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Autor: Brigitte E.S. Jansen
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GfA – Der Podcast greift aktuelle, gesellschaftlich relevante und zugleich zeitlose Themen aus Arbeitswelt, Technologie, Recht, Wissenschaft und Kultur auf. Der Podcast der Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V. verbindet unterschiedliche Perspektiven und ordnet Entwicklungen ein, die unsere Arbeits- und Lebenswelt verändern. Die Themen reichen von Künstlicher Intelligenz und digitaler Transformation über gesellschaftliche und ökologische Fragen bis zu rechtlichen, wirtschaftlichen und methodischen Aspekten. Einzelne Themen werden dabei auch in mehrteiligen Reihen vertieft. Regelmäßig neue Episoden bieten Hintergrundwissen, Denkanstöße und Orientierung – sachlich, interdisziplinär und mit Blick auf die Entwicklungen von heute und morgen.Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V., c/o Dr. Brigitte E.S. Jansen Ekonomia Zarządzanie i przywództwo
  • Das Bewusstsein der Maschinen
    Oct 1 2026
    Die dritte Folge des Kommunikationsbogens bringt den Gegenspieler. Wo Serres zeigte, dass jede Ordnung sich gegen ein Rauschen behauptet, das von außen kommt, lehnt Gilles Deleuze in „Logik des Sinns" (1969) die Grundannahme ab, es gebe überhaupt etwas zu tragen: Sinn wird nicht herangeschafft, sondern erzeugt, an der Oberfläche, seriell, und mit Hilfe des Unsinns.
    Vorgestellt werden die eigenwillige Form des Buches (vierunddreißig Serien statt Kapitel) und seine beiden Hausgeister, Lewis Carroll und die Stoiker, die beiden Momente, in denen der Sinn an der Oberfläche statt in der Tiefe gesucht wurde. Der tragende Abschnitt rekonstruiert die stoische Unterscheidung von Körpern und Unkörperlichem: das Messer, das Fleisch, und das Geschnittenwerden, das kein dritter Körper ist; die Schlacht, die über dem Schlachtfeld schwebt; Sinn als unkörperliches Ereignis, das besteht, aber nicht existiert. Carrolls Regresse, die Schildkröte gegen Achilles und das viergeschossige Lied des Weißen Ritters, zeigen, dass die Sprache kein Erdgeschoss hat. Was die Serien statt eines Fundaments antreibt, ist das paradoxe Element: Kofferwörter, der Snark, und das leere Feld des Schiebepuzzles, das einzige Feld ohne Wert und der einzige Grund, warum sich etwas bewegt.
    Es folgt die Rehabilitierung des Paradoxes als das, was Denken erzwingt, mit dem im Deutschen besonders sichtbaren Doppelsinn von Sinn als Bedeutung und Richtung, und mit Russells Typenlehre und Tarskis Stufen als Ausschluss des Dritten in amtlicher Kleidung. Ein Vergleich trennt sauber zwei Arten von Unsinn: bei Serres ein körperlicher Ozean von außen, bei Deleuze ein unkörperliches Loch von innen, also die beiden Grenzen des Sinns. Zum Schluss wird die Leitfrage der Reihe erstmals vollständig formuliert und zweimal angewendet: auf Maschinen, die durch kein Paradox aufzuhalten sind, und auf uns, auf Behördendeutsch, Leitbilder und Sitzungsprotokolle.
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    30 min
  • Das Bewusstsein der Maschinen 8:
    Sep 3 2026
    Die Folge beginnt bei Claude Shannons berühmter Arbeit von 1948, bei Information als Unwahrscheinlichkeit und bei dem Schaubild, das dem zwanzigsten Jahrhundert beigebracht hat, Kommunikation als Linie zwischen zwei Punkten zu denken. Beim Nachzählen hat dieses Schaubild jedoch nicht fünf, sondern sechs Kästen: Unter dem Kanal sitzt die Rauschquelle, als zweite Quelle, ebenso solide gezeichnet wie die erste. Genau dort setzt Michel Serres an.
    Vorgestellt wird der Sohn eines Binnenschiffers von der Garonne, Marineschüler, Mathematiker, Leibniz-Forscher, für den Hiroshima der eigentliche Gegenstand der Philosophie blieb, und der fünf Bücher unter dem Namen Hermes schrieb: Bote, Händler, Übersetzer und Dieb, also die eingebaute Warnung, dass Vermittlung nie unschuldig ist. Daraus folgt Kommunikation als Übersetzung statt Transport, mit der Umkehrung von Shannons Erfolgsbegriff: Die Abweichung ist nicht das Scheitern der Nachricht, sie ist die Nachricht.
    Mehr in in den Shownotes.
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    27 min
  • Das Bewusstsein der Maschinen - Folge 7
    Aug 13 2026
    Nach längerer Pause nimmt die Reihe einen neuen Anlauf, und zwar mit einer Verschiebung: Sechs Folgen lang ging es um Bewusstsein, und dabei wurde durchgehend etwas benutzt, das nie untersucht wurde, nämlich Kommunikation. Die neue sechs Folgen gehen darauf ein und schlagen einen Bogen.
    Themen der Folge
    - Wiedereinstieg nach der Pause: warum die Bewusstseinsfrage leicht neben dem Ziel lag
    - Luhmanns Biografie als Grundlage der Theorie: Verwaltung, Harvard, Bielefeld
    - Der Zettelkasten und das Kriterium des Partners: Überraschung
    - Operative Geschlossenheit des Bewusstseins; die Leitungsmetapher im Deutschen
    - Doppelte Kontingenz als Zündung statt Lähmung
    - Kommunikation als drittes System; Bewusstsein als dessen Umwelt
    - Die drei Selektionen: Information, Mitteilung, Verstehen
    - Die zuschlagende Tür: Wind oder Mitteilung
    - Vollendung am Empfängerende; Missverstehen als Kommunikation; Anschlussfähigkeit
    - Die drei Unwahrscheinlichkeiten und ihre Medien
    - Der Mensch als Umwelt: der kalte Satz und sein humaner Kern
    - Maschinen im Buchstaben der Theorie; der doppelte Schnitt
    - Ausblick auf Folge 08: Michel Serres und der Parasit
    Rozwiń Zwiń
    27 min
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