Gott bewahre
KRITIKERSTIMMEN:
Das Buch steckt voller böser, sehr lustiger Ideen, es ist blasphemisch, schamlos, und es entlarvt mit seiner neuen Passionsgeschichte falsche Propheten, Doppelmoral und Kapitalismus.
-- taz
BESCHREIBUNG
"Da kommt Gott - tut so, als wärt ihr beschäftigt." Denn Gott ist stinksauer. Nachdem Er sich im Himmel eine einwöchige Auszeit für einen Angelurlaub gegönnt hat, kehrt Er nach etwa vierhundertfünfzig Jahren (ein Tag im Himmel entspricht 57 Erdenjahren) wieder zurück an Seinen Schreibtisch und muss mitansehen, wie die Erde in der Zwischenzeit den Bach runtergegangen ist. Umweltsünden, Kriege, moralischer Verfall, kirchliche Hassprediger, skrupellose Kommerzialisierung - die Menschen sind auf dem besten Weg, sich selbst zu zerstören. Und so bleibt Gott nichts anderes übrig, als Seinen Sohn Jesus Christus, dem es im Himmel blendend geht und der mit Jimi Hendrix Gitarre spielt und Joints raucht, wieder auf die Erde zu schicken, um Gutes zu tun und das einzig wahre Gebot SEID LIEB zu predigen.
Widerwillig landet Jesus in New York und versucht zunächst erfolglos als Sänger und Gitarrist in einer Rockband Gehör zu finden. Derweil schart er seine ersten Jünger um sich - Drogenabhängige, Gescheiterte, Obdachlose, denen er zu helfen versucht. Als seine Mission, die Massen zu erreichen, zu scheitern droht, greift er zum letzten Mittel: Er nimmt an einer Castingshow teil. Damit beginnt eine denkwürdige Odyssee quer durch Amerika.
©2011 Wilhelm Heyne Verlag, München (P)2011 Random House Audio
Hörer, die dieses Hörbuch gekauft haben, hörten auch:
Die hilfreichsten Hörerrezensionen
Ob das dem Papst gefällt? ;-)
von
holgerblank
aus
Sonthofen, Deutschland
am
04.09.2011
John Niven hat die Geschichte von Jesus in unsere Zeit transportiert, indem er sie clever interpretiert und frech neu erzählt. Ob ihm das gelungen ist, hängt von der Perspektive ab, aus der man diese besondere Geschichte betrachtet. Bigotte Heuchler werden sich ertappt fühlen und deshalb keinen Spaß an diesem Hörbuch haben. Man muss schon bereit sein die Kernbotschaft so zu verstehen, wie sie schon immer gemeint war. SEID LIEB. Tiefer gehende Botschaften darf man allerdings nicht erwarten. John Niven begnügt sich damit, seine Leser / Zuhörer mit einer kräftigen Prise Humor zu unterhalten. Ab und zu driftet er in die Welt der 60er ab und lässt seine Figuren fast zu Blumenkindern verkommen, um dann aber fast immer die Kurve in die Gegenwart zu bekommen. Das Hörbuch ist insgesamt kurzweilig und humorvoll gestaltet. Ich fühle mich bestens unterhalten und habe ab und zu kräftig lachen können. Dazu hat der Erzähler Gerd Köster intensiv beigetragen. Er haucht den Figuren durch seine Stimme Leben ein und gibt ihnen jeweils einen eigenen Charakter.
49 von
51 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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Ein Buch, in dem viel Wahrheit steckt
von
Anja Schmidt
aus
Aachen, Deutschland
am
11.10.2011
Ich habe nach dem Anhören der Hörprobe lange mit mir gerungen, ob ich dieses Hörbuch wirklich hören möchte; einerseits, weil die Sprache in der Tat recht derb ist und keinesfalls zu meinem täglichen Sprachgebrauch gehört, andererseits, weil ich der Meinung bin, dass die Hörprobe denkbar schlecht gewählt ist und den Sprechkünsten Herrn Kösters keinesfalls gerecht wird. Die Hörprobe fand ich einschläfernd und hätte nie damit gerechnet, dass der Sprecher mich mehr als positiv überraschen würde.
Zum Inhalt wurde schon vieles Geschrieben: Teils so lustig, dass ich laut lachen musste, teils traurig, immer zum Nachdenken anregend.
Den ersten Teil finde ich persönlich inhaltlich stärker; die Story flacht dann doch etwas ab.
Dennoch bereue ich den Kauf kein bisschen; ich habe jede Minute des wirklich phantastisch gelesenen Buchs genossen. Ein Dank also auch an Gerd Köster, der jede Person so differenziert gesprochen hat, dass ich stets auf Anhieb erkennen konnte, welcher Charakter denn nun gerade etwas sagt!
Den Leuten, die die Sprache bemängeln, sei allerdings noch gesagt, dass sie die Kernaussage des Buchs absolut nicht verstanden haben. Meiner Meinung nach DARF dieses Buch gar keine andere Sprache haben (lediglich mehr Abwechslung... nach dem 47drölfzigsten "Pisser" erregt nämlich auch das kein Aufsehen mehr), ist die Grundaussage doch: "Es ist egal, woher du kommst, wie du aussiehst und wie du dich ausdrückst, ganz egal, wie dein Auftreten ist: Wichtig ist, dass du deinen Nächsten vernünftig behandelst!"
Die, die hier so auf der Sprache des Buchs rumhacken, sind dann vermutlich genau die "Scheinheiligen", die der Autor kritisiert: Leute, die den äußeren Anschein immer wahren wollen, stets gestriegelt und wohl artikuliert sind, dabei aber selbst die meisten Leichen im Keller liegen haben. Jene (seien es Kredithaie, Spendenveruntreuer, lügende Politiker oder einfach nur die stets adrett gekleidete und frisierte Frau Nachbarin, jeden Sonntag brav in der Kirche und anschließend mit dem selbstgebackenen Kuchen bei der anschließenden Wohltätigkeitsveranstaltung, ansonsten gerne hinter der Gardine, um auch ja die "fehlende Moral" der Nachbarn zu betratschen) sind aufgrund ihrer äußeren Erscheinungen in der Gesellschaft eher akzeptiert als ein - um in der Sprache des Buchs zu schreiben - abgefuckter Punk auf der Straße, der sich um seinen Saufkumpanen und den Hund besser kümmert als manche Eltern um ihre Kinder, auch wenn er sich nicht gewählt ausdrückt und nicht den finanziellen Background der oben genannten Schicht hat...
Tja, dieses Buch ist eben nichts für Scheinmoralisten!
[Seit wann funktionieren keine Absätze mehr in den Rezensionen? Ohne leserliche Formatierung sind die Rezensionen wirklich eine Zumutung!]
47 von
48 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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Genial
von
Mick
aus
Deutschland
am
07.09.2011
Das beste Buch der letzten Jahre. Phantastisch. Phantasievoll. Nur nix für Papst-Fans
18 von
30 Hörern fanden diese Rezension hilfreich.
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Neueste Hörerrezensionen
Interessante Idee, doch die Sprache....
von
Bärbel
aus
REUTLINGEN, Deutschland
am
27.04.2013
Das Buch ist sehr lebendig gesprochen, die Sprache ist sehr gewöhnungsbedürftig und mir schon zu hart. Vielleicht liegt es an der zu direkten Übersetzung, dies hätte man doch etwas gesellschaftsfähiger tun können.
Die Idee des Buches fand ich aber gut und durchaus denkbar. Wenn mich die "Ausdrücke" nicht so sehr gestört hätten wäre es ein tolles Buch, so kann ich nur 3 Sterne geben.
Gerd Köster hat es spannend gelesen.
1 von
2 Hörern fanden diese Meinung hilfreich.
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Gläubige nehmt ein bisschen Abstand
von
tray-park
aus
Maintal, Deutschland
am
26.04.2013
Manche würden es als Gotteslästerung ansehen, aber ganz ehrlich, man mag diesen Jesus genauso, wie den "echten" aus der Bibel. Er ist bis ins kleinste Zellchen komplett aus Liebe. Einige Wörter und Äußerungen sind derb, vorallem in der Hölle (so soll die Hölle ja auch angeblich sein), aber die restliche Geschichte ist einfach nur schön und witzig, es regt dazu an, in der heutigen Welt wieder Gutes zu tun. Danke für dieses tolle Buch.
0 von
0 Hörern fanden diese Meinung hilfreich.
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Davor sollte man sich nicht bewahren...
von
irinsge
aus
Rheinbach, Deutschland
am
14.03.2013
...sondern dieses Buch als Pflichtlektüre einführen. Viel Schwung in ein eingestaubtes Thema zu bringen ist nicht einfach, hier aber gekonnt durchgeführt. Kreativ, zum Nachdenken anregend, komisch, tragisch, lustig. Wem Christopher Moore gefällt (ich persönlich liebe ihn), könnte auch dieses Hörbuch mögen. Es nimmt kein Blatt vor den Mund und schneidet vielseitig Themen an, die mit viel Witz behandelt werden, wobei auch immer der Ernst der Sache gerade dadurch hervorgehoben wird. Ich habe gelacht, ich habe ungläubig den Kopf geschüttelt, ich habe nachgedacht. Was will man mehr? Geschmackssache ist es sicherlich, auf derben, schwarzen Humor sollte man schon stehen.
0 von
0 Hörern fanden diese Meinung hilfreich.
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