Vom Stamme “Nimm”
Deutsche Hotel-Gäste zwischen Sparzwang und Schamlosigkeit
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Czyta:
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Bettina Bader
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Autor:
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Eugénie Waldburg
Vorwort – Vom Stamme Nimm Es gibt Momente, in denen man glaubt, die Menschheit wirklich zu verstehen. Und dann steht man vor einem Hotelbuffet. Da liegt sie vor einem – die ganze anthropologische Wahrheit unserer Spezies, glasiert, frittiert und in Edelstahl aufgereiht: der Mensch als Konsument, der "Homo Touristicus", der kulinarische Eroberer auf All-inclusive-Mission. Nirgendwo sonst wird deutlicher, wie schmal der Grat ist zwischen Kultur und Kalorienrausch, zwischen Zivilisation und Zucchini-Auflauf.
Und nirgendwo sonst zeigt sich das Wesen des Deutschen so unverstellt wie zwischen Wärmelampe und Wassermelone. Ich habe mich oft gefragt, was den Deutschen eigentlich antreibt, wenn er verreist. Es ist nicht nur das Bedürfnis nach Sonne oder Entspannung – es ist, tief in seinem Inneren, die Suche nach Gerechtigkeit. Der Deutsche will im Urlaub nicht einfach genießen – er will das Gefühl, dass er sein Geld sinnvoll investiert. Und so steht er da, am Buffet, mit der Haltung eines Wirtschaftsprüfers und dem Blick eines Pilgers: Alles, was bezahlt wurde, muss gegessen werden.
Diese Studie – ja, nennen wir sie ruhig so – ist der Versuch, dieses Phänomen zu verstehen. Satirisch, aber mit Herz. Humorvoll, aber mit Tiefgang. Ich betrachte den Urlaub nicht als Freizeit, sondern als soziologisches Labor. Hier offenbart sich alles, was uns als Gesellschaft bewegt: Sparzwang, Statusangst, Gier, Scham, Kontrolle, Genuss, Schuld – nur eben in Bademantel und Badelatschen. Der deutsche Urlauber ist ein faszinierendes Wesen. Er plant, um sich zu entspannen. Er spart, um verschwenderisch zu sein. Er sucht Ruhe – und beschwert sich über Stille. Und während er am Buffet steht, Teller in der Hand, mit der feierlichen Miene eines Archäologen vor einem besonders alten Fund, denkt er vielleicht.
©2025 Eugénie Waldburg (P)2025 Eugénie WaldburgDie Sprecherin überzeugt mit einer klaren, lebendigen Stimme und sicherem Gespür für Timing und Tonfall. Ihre Tonation bringt die ironischen Nuancen gut zur Geltung, ohne zu überzeichnen. Sie trägt den Text souverän, pointiert und sorgt dafür, dass Humor und Kritik gleichermaßen wirken.
Ein kurzweiliges Hörbuch für alle, die feine Beobachtungen und intelligente Alltagskomik schätzen.
Pointiert, beobachtend und treffend erzählt
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Humorvoll, klug und erstaunlich treffend
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Fantastisch, zum Teil sarkastisch - ironisch vorgetragen von der tollen Sprecherin Bettina Bader.
Absolute Kauf - und Hörempfehlung meinerseits.
Die anthropologische Wahrheit unserer Spezies.
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Sehr eindrücklich auf den Punkt gebracht.
Ein gutes Hörbuch für zwischendurch mit einer tollen Sprecherin.
Witzig
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Mit sehr viel Augenzwinkern
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