Zucker, Schnaps und Nilpferdpeitsche
Wie hanseatische Kaufleute Deutschland zur Kolonialherrschaft trieben
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Czyta:
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Samy Andersen
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Autor:
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Dietmar Pieper
Schon vor mehr als 300 Jahren gewöhnten sich die Deutschen an das Leben in der Welt des Kolonialismus. Sie kleideten sich in weich fließende Baumwolle, sie tranken Kaffee und Kakao, den sie mit Zucker aus dem Saft von Zuckerrohr süßten. Kaufleute aus den Hansestädten lieferten die Waren nach Deutschland – nicht selten auf Schiffen, die vorher versklavte Afrikaner nach Brasilien oder in die Karibik transportiert hatten. Schließlich wurde die lang geübte Ausbeutung zur Grundlage des deutschen Kolonialreichs in Afrika, Ozeanien und China: Das weltumspannende Imperium war größer, als heute oft angenommen wird. Private Unternehmer hatten die Voraussetzungen dafür geschaffen.
„An der Härte, mit der viele Europäer ihre Interessen durchsetzten, hatte die Abschaffung der Sklaverei im Lauf des 19. Jahrhunderts nur wenig geändert. Die deutschen Kolonialherren in Afrika waren berüchtigt für ihre Prügelstrafen, Zwangsarbeit war unter ihrem Regime die Regel. Verschleiert wurde die Brutalität oft durch pädagogisierende Betrachtungen. So wurde die Zwangsarbeit in vollendeter Perversion zur zivilisatorischen Wohltat verklärt." Dietmar Pieper
Einleitung: Deutschland und der Kolonialismus
Editorische Notiz
1 Der bittere Zucker des Herrn Schimmelmann
2 »Hamburg hat Kolonien erhalten«
3 Ein Südseekönig, der niemals in der Südsee ist
4 »Eine fröhliche Conquista«
5 Regime der Gnadenlosen
6 Im deutschen Inselreich
7 Das Heimweh einer arabischen Prinzessin
8 »Solang Brasilien Kaffee hat«
9 Krieg in Südwestafrika
10 Das Erbe einer Epoche
Ausblick: die Zukunft des Erinnerns
©2023 Piper Verlag (P)2026 Hierax MedienVon wegen, Deutschland wollte sich noch schnell einen „Platz an der Sonne“ sichern. Jede deutsche Kolonie hatte einen anderen Ursprung, und irgendwie doch immer den gleichen. Nicht die Politik trieb dazu, es waren die Händler, quasi die Suche nach Profit. Die Politik griff dann einfach zu, als es die Möglichkeit dafür gab.
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Es ist eine fundierte Recherche, die den Blick auf unsere Gegenwart verändert und hoffentlich in eine neue Zukunft führt.
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