• Severin Summermatter: Interoperabilität steigert Empathie
    Oct 21 2026

    Interoperabilität steigert Empathie


    Wie können Gesundheitsdaten so eingesetzt werden, dass sie Versorgung verbessern, Mitarbeitende entlasten und Patientinnen und Patienten aktiv einbinden? In dieser Episode von Puls der Transformation sprechen wir mit Severin Summermatter, CEO von The i-Engineers, über Interoperabilität als Schlüssel für eine vernetzte Gesundheitsversorgung.


    Im Mittelpunkt steht eine Erfahrung, die viele Beschäftigte im Gesundheitswesen kennen: Dieselben Informationen werden häufig mehrfach erfasst, zwischen Systemen übertragen oder gar nicht rechtzeitig gefunden. Das kostet Zeit – Zeit, die für Behandlung, Kommunikation und persönliche Zuwendung fehlt.


    Severin Summermatter erläutert, wie Interoperabilitätsplattformen unterschiedliche Beteiligte und Systeme verbinden können: Patientinnen und Patienten, niedergelassene Praxen, Krankenhäuser, Versicherungen und medizinische Geräte. Dabei geht es nicht nur um technische Datenübertragung, sondern um digital unterstützte Prozesse entlang des gesamten Versorgungspfads – von der Terminbuchung und Zuweisung über den Krankenhausaufenthalt bis zur Nachsorge.


    Digitale Services für Patientinnen und Patienten gelingen nicht allein durch eine gute Oberfläche. Sie verändern Abläufe im Hintergrund: Termine müssen koordiniert, Kapazitäten geplant, Verantwortlichkeiten geklärt und neue Arbeitsweisen im Krankenhaus gemeinsam etabliert werden. Genau deshalb ist digitale Transformation immer auch Organisationsentwicklung.


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    23 Min.
  • Jochen Schmitt und Stefanie Deckert: Indikationsqualität meets Shared Decision Making
    Oct 7 2026

    Indikationsqualität meets Shared Decision Making


    Patientensicherheit ist kein Thema für einen einzelnen Aktionstag, sondern muss jeden Tag in der Versorgungspraxis gelebt werden. In dieser Episode von „Puls der Transformation“ sprechen wir mit Prof. Dr. Jochen Schmitt, Direktor des Zentrums für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV) am Universitätsklinikum Dresden und Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, sowie mit Dr. Stefanie Deckert, Leiterin des Fachbereichs Qualitäts- und Patientensicherheitsforschung am UKD. Gemeinsam diskutieren wir das Innovationsfonds-Projekt „Value Based TKR – Value‑based Total Knee Replacement“ und die Entwicklung einer digitalen, individualisierten Entscheidungshilfe für den Kniegelenkersatz.


    Kernaussagen der Episode

    * Value Based Healthcare: Versorgung soll sich an patientenrelevanten Outcomes und Kosten orientieren – gerade bei elektiven Eingriffen wie Kniegelenkersatz.

    * Indikationsqualität: Klare, evidenzbasierte Kriterien und eine S2K‑Leitlinie helfen, Über- und Unterversorgung bei Knieendoprothesen zu vermeiden.

    * Digitales EKE‑Tool: Eine individualisierte Entscheidungshilfe bündelt Beschwerden, Ziele und medizinische Daten und macht Leitlinienkriterien im Indikationsgespräch sichtbar.

    * Shared Decision Making: Patient:innen sehen ihre Situation im Vergleich zu anderen und entscheiden gemeinsam mit Ärzt:innen fundierter für oder gegen den Eingriff.

    * Evidenz: In einer Studie mit über 1.000 Patient:innen verbessert das Tool die Entscheidungsqualität im Vergleich zur üblichen Versorgung deutlich.

    * Umsetzung: Chancen für mehr Patientensicherheit und Transparenz, aber auch Herausforderungen bei älteren Patient:innen, Gesundheitskompetenz und praktischer Integration in den Klinikalltag.


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    26 Min.
  • Susanne Reger-Tan: Digitalisierung in der Diabetologie - Heute und Morgen
    Sep 16 2026

    Digitalisierung in der Diabetologie - Heute und Morgen


    Zum Welttag der Patientensicherheit sprechen wir mit Prof. Dr. Susanne Reger‑Tan, Direktorin und Chefärztin der Klinik für Diabetologie und Endokrinologie am Herz‑ und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen. Wir diskutieren, wie Digitalisierung in der Diabetologie Patientensicherheit konkret verbessern kann – und warum das Gesundheitssystem diese Chancen bisher nur teilweise nutzt.


    Inhalt der Episode – Kernthemen

    • Digitalisierung als zentraler Bestandteil moderner Diabetologie
Wie kontinuierliche Glukosemessung, automatisierte Insulindosierung und vernetzte Daten die Versorgung sicherer und alltagsnaher machen.
    • Patientensicherheit bei stationären Aufenthalten
Warum Diabetes‑Diagnosen bei Aufnahme, OP‑Planung und Intensivversorgung oft nicht systematisch berücksichtigt werden – und welche Folgen das für Komplikationen und Liegezeiten hat.
    • Unterversorgte Bereiche und Nadelöhre der Expertise
Wie begrenzte Fachkompetenz und fehlende Vernetzung dazu führen, dass vorhandene Technologien Menschen mit Diabetes nicht überall erreichen, etwa nach Bauchspeicheldrüsen‑Operationen oder bei orthopädischen Eingriffen.
    • Rolle von Datenstrukturen und Transparenz
Weshalb strukturierte Dokumentation, interoperable Systeme und geteilte Daten notwendig sind, um Risiken sichtbar zu machen, aus Komplikationen zu lernen und Patientensicherheit systematisch zu verbessern.
    • Digitalkodex der Deutschen Diabetes Gesellschaft
Der Digitalkodex als ethisch‑medizinische Leitplanke für verantwortungsvolle Digitalisierung: Evidenz, Datenschutz, Interoperabilität und Teilhabe als zentrale Prinzipien.
    • Fehlgeleitete finanzielle Anreize
Warum das aktuelle Vergütungssystem häufig Re‑Operationen und Nachsorge belohnt – und Investitionen in Prävention, digitale Sicherheitslösungen und Versorgungsqualität zu wenig incentiviert.
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    30 Min.
  • Jens Kleesiek und Felix Nensa: KI ist der Hammer
    Sep 2 2026

    KI ist der Hammer


    In dieser Folge von „Puls der Transformation“ sprechen wir mit Prof. Jens Kleesiek und Prof. Felix Nensa vom IKIM der Universitätsmedizin Essen über den realistischen, praxisnahen Einsatz von KI in der Medizin.

    Wir diskutieren, warum KI in der Klinik vor allem als Werkzeug verstanden werden sollte, welche Chancen und Risiken sich im Hochrisiko-Umfeld Krankenhaus ergeben und wie technische und organisatorische Maßnahmen (z.B. on-premise-Rechenzentren, Zero-Trust-Ansätze) zur sicheren Nutzung beitragen.


    Außerdem geht es um Explainable AI, die Bedeutung von Schulung und „gesundem Menschenverstand“ im klinischen Alltag, das deutsche „Bedenkenträgertum“ im internationalen Vergleich und die Frage, ob KI wirklich eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit darstellt – oder ob wir nicht eher uns selbst mit Hilfe von Werkzeugen wie KI schaden können.



    Fragen, Anregungen oder Feedback zur Folge?Schreib uns gerne an: podcast@gqmg.de

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    30 Min.
  • Christof von Kalle: Digitalisierung bringt Patienteninnenautonomie
    Aug 19 2026

    Digitalisierung bringt Patient:innenautonomie


    Wie kann Digitalisierung die Autonomie von Patient:innen wirklich stärken – statt nur ein weiteres Buzzword im Gesundheitswesen zu sein? Darüber sprechen wir in dieser Episode von „Puls der Transformation“ mit Prof. Christof von Kalle, Chair für klinisch translationale Wissenschaften am Berlin Institute of Health der Charité.


    Im Gespräch geht es unter anderem um:

    * Patient:innenautonomie: Was es bedeutet, Behandlung zu verstehen, mitzugestalten und Entscheidungen informiert treffen zu können.

    * Patientenzentrierter Datenraum: Warum Daten Patient:innen über die gesamte Versorgung hinweg begleiten sollten – statt in Silos von Kliniken und Praxen zu verschwinden.

    * Elektronische Patientenakte (ePA): Wieso sie nur dann Mehrwert bietet, wenn sie vollständig, durchgängig und verständlich befüllt ist.

    * KI und Large Language Models: Wie Chatbots heute schon helfen, Arztbriefe zu erklären – und warum manche Patient:innen sie als empathischer erleben als den kurzen Kontakt in der Sprechstunde.

    * Demokratisierung des Zugangs: Wie digitale Lösungen die Chancen auf spezialisierte Zentren und Studien auch fernab der großen Unikliniken verbessern können.

    * Gesundheitskompetenz: Weshalb Lebensstil, Prävention und das Verständnis der eigenen Risiken zentral sind – und digitale Tools diese Kompetenz unterstützen, aber nicht ersetzen.

    * Datenschutz vs. Patientenschutz: Warum „Patientenschutz ist Datenschutz – aber Datenschutz ist auch Patientenschutz“ gilt, und weshalb reine Datensicherheitslogik Patient:innenrechte auch einschränken kann.

    * Rolle des Staates: Wieso der Gesetzgeber Rahmen setzen sollte (z.B. ePA, Datenflüsse), Innovation bei Funktionen und Tools aber aus dem Markt kommen muss.


    Ein besonders prägnanter Punkt von Prof. von Kalle: Wenn Gesundheitsdaten so „geschützt“ werden, dass Patient:innen sie nicht sinnvoll nutzen können, verfehlt Datenschutz seinen Zweck – etwa, wenn sie dadurch lebensverlängernde Studien oder passende Behandlungsoptionen gar nicht erst finden.


    Wenn dir diese Folge gefallen hat, freuen wir uns über eine Bewertung, dein Abo und dein Feedback. Schreib uns gern an podcast@gqm.de und teile die Episode mit Menschen, für die das Thema Patient:innenautonomie und Digitalisierung im Gesundheitswesen wichtig ist.

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    28 Min.
  • Jens Schick: Digitale Versorgungsqualität
    Aug 5 2026

    In dieser Episode sprechen wir mit Dr. Jens Schick, COO der Sana Kliniken AG und Präsident der Initiative Qualitätsmedizin (IQM).


    Dr. Schick verantwortet seit vielen Jahren das operative Geschäft eines integrierten Gesundheitsdienstleisters mit 59 Krankenhausstandorten, rund 650 Arztpraxen und einem Umsatz von knapp 4 Milliarden Euro. Er gibt einen tiefen Einblick, wie digitale Transformation in einem großen Klinikverbund ganz konkret gedacht, organisiert und umgesetzt wird.

    Themen dieser Episode:

    * Vom Krankenhausbetreiber zum integrierten Gesundheitsdienstleister entlang der Patient Journey

    * Regionale Clusterstrukturen: Warum Vernetzung immer lokal beginnt

    * Das Sana-Patientenportal als digitaler Eingang für Patientinnen und Patienten

    * Grenzen der Sektorentrennung: Warum echte Durchlässigkeit in Deutschland so schwer umzusetzen ist

    * Change in der Praxis: Wie Mitarbeitende Medizin und Pflege digitale Projekte neben dem Versorgungsalltag stemmen

    * Qualifikation und Rollen der „Key User“ in Transformationsprojekten

    * Umgang mit knappen Ressourcen bei IT-Anbietern und in den Kliniken

    * Ergebnisqualität messen: Routinedaten, Peer Reviews und die Rolle von IQM

    * Digitale Transformation als konsequentes Qualitätsmanagement

    Ein zentrales Fazit von Dr. Schick: Digitale Transformation ist kein Selbstzweck. Sie muss Prozesse verbessern, Bürokratie reduzieren und die Versorgungsqualität messbar erhöhen – sonst lohnt sich der Aufwand nicht.


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    25 Min.
  • Sebastian Junghans: Wenn Erfahrung in Rente geht - Wissen sichern!
    Jul 15 2026

    Wenn Erfahrung in Rente geht - Wissen sichern!


    In dieser Episode sprechen wir mit Dr. Sebastian Junghans, einem der Gründer von Implix. Implix entwickelt KI-basierte Lösungen, um Unternehmens- und Erfahrungswissen systematisch zu erfassen, zu strukturieren und für Onboarding, Pflichtschulungen und den Arbeitsalltag nutzbar zu machen. Dr. Junghans zeigt, wie implizites Wissen – also das, was in den Köpfen erfahrener Mitarbeitender steckt – mithilfe moderner KI-Methoden gehoben und in lernbare Formate überführt werden kann.


    Themen dieser Episode:

    * Was Unternehmens-, Erfahrungs- und implizites Wissen auszeichnet

    * Warum 80–90% des Wissens einer Organisation in Köpfen steckt – und nicht in Handbüchern oder Wikis

    * Wie KI-gestützte, adaptive Interviews Prozesswissen analysieren, Wissenslücken erkennen und gezielt Expert:innen befragen

    * Wie aus unstrukturierten Gesprächen strukturierte Wissensdatenbanken und didaktisch aufgebaute Lernkurse entstehen

    * Onboarding neu gedacht: Wie sich Einlernzeiten deutlich verkürzen und Wissensretention verbessern lässt

    * Einsatz in Pflichtschulungen: individuell, kontextbezogen und effizienter als „One-size-fits-all“-Trainings

    * Wissenssicherung im Kontext von Fachkräftemangel, Fluktuation und dem demografischen Wandel

    * Warum KI den Menschen nicht ersetzt, sondern ihn unterstützt, Erfahrungswissen zu sichern und zu teilen


    Ein zentrales Motiv der Folge: „Von den Köpfen in die Köpfe“. Implix zeigt, wie KI helfen kann, wertvolles Erfahrungswissen erfahrener Kolleg:innen zu sichern, Onboarding zu beschleunigen und Organisationen resilienter gegenüber Fachkräftemangel zu machen.


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    22 Min.
  • Ansgar Jonietz: Medizin verständlich machen
    Jul 1 2026

    Medizin verständlich machen


    Wie werden aus nüchternen ICD- und OPS-Codes verständliche Patientenbriefe – ganz ohne Mehraufwand für das Klinikpersonal? Darüber sprechen wir mit Ansgar Jonietz, geschäftsführender Gesellschafter von „Was hab’ ich?“.


    In dieser Episode von „Puls der Transformation“, dem Interview-Podcast der GQMG, sprechen wir mit Ansgar Jonietz, geschäftsführender Gesellschafter von „Was hab’ ich?“, über verständliche Gesundheitsinformationen und die Rolle von Routinedaten.


    Wir gehen der Frage nach, wie sich aus strukturierten Abrechnungsdaten (ICD- und OPS-Codes) vollautomatisiert individualisierte Patientenbriefe erzeugen lassen – in leicht verständlicher Sprache, regelbasiert, ohne KI-Halluzinationen und direkt ans Krankenhausinformationssystem angebunden.


    Du erfährst unter anderem:

    * wie „Was hab’ ich?“ mit der Übersetzung von Befunden in einfache Sprache gestartet ist

    * warum Arztbriefe für Fachkommunikation gedacht sind und Patientenbriefe eigene Anforderungen haben

    * wie eine ärztliche Redaktion hunderttausende Textbausteine für Diagnosen und Varianten (z.B. Seitigkeit, Therapiesicherheit) erstellt hat

    * wie die Software an KIS-Systeme angebunden wird und welche Rolle Abrechnungsdaten als Datengrundlage spielen

    * welche Wege es gibt, Patientenbriefe bereitzustellen (Post, Patientenportal, ePA)

    * welche Ergebnisse eine randomisiert-kontrollierte Studie am Herzzentrum Dresden zur Gesundheitskompetenz der Patient:innen gezeigt hat

    * warum gerade dieser Ansatz der EPA und Patientenportalen erstmals spürbaren Mehrwert für Patient:innen geben kann


    
Patientenbriefe sind eine vergleichsweise einfache Intervention – ein automatisch erstelltes Dokument – und erhöhen dennoch nachweislich die Gesundheitskompetenz.

    
Wer Versorgung, Digitalisierung und Gesundheitskompetenz zusammendenkt, bekommt hier ein sehr konkretes Praxisbeispiel.

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    21 Min.