Die hilfreichsten Hörerrezensionen
Belanglos, hölzern, moralisierend
von
Christoph
aus
Erfurt, Deutschland
am
17.09.2012
Ich hatte mich darauf gefreut, einen Roman von einem sehr guten Schriftsteller zu lesen, in dem sich die Handlung einmal nicht an einem Mord und seiner Aufklärung aufhängt. Leider war es in diesem Falle eine Enttäuschung.
Es gibt viele Romane, bei denen sich die Handlung erst langsam entwickelt, aber hier läuft alles so weiter wie in einer Vorgeschichte. Man wird von den Figuren nicht gefesselt. Sie bleiben hölzern. Als sich die Romanheldin entschließt, einer schwarzen Frau zu helfen, die Ihren weißen Ehemann in Affekt erstochen hatte, könnte man denken, der Roman geht endlich in eine Richtung. Aber weit gefehlt. Das einzige was den Roman wie eine zähe, klebrige Masse durchzieht, ist das schlechte Gewissen eines Gutmenschens wegen der Unterdrückung der Schwarzen durch die weiße Kolonialgesellschaft.
Nachdem ich die Krimis von Mankell gelesen und gehört hatte, dachte ich, dass der Autor es versteht, eine gute Dramaturgie in die Geschichte zu bringen. Leider merkt man in diesem Roman davon nichts. Der Plot macht zum Teil wenig Sinn.
So berechtigt seine Kritik an der Herabwürdigung und Ausbeutung der afrikanischen Ureinwohner durch die Kolonialherren ist, so wenig trägt der Roman bei, sie plastisch und einfühlsam erfahrbar zu machen.
8 von
9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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leider unspannend.
von
Bine
aus
Hollabrunn, Österreich
am
22.09.2012
Wer spannende, fesselnde Romane a la "Wallander" liebt, der sollte sich dieses Buch von Mankell nicht kaufen, denn hier wartet man sieben, acht Stunden lang vergeblich auf einen Höhepunkt. Immer wieder fragt man sich beim Hören: worauf will der Autor eigentlich hinaus?
Erst als die Hauptfigur Hanna, (die sich - für den Leser nicht wirklich verständlich - mitten in der Geschichte plötzlich Ana nennt) sich für eine inhaftierte Schwarze einsetzt, glaubt man, am Ziel der elendslangen Vorgeschichte zu sein.
Mankell schreibt diesen Roman in extrem kurzen Sätzen. Verstärkt durch den monotonen Erzählstil von Sprecher Jürgen Holdorf wird der Leser/Hörer damit derart auf Distanz zur Geschichte gehalten, dass einen das Schicksal der Figuren letztendlich kalt lässt.
Unterm Schlussstrich bleibt nur eine wenig in die Tiefe gehende Erzählung von Apartheid und Rassentrennung im Afrika um 1900.
7 von
8 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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Leider ein Fehlkauf...
von
Kristina
aus
Vilnius, Litauen
am
03.12.2012
Ich bin durch eine positive Rezension auf diesen Roman aufmerksam geworden - besser wäre es, wenn ich die Bewertung meines "Vorschreibers" gelesen hätte, der ich mich jetzt nur anschließen kann.
Figuren nicht überzeugend, ohne Entwicklung, obwohl gerade die Entwicklung vom Autor immer wieder betont wird, keine innerliche Spannung, kein richtiger Konflikt, die Haupthandlungslinie ist viel zu langatmig, durch Belanglosigkeiten und banale moralische Hinweise erschwert... Zunächst habe ich auf eine Art Saga gefreut, leider war das ganz schnell vorbei, ich weiß es nicht, ob ich es zu Ende hören werde.
Literarisch und unterhaltungstechnisch leider minderwertig, der Sprecher ist zwar auch keine Glanzleistung, aber bei einem anderen Buch würde seine Art gar nicht auffallen...
3 von
4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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