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#47 Das kranke Kind

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🎙️ Wenn dein Kind krank ist: Halt geben, obwohl du selbst Angst hastJetzt mal pädagogisch | Mit Santina BochEin Anruf aus der Kita. Eine aufgeplatzte Lippe. Oder eine Nacht am Bett deines fiebernden Kindes. Plötzlich zählt nur noch eine Frage: Wie kann ich dir helfen?Du organisierst, tröstest, beobachtest. Und während du für dein Kind da bist, braucht ein Teil von dir selbst jemanden, der sagt: Du musst das gerade nicht allein schaffen.Diese Folge ist für genau diese Momente.Santina Boch, Sozialpädagogin, systemische Therapeutin und Mama, spricht über die Sorge um kranke oder verletzte Kinder – und darüber, wie wir ihnen Halt geben können, wenn wir selbst verunsichert, erschöpft oder voller Angst sind. Ehrlich, ohne Perfektionsdruck und mit konkreten Ideen für euren Alltag.Du darfst Angst haben. Und trotzdem für dein Kind verlässlich da sein.In dieser Folge erfährst du:Was Krankheit und Unfälle bei Kindern und ihren Bezugspersonen auslösen können.Wie du Sicherheit vermittelst, auch wenn du noch nicht alle Antworten hast.Wie du Schmerzen und Angst ernst nimmst und die nächsten Schritte verständlich erklärst.Wie kleine Wahlmöglichkeiten dein Kind einbeziehen können.Warum auch deine Erschöpfung Aufmerksamkeit und Unterstützung verdient.💛 Sieben Impulse für Tage, an denen alles anders läuftDen Kopf entlasten: Wichtige Beobachtungen und Fragen aufschreiben, damit du sie nicht ständig im Kopf behalten musst.Eine Ruheinsel schaffen: Ein gemütlicher Platz mit vertrauten Dingen, an dem sich dein Kind wohlfühlen kann.Gezielt nachfragen: „Was würde dir gerade guttun?“ Nähe, Ruhe oder das Lieblingshörspiel?Ansprüche senken: Einfaches Essen, weniger Termine, liegen gebliebene Wäsche. Heute darf Versorgung Vorrang haben.Hilfe konkret erbitten: Einkauf, Apotheke, Geschwister abholen oder eine Ablösung, damit du schlafen kannst.Nächste Schritte ankündigen: Verständlich sagen, was passiert, und passende kleine Wahlmöglichkeiten anbieten.Später gemeinsam zurückschauen: Was war schwer? Was hat geholfen? Reden, malen oder eine Geschichte erzählen – so, wie es zu deinem Kind passt.Ein Satz zum Mitnehmen:„Ich sehe, dass du Angst hast. Ich bleibe bei dir. Wir gehen den nächsten Schritt gemeinsam.“🔎 Forschung zum Weiterlesen – ergänzend zur FolgeAuch Eltern brauchen Orientierung. In einer Befragung von 426 Eltern in einer Kinder-Notaufnahme ging Unzufriedenheit mit Informationen und Kommunikation des Behandlungsteams mit höherer Angst einher. Die Studie zeigt einen Zusammenhang, keinen Beweis für Ursache und Wirkung.Elterliche Unterstützung kann Stress puffern. In einer Laborstudie fiel die Cortisolreaktion auf einen Stresstest bei 9- bis 10-Jährigen mit elterlicher Unterstützung geringer aus als mit Unterstützung durch eine fremde Person. Bei den untersuchten Jugendlichen zeigte sich dieser Effekt nicht. Untersucht wurde Laborstress, keine Krankheit.Ablenkung kann bei medizinischen Eingriffen helfen. Eine Cochrane-Übersicht mit 59 Studien und 5.550 Teilnehmenden fand Hinweise, dass Ablenkung Schmerzen und Belastung bei Nadelprozeduren verringern kann. Die Evidenzqualität war niedrig bis sehr niedrig; die Ergebnisse lassen sich nicht auf jede Erkrankung übertragen.Die sieben Alltagshilfen sind pädagogische Impulse aus der Folge; ihre Kombination wurde in diesen Studien nicht geprüft.Für Eltern und alle, die Kinder begleiten – zu Hause, in der Kita, in der Schule oder in pädagogischen Einrichtungen.Was hilft dir, wenn dein Kind krank ist und deine eigene Sorge groß wird? Schreib uns deine Erfahrung oder deine Frage für eine nächste Folge.📱 @jetztmalpaedagogisch · @santina.boch🌐 www.boch.deKennst du jemanden, der gerade neben einem kranken Kind sitzt und selbst kaum zur Ruhe kommt? Schick dieser Person die Folge. Folge Jetzt mal pädagogisch für systemische und bedürfnisorientierte Impulse, die dich und dein Kind im Alltag unterstützen.Schön, dass du da bist. Achte gut auf dich.Deine Santina 💛
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