Das achte Kind
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Berättare:
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Fabian Busch
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Av:
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Alem Grabovac
»Ein ganz besonderer deutscher Bildungsroman« Maxim Biller
Dein Vater ein Taugenichts, dein Pflegevater ein Nazi, dein Stiefvater ein brutaler Säufer: Alem Grabovac beschreibt ein Leben, zu krass, um es sich auszudenken.
Smilja schuftet als Gastarbeiterin in der Schokoladenfabrik, ihr Mann Emir, ein feierfreudiger Kleinganove, landet später im berüchtigten Gefängnis Goli Otok in Jugoslawien. Nach der Geburt ihres Sohnes Alem trifft Smilja eine folgenschwere Entscheidung: Ihr Baby wächst bei einer strengen deutschen Pflegefamilie mit sieben eigenen Kindern auf. Jedes zweite Wochenende aber verbringt der Junge mit seiner Mutter und ihrem neuen gewalttätigen Freund im Frankfurter Bahnhofsmilieu. Erst als Erwachsener macht sich Alem auf die Suche nach seinem leiblichen Vater. Alem Grabovac erzählt die erschütternde Geschichte eines extremen Aufwachsens, ungeschönt und ohne Wertung.
Kein Fleisch, kein Fisch... kein Gastarbeiterkind, aber auch kein Jugoslave... Alem ist hin und hergerissen zwischen seltsamen Weltanschauungen und skurilen Weisheiten, zwischen Mutterliebe und seiner Pflegefamilie. Das Buch lässt erahnen, wie sich Kinder von Einwanderern fühlen müssen. Und es gibt einen Einblick speziell auf die Gastarbeiter aus dem ehemaligen Jugoslavien, die nach dem Krieg nach Deutschland gekommen sind.
Nach dem Lesen des Klappentextes dachte ich zunächst, es ist ein tieferschütterndes Drama von Vernachlässigung und Mißbrauch. Auch das Cover deutet nichts gutes an. Aber die Geschichte ist in der Retrospektive eher versöhnlich, mit Verständnis für alle Parteien und bisweilen sogar urkomisch geschrieben.
Ich hab einen Rezensionsschnipsel gefunden, der das Buch ganz treffend beschreibt: „Als Schilderung einer Jugend in den Siebziger- und Achtzigerjahren entwickelt das Buch tatsächlich einen großen Reiz, nicht nur wegen der eingefügten kulturellen Referenzen, wegen der Popsongs und Markennamen, der aufkommenden Geräte oder der Erinnerungen an Großereignisse der Sportgeschichte. Zugleich vermittelt Grabovac ein Bild davon, wie ein Kind zwischen den Kulturen steht und in seinem Bemühen, beiden Traditionen gerecht zu werden, doch um harte Entscheidungen nicht herumkommt.“ (Tilman Speckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Und Fabian Busch liest treffend. Mit jugendlich leichter Stimme dramatisiert er nicht, sondern trifft den versöhnlich, verständnisvollen Stil des Autors. Das Hörbuch ist kurzweilig und sehr interessant. Mir hat es gut gefallen. Ob Fabian Busch allerdings für den Vortrag den Hörbuchpreis als bester Interpret verdient hat... Ich glaube, da gäbe es geeignetere Kandidaten für.
Kurzweilige Kindheits- und Lebensgeschichte
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Hat mir wirklich gut gefallen
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Super!
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Sehr bewegend
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Ein Leben zwischen schwäbischer Kleinstadt und dem Balkan
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