Art zu sprechen.
    An Stellen, in denen Herr Striesow ihren Part spricht, tut er das ganz ähnlich. Obwohl sein Teil vergleichsweise klein ist, macht er es genauso gut. Zwei wirklich gute Sprecher, die gut harmonieren.
    In einer Rezension wird erwähnt, dass manche leise gesprochenen Teile in einer nicht ganz ruhigen Umgebung schlecht verständlich wären. Dem kann ich zustimmen, das kommt leider bei einigen Hörbüchern vor. Allerdings darf man dafür nicht den Sprecher die Schuld geben, sondern das ist eindeutig ein Problem für das der Toningenieur der Aufnahme verantwortlich ist. Die Dynamik der echten Sprache übersteigt bei weitem die technischen Möglichkeiten von Aufzeichnung und Wiedergabe. Doch da wurde diverse Geräte, z.B. Kompressoren, erfunden und sind in jedem Tonstudio, heute meist digital in der Software, vorhanden. Damit kann man die Charakteristik leiser Töne (egal ob Musik oder Sprache) weitgehend behalten und trotzdem einen Pegel erreichen, der nicht nur in der Stille eines Tonstudios gut und verständlich gehört werden kann.
    Und noch zur Geschichte: Wie anfangs beschrieben, ist sie gleichzeitig einfach und schwierig. Es geht darum, dass die Protagonistin ihre ein paar Jahre jüngere Schwester aufsucht, diese blutüberströmt vorfindet und gerade noch einen Blick auf das Gesicht des Mörders werfen kann eher dieser über die Terrassentür flüchtet. Sie kennt den Mörder nicht, die Polizei meint, dass solche Morde sehr oft Beziehungstaten sind, der Freund der Ermordeten jedoch nicht in Frage kommt und sonst kein Mann bekannt ist, jedenfalls findet die Polizei keinen möglichen Verdächtigen. Daran zerbricht die Protagonistin, die Familie zerbricht mehr oder weniger, sie zieht sich in ein Haus zurück, das sie nie, über 10 Jahre lang, verlässt.
    Das ist der Beginn und dann beginnt ein Psychokrimi, der eigentlich mehr als ein Psychokrimi ist. Man muss der Geschichte wirklich aufmerksam folgen, doch trotz der Länge und aller gedanklichen Schlingen wurde es mir nie langweilig, ich fand sie immer interessant und freute mich auf die nächsten Minuten. Auch wenn man natürlich das eine oder andere Detail, z.B. die Programmierfähigkeiten eines Journalisten, nicht besonders glaubhaft finden kann, in Summe ist die Geschichte stimmig, nicht auf Effekthascherei aus, führt Schritt für Schritt zur Lösung. Diese passt zur Geschichte, es gibt eine Lösung, es gibt einen Schlussstrich, das ist für heutige Autoren ein großer Pluspunkt.
    Viereinhalb Sterne für Geschichte und Gesamteindruck wären jedenfalls angemessen, die Tontechnik kostet jedenfalls einen halben Punkt.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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