Gegen den Strom Titelbild

Gegen den Strom

Gegen den Strom

Von: Patrik Baab
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Über diesen Titel
GEGEN DEN STROM ist das Interview- und Analyseformat von Patrik Baab. Im Fokus: geopolitische Machtverschiebungen, Medienkritik, transatlantische Strukturen, Eurasien sowie Krieg und Frieden – mit historischem Tiefgang und politischer Brisanz. Zu Gast sind Militärs, Diplomaten, Wissenschaftler, Journalisten und Künstler mit einer anderen Perspektive, als sie in den etablierten Medien zu hören ist. Folgt GEGEN DEN STROM auf Spotify! Unterstützung: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzenPatrik Baab Politik & Regierungen
  • Igor Sekreta: Wie kann der Ukrainekrieg enden? Belarus über Frieden und eine neue Sicherheitsordnung
    Nov 5 2026

    Warum scheiterten die Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine im Frühjahr 2022? Und welche Voraussetzungen braucht es, um den Krieg zu beenden?

    Im Gespräch mit Patrik Baab spricht Igor Sekreta, stellvertretender Außenminister von Belarus, über die Perspektive seines Landes auf den Ukrainekrieg, die gescheiterten Friedensgespräche und eine neue Sicherheitsordnung in Eurasien.

    Sekreta lehnt die Einteilung in Gewinner und Verlierer ab. Seine Position: Alle Länder der Region hätten durch diesen Krieg verloren. Statt die militärische Konfrontation fortzusetzen, brauche es Verhandlungen, Sicherheitsgarantien und eine langfristige Friedensordnung.

    Ein Schwerpunkt ist der Verhandlungsprozess im Frühjahr 2022. Sekreta schildert, welche Rolle Belarus als Verhandlungsort spielte, warum seiner Ansicht nach keine Einigung zustande kam und welche politischen Entscheidungen den Friedensprozess scheitern ließen.

    Darüber hinaus stellt er eine neue Sicherheitsarchitektur für Eurasien vor. Dabei sollen auch Russland, China und weitere Staaten einbezogen werden. Eine entsprechende Sicherheitscharta soll einen Rahmen für gemeinsame Interessen und langfristige Stabilität schaffen.

    Auch die deutsch-belarussischen Beziehungen kommen zur Sprache. Sekreta kritisiert die Verschlechterung der diplomatischen Kontakte und plädiert für eine Wiederaufnahme des Dialogs.

    Zum Schluss geht es um die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und die Gefahr einer nuklearen Eskalation. Sekreta warnt vor den Risiken der gegenwärtigen Konfrontation und fordert, gemeinsame Interessen stärker in den Mittelpunkt der Diplomatie zu stellen.

    Themen dieser Folge:

    – Kann der Ukrainekrieg durch Verhandlungen beendet werden?
    – Warum Sekreta Gewinner und Verlierer ablehnt
    – Belarus und die Friedensverhandlungen 2022
    – Warum der damalige Friedensprozess scheiterte
    – Russlands Sicherheitsinteressen und Sicherheitsgarantien
    – Eine neue Sicherheitsordnung für Eurasien
    – Die geplante eurasische Sicherheitscharta
    – Deutschland und Belarus
    – Geschichtsrevisionismus und der Zweite Weltkrieg
    – Die Gefahr einer nuklearen Eskalation
    – Die Rolle der Diplomatie

    Igor Sekreta:

    „Jedes Land in der Region hat durch diesen Konflikt verloren.“

    (Übersetzung aus dem Englischen)

    Kapitel:

    00:00 – Intro
    01:31 – Aussichten auf ein Kriegsende & die Rolle von Belarus
    03:36 – Wer verliert in diesem Konflikt?
    06:35 – Die Friedensverhandlungen im Frühjahr 2022
    08:40 – Neue Sicherheitsordnung im eurasischen Raum (Charta-Prozess)
    11:06 – Deutsch-belarussische Beziehungen
    13:27 – Geschichtsrevisionismus & Lehren aus der Geschichte
    15:06 – Nukleare Eskalationsrisiken & Diplomatie

    Hinweis: Igor Sekreta vertritt als stellvertretender Außenminister die Perspektive der belarussischen Regierung. Seine Einschätzungen zu den Kriegsursachen und Friedensverhandlungen sind politische Positionen des Gesprächspartners. Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG.

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    17 Min.
  • Sabine Schiffer: Wie Medien zur Kriegspartei werden – Propaganda, Macht und Manipulation
    Nov 1 2026

    Sind Medien noch unabhängige Beobachter – oder werden sie selbst zur Kriegspartei?

    Die Medienwissenschaftlerin Prof. Sabine Schiffer kritisiert, dass Journalisten in Kriegs- und Krisenzeiten häufig die Sprache und Perspektiven von Regierungen, Thinktanks und Lobbygruppen übernehmen. Im Gespräch mit Patrik Baab erklärt sie, warum sie die Medien eher als „Getriebene“ sieht, die zugleich „kräftig mittreiben“.

    Wie entstehen Feindbilder? Warum werden Kriege unterschiedlich beschrieben? Und was passiert, wenn Journalisten ihre Rolle als kritische „vierte Gewalt“ aufgeben?

    Schiffer untersucht die Mechanismen hinter der Berichterstattung: strategische Kommunikation, Geheimdienstquellen, gezielt platzierte Informationen und PR-Apparate mit erheblichen finanziellen Ressourcen.

    Dabei geht es nicht nur um bewusste Einflussnahme. Auch ökonomischer Druck, Karriereanreize und die Angst, mit unbequemen Fragen anzuecken, können dazu führen, dass Redaktionen immer ähnlicher berichten.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist die Macht der Medienbesitzer und die Krise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Schiffer kritisiert dessen gegenwärtige Strukturen, hält aber an der Idee eines unabhängig finanzierten Journalismus fest.

    Auch transatlantische Netzwerke und europäische Regeln gegen Desinformation diskutiert sie kritisch – insbesondere dort, wo sie Gefahren für Meinungsfreiheit und journalistische Eigenständigkeit sieht.

    Das Gespräch endet nicht bei der Medienkritik: Schiffer zeigt, wie sich Nachrichten anhand von Wortwahl, Bildauswahl, Quellen und Auslassungen genauer prüfen lassen. Sie fordert systematische Medienbildung an Schulen und eine Demokratisierung der Medien.

    Buch:
    Sabine Schiffer – „Medienanalyse. Ein kritisches Lehrbuch“

    Kapitel:

    00:00 - Intro
    01:22 - Medien auf dem Weg in den Krieg?
    03:25 - Treiber oder Getriebene?
    06:53 - Feindbilder & Grundgesetz
    13:33 - Journalismus als Kriegspartei
    16:27 - Strategische Kommunikation & Geheimdienste
    22:42 - Kriegsberichterstattung & Aktualisierung
    27:11 - Ökonomischer Druck & Konformismus
    33:40 - Symptomberichte & Tabuthemen
    39:10 - Think Tanks & Medienpräsenz
    44:10 - PR-Apparate vs. freier Journalismus
    52:13 - Besitzverhältnisse & Rundfunkkrise
    55:15 - Versagen des öffentlich-rechtlichen Systems
    01:00:13 - Soziale Selektion im Journalismus
    01:07:54 - Transatlantische Netzwerke & Politiknähe
    01:12:30 - Zensur & Desinformationsdebatte
    01:16:17 - Manipulation & kritisches Lesen
    01:21:00 - Medienkompetenz an Schulen
    01:26:30 - Fazit: Demokratisierung der Medien

    Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Die politischen Einschätzungen und Vorwürfe geben die Perspektiven der Gesprächspartner wieder.

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    1 Std. und 28 Min.
  • (DEUTSCH) Joe Lauria: Wer regiert Amerika wirklich? Trump, Lobbyismus und die Krise der Demokratie
    Oct 31 2026

    Wer regiert die USA wirklich? Donald Trump, die gewählten Volksvertreter – oder die mächtigen Interessen hinter ihnen?

    Amerika steht vor den Midterm-Wahlen. Doch für den US-Journalisten Joe Lauria reicht der Blick auf Republikaner und Demokraten nicht aus, um die politische Krise seines Landes zu verstehen.

    Im Gespräch mit Patrik Baab zeichnet der Chefredakteur von „Consortium News“ das Bild einer Gesellschaft, in der wirtschaftliche Interessen, Lobbygruppen und die Rüstungsindustrie großen Einfluss auf politische Entscheidungen ausüben.

    Lauria kritisiert Trumps Außenpolitik, insbesondere den Krieg gegen Iran und die amerikanische Unterstützung Israels. Er erklärt, warum er bei den Zwischenwahlen mit erheblichen Verlusten für die Republikaner rechnet und welche Folgen das für Trump haben könnte.

    Doch die Krise reicht seiner Ansicht nach tiefer.

    Millionen amerikanische Arbeiter fühlen sich von beiden großen Parteien im Stich gelassen. Trump versprach, Industriearbeitsplätze zurückzubringen. Lauria bezweifelt, dass seine Zollpolitik dieses Versprechen erfüllen kann. Gleichzeitig bedroht künstliche Intelligenz zahlreiche Arbeitsplätze, während Gewerkschaften an Einfluss verloren haben.

    Wer vertritt diese Menschen noch?

    Auch die Medien stehen in der Kritik. Lauria beschreibt eine Öffentlichkeit, die zunehmend in zwei politische Lager zerfällt. Statt die Mächtigen zu kontrollieren, würden große Medienhäuser seiner Ansicht nach häufig die Interessen ihrer jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Verbündeten vertreten.

    Das Gespräch führt weiter zu Big Tech, KI in der Rüstungsindustrie, amerikanischen Stellvertreterkriegen und Trumps Personenkult. Lauria spricht über mögliche autoritäre Entwicklungen, die Grenzen der US-Verfassung und die Frage, ob J. D. Vance oder Marco Rubio Trumps politisches Erbe antreten könnten.

    Am Ende geht es um eine grundsätzliche Frage: Was passiert, wenn die Amerikaner das Vertrauen in ihre Demokratie verlieren?

    Lauria spricht von der „edlen Lüge“ – einem nationalen Selbstbild, das die Bevölkerung seiner Auffassung nach daran hindert, die tatsächlichen Machtverhältnisse zu erkennen.

    Ein Gespräch über Trump, die Midterms, politische Macht, soziale Spaltung und die Zukunft der amerikanischen Demokratie.

    Kapitel:

    00:00 - Intro
    02:13 - US-Midterm-Wahlen: Ausblick & Machtverhältnisse
    03:07 - US-Außenpolitik, Iran & die Rolle Israels
    06:15 - Wer regiert die USA wirklich? Parteien & Lobbymacht
    09:22 - Die Rolle von Big Tech und KI in der Rüstung
    10:48 - US-Wirtschaft: Arbeitsplätze, Zölle & die Arbeiterklasse
    14:58 - Vertrauensverlust & politische Repräsentation der Arbeiter
    17:35 - Mainstream-Medien, Polarisierung & Meinungsmache
    22:02 - Geopolitische Strategie: Stellvertreterkriege & Bündnispartner
    24:38 - Personenkult, Machtsymbole & die Verfassung
    29:36 - Mögliche Nachfolge im Weißen Haus: Vance oder Rubio?
    34:30 - US-Sicherheitsstrategie & Netzwerke in Europa
    36:01 - Soziale Spaltung & der Mythos der „Edlen Lüge“

    Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Politische Bewertungen, Vorwürfe und Prognosen des Gastes geben dessen Sichtweise wieder.

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    54 Min.
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