Afleveringen

  • All about Telemedizin - Folge 28 - TI 2.0: Wie KIM und TIM die Versorgung verbessern
    8 Sep 2026
    Knapp 7.300 Einrichtungen nutzten laut Gematik-Dashboard im März 2026 einen TI-Messenger. Bei rund 60.000 Hausarztpraxen allein in Deutschland ist das noch eine sehr überschaubare Gemeinde. Einer der Vorreiter ist Hausarzt Matthias Hempel. Seine diabetologische Schwerpunktpraxis in Detmold hat den TIM mit einem harten Schnitt eingeführt: WhatsApp-Gruppen raus, TIM-Räume rein, ab Montag wurde nur noch dort kommuniziert. Gemeinsam mit Jan Zeggel und Stefan Spieren taucht Matthias in den Praxisalltag ein. Er erzählt, wie ein Team aus neun Ärzten, 25 MFAs, Bürokräften und Diabetesberaterinnen auf 800 Quadratmetern über den TIM kommuniziert, warum endlich Klarnamen und Patientendaten sicher verschickt werden dürfen und wie aus dem Team heraus immer neue Use Cases entstanden sind: Wundbilder direkt vom Patientenbett ins Sprechzimmer, das Diabetestagebuch als Foto statt über den Flachbettscanner, der kurze Chat mit Apotheke oder Krankenkasse, während der Patient noch vor einem sitzt. Tablets und Praxishandy verstauben seitdem. Stefan hält kritisch dagegen: Was ist das Argument für den TIM, wenn der Apotheker genauso gut eine KIM-Nachricht schreiben kann? Wie verhindert man zwei parallele Eingangskanäle, die das Team belasten? Und warum fehlt die Integration ins Praxisverwaltungssystem noch immer? Matthias arbeitet heute mit einem Workaround und speichert Wundbilder manuell ins Archivsystem. Warten will er darauf nicht, denn die Entlastung braucht sein Team jetzt. Einig sind sich alle drei: Dass Versorgung an profanen Dingen wie Schnittstellen scheitert, darf kein Dauerzustand sein. Dazu gibt es einen Blick auf die Kosten, die bei rund drei Euro pro Nutzer und Monat beginnen, ohne Connector und ohne zusätzliche Hardware. Und ein klares Schlusswort von Matthias: einfach mal machen. Es ist keine Ehe fürs Leben, aber wer einmal gestartet ist, will den TIM meist nicht mehr hergeben.
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    56 min.
  • All about Telemedizin - Folge 27 - ePA als Interoperabilitätsbooster
    26 Aug 2026
    Knapp 76 Millionen elektronische Patientenakten sind eingerichtet, rund 100 Millionen Dokumente liegen darin. Im Schnitt ist das gerade einmal ein Dokument pro Akte. Trotzdem zieht Hausarzt Stefan Spieren nach der Urlaubszeit eine positive Bilanz: Bei Vertretungspatienten, im Notdienst und nach Klinikentlassungen liefert die ePA heute schon Informationen, die früher schlicht fehlten. Und jede Information ist mehr wert als keine. Jan Zeggel und Stefan Spieren sprechen in dieser Folge darüber, was eine gut gefüllte ePA konkret im Praxisalltag verändert: Arztbriefe landen per Klick im System, die elektronische Medikationsliste ersetzt das Abtippen von Medikamenten, und MFAs gewinnen Zeit für Aufgaben, die wirklich beim Patienten ankommen. Sie schauen aber auch auf die offenen Baustellen: Kliniken, die ihrer Befüllungspflicht kaum nachkommen, Pflegeheime ohne Anbindung, Peripheriegeräte wie EKG und Ultraschall, die ihre Daten nicht automatisch weitergeben, und ein Zugriffskonzept, das ohne ePA-App keinen dauerhaften Zugriff für Fachärzte erlaubt. Im zweiten Teil geht es um die Zukunft der ePA als zentrale Datendrehscheibe. Wearable-Daten, Patientenfragebögen und strukturierte Laborwerte werden mehr, nicht weniger. Wer bereitet diese Datenmengen so auf, dass Ärztinnen und Ärzte damit arbeiten können? Welche Rolle spielen PVS-Hersteller, DiGAs und KI? Und wer kontrolliert die KI, die künftig in der ePA arbeitet? Dazu die Frage, wie viel Zugriff Krankenkassen auf ePA-Daten haben sollten, und ob der TI-Messenger eine Lücke schließt oder nur einen weiteren Kanal aufmacht. Eine Folge mit vielen Impulsen aus der Live-Community bei LinkedIn und einem klaren Appell: Befüllt die ePA. Alles Weitere baut darauf auf.
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    49 min.
  • All about Telemedizin - Folge 26 - Robotik
    8 Jul 2026
    Humanoide Roboter machen Saltos auf Social Media. Aber was leistet Robotik heute wirklich in Arztpraxis, Krankenhaus und Pflegeeinrichtung? In Folge 26 sprechen Jan Zeggel und Stefan Spieren mit Alexander Maximilian Pröll von 10x Robotics. Er beschäftigt sich seit zehn Jahren mit Robotik in Medizin und Pflege. Es geht um Use Cases, die schon funktionieren: Reinigung, Transport, Wegführung und Warteraummanagement. Und um die Blocker, die den Einsatz in Deutschland bremsen: fehlende WLAN-Ausleuchtung, nicht vernetzte Türen und Aufzüge, Regulation und Haftungsfragen. Alexander räumt mit einem Vorurteil auf: Die Akzeptanz bei Patientinnen, Patienten und Pflegekräften ist längst da. Außerdem: Was kostet ein Roboter im Modell Robot as a Service? Warum spielt die Musik in der häuslichen Pflege, wo heute schon rund 80 Prozent der Pflege stattfindet? Und welche Rolle können Pflegekassen bei der Finanzierung übernehmen? Alexanders Prognose: In fünf Jahren kommen humanoide Roboter weltweit in den Alltag, in Deutschland dauert es eher zehn.
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    58 min.
  • All about Telemedizin - Folge 25 - KI in der Arztpraxis
    9 Jun 2026
    KI ist im Praxisalltag längst angekommen – nicht als Horrorszenario, das Ärztinnen und Ärzte überflüssig macht, sondern als Entlastung bei lästiger Arbeit. In Folge 25 sprechen Jan Zeggel und Stefan Spieren darüber, was heute schon real funktioniert, was sich als Fehlgriff herausgestellt hat und wohin die Reise in den nächsten zwei bis fünf Jahren geht. Stefan gibt Einblicke aus seiner eigenen Hausarztpraxis: Wo Ambient Scribing und automatische Dokumentation das Team seit zwei Jahren spürbar entlasten, warum Übersetzung in Patientensprache so gut ankommt und wieso die ersten KI-Gehversuche bei Terminvergabe und Co. anfangs schlicht „riesen Scheiß" waren. Gemeinsam ordnen die beiden ein, wie Clinical Decision Support, automatisierte Rezept- und Überweisungserstellung sowie Prädiktionsmodelle Qualität und Versorgung verbessern können – und welche Rolle Regulatorik, Datenschutz und Schnittstellen dabei noch spielen. Weitere Themen: Telemonitoring und Wearables in der Fläche, die leidige Haftungsfrage, das Hin und Her um DiGA und DiGA-E-Rezept, gerätegestützte Medizin von EKG bis Stethoskop und eine faszinierende Fraunhofer-Entwicklung, die mit einem handelsüblichen Smartphone Herzklappenbewegungen erkennt. Am Ende steht eine klare Botschaft: Es geht nur gemeinsam – KI, Mensch und Maschine, digital und vor Ort.
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    45 min.
  • All about Telemedizin - Folge 24 - Assistierte Telemedizin in Apotheken
    28 May 2026
    Drei Jahre nach der gesetzlichen Verankerung wird es jetzt konkret: Ab dem 1. Juli erhalten Apotheken eine Vergütung für die assistierte Telemedizin. Patientinnen und Patienten können dann per Videosprechstunde direkt aus der Apotheke heraus mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen. Jan Zeggel (arztkonsultation) und Stefan Spieren diskutieren, warum der befürchtete Aufschrei der Ärzteschaft bisher ausgeblieben ist, wie das Zusammenspiel zwischen Apotheke, Hausarztpraxis und integrierten Notfallzentren in der Praxis aussehen kann und welche Rolle digitale Triage, die ePA und ein bundesweites Telemedizinzentrum dabei spielen sollten. Es geht um Patientensteuerung statt angebotsinduzierter Nachfrage, um Bagatellfälle, die nicht in die Notaufnahme gehören, und um die Frage: Wo liegen heute eigentlich noch die Grenzen der Videosprechstunde? Ein Plädoyer für mehr Zusammenarbeit zwischen Heilberufen – mit klarem Blick auf die Versorgungsrealität.
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    42 min.
  • All about Telemedizin - Folge 23 - DMEA 2026 Spezial
    4 May 2026
    Live von der DMEA in Berlin: In dieser Spezialfolge von All about Telemedizin spricht Jan mit Hausarzt und Telemedizin-Unternehmer Stefan Spieren über den aktuellen Zustand der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Zwischen Reformdruck aus der Politik, technologischen Möglichkeiten und der Realität in den Praxen wird klar: Lösungen gibt es genug – aber sie werden nicht konsequent genutzt. Warum das so ist, welche Rolle Regulierung spielen muss und wie echte Versorgungspfade entstehen können, diskutieren die beiden offen, kontrovers und ohne Filter. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum Telemedizin nicht mehr optional ist – sondern Voraussetzung für eine funktionierende Versorgung.
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    47 min.
  • All about Telemedizin - Folge 22 - Dr. Ina Lucas
    23 Mar 2026
    Welche Rolle spielen Apotheken heute in der Gesundheitsversorgung – und welche sollten sie künftig einnehmen? In Folge 22 von All about Telemedizin spricht Jan Zeggel mit Dr. Ina Lucas, Apothekerin, Präsidentin der Berliner Apothekerkammer und Vizepräsidentin der ABDA, über die Zukunft der Vor-Ort-Apotheke. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Apotheken zu echten Gesundheitskompetenzzentren und Lotsen im Versorgungssystem werden können. Es geht um den wachsenden Druck auf das Gesundheitssystem, den Rückgang der Apothekenzahlen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, aber auch um die Chancen neuer Versorgungsmodelle – von assistierter Telemedizin bis Telepharmazie. Die Folge zeigt, warum die Apotheke weit mehr ist als ein Ausgabepunkt für Medikamente: Sie ist niedrigschwelliger Zugang zur Versorgung, zentraler Ansprechpartner im Alltag und potenziell ein entscheidender Baustein für bessere Patientenpfade in einem hybriden, digitalen Gesundheitssystem.
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    45 min.
  • All about Telemedizin - Folge 21 - Alexander R. Baasner
    10 Feb 2026
    Gründung aus der Versorgung heraus, Fuck-ups inklusive: Ein brutal ehrlicher Blick auf digitale Gesundheitsinnovation zwischen Landarztmangel, Regulierung und Realität Wie entsteht echte Innovation im deutschen Gesundheitswesen – nicht auf Slides, sondern in der Versorgung? In All About Telemedizin – Folge 21 spricht Alexander R. Baasner offen über die Entstehung von DIHVA und dem Versorgungsmodell DIVA (Digitale Hausärztliche Versorgungsassistenz). Ausgehend von ganz konkreten Versorgungsproblemen in ländlichen Regionen entstand kein klassisches Produkt, sondern ein komplettes Versorgungsmodell: mit neuer Rolle, eigener Ausbildung, digitaler Diagnostik, Telemedizin und asynchronen Prozessen. Diese Folge ist kein Pitch. Sondern ein ehrlicher Realitätscheck für alle, die Digital Health wirklich umsetzen wollen. Wir sprechen über: Gründung aus der Versorgung – nicht aus dem Businessplan harte Learnings, regulatorische Hürden und echte Fuck-ups asynchrone Telemedizin als Schlüssel zur Skalierung delegierbare Leistungen und warum das System hier blockiert Kooperationen mit Krankenkassen (u. a. Selektivverträge) warum Innovation oft nicht an der Idee, sondern am System scheitert Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie digitale Gesundheitsversorgung in Deutschland wirklich funktioniert – und warum sie so schwer umzusetzen ist.
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    49 min.