Sommer 1927
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Charles Rettinghaus
Es ist die Geschichte eines Sommers, und doch ist es so viel mehr. Das Jahr 1927 ist für Amerika entscheidend auf dem Weg zur Weltmacht. Es sind die goldenen Zwanziger: Der Aktienmarkt boomt, das Fernsehen wird erfunden, die Filme sind nicht mehr stumm, und verrückte Pläne entstehen, wie der, vier Köpfe in den völlig unzugänglichen Mount Rushmore zu meißeln. Es ist die Zeit, in der ein junger Flieger namens Charles Lindbergh Ruhm und Ehre erlangt, aber auch die des Al Capone und des größten Schulmassakers aller Zeiten. Und in diesen Monaten werden durch fatale Entscheidungen die Weichen für die bevorstehende Weltwirtschaftskrise gestellt. Bill Bryson erzählt von diesem Sommer und seinen Auswirkungen auf die gesamte Weltgeschichte so spannend als sei es eine unglaubliche Abenteuergeschichte, voller erstaunlicher geschichtlicher Momente aus der Zeit als Amerika erwachsen wurde ...©2014 Goldmann Verlag (P)2014 Der Hörverlag
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Hörbuch geht das nicht so leicht. Vor allem wegen der schier endlosen Baseball-Passagen, denen vermutlich kaum ein Europäer irgendeine Bedeutung abgewinnen kann. Normalerweise sind Kürzungen in Büchern verstümmelnd. Hier hätte man diese ewigen Home-Runs und sonstige Spiel-Statistiken einfach streichen sollen.
Unbegreiflich ist mir der "Klappentext" des Buches, also die Beschreibung der Ware.
Darin heißt es: "wie Amerika erwachsen wurde". So richtig viel Erwachsenes konnte ich da im Inhalt des Buches nicht finden.
Bryson erzählt Ereignisse aus den Anfängen der Fliegerei und die wahrlich unglaubliche Massen-Hysterie um Charles Lindbergh, der als erster den Atlantik überquerte. Dagegen war Beatle-Mania ein Fast-Nichts.
Er erzählt von einer Mississippi-Flutkatastrophe mit unfassbaren Ausmaßen, die dem damaligen Präsidenten Coolidge völlig schnurz war. (Sowas Erwachsenes durften wir in
New Orleans vor nicht allzu langer Zeit ja auch noch mal besichtigen).Er erzählt von Präsident Hoover - was das für einer war, möge man selber hören.
Er erzählt von Henry Ford und den Umgang mit seiner Autofabrik, der nicht nur heutigen Ford-Beschäftigten bekannt vorkommen könnte.
Er erzählt über Al Capone und die Box-Szene, die Prohibition, den Ku-Klux-Clan etc. Nicht sonderlich neu, weil x-mal verfilmt.
Neu war für mich was ganz anderes: Bryson erzählt auch von krassem Hass gegen Katholiken und Juden. Und von den vielen Befürwortern der Eugenik. Menschen mit körperlichen und geistigen Mängeln belasten die Wirtschaft und den Fortschritt und seien demzufolge irgendwie weg zu machen. Diese Ansichten kamen nicht von irgendwelchen abseitigen Wirrköpfen, sondern u.a. von Wissenschaftlern an den bekannten Elite-Unis. 1927.
Darüber hat nichts in unseren Schulbüchern gestanden. In unser Schul-Bewußtsein gelangte wohl meist nur die Botschaft von den befreienden Sauber-Engeln aus USA mit der feinen Demokratie.
Wie immer bei Bryson erfahren wir Sachen, die wir vielleicht bisher so nicht wußten.
Leider fehlt "1927" die muntere Frische seiner anderen Bücher. Dieses ist manchmal ziemlich zäh. Besonders die Baseball-Geschichten mit ihren Statistiken nerven.
Da hilft nur die Schnelltaste.
Wer tapfer durchhält, wird aber belohnt mit eindrucksvollen Zeitbildern und allerhand
Aha-Erkenntnissen über amerikanisches Denken und Handeln.
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Viel Wissenswertes - aber teils ziemlich zäh
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Womit ich allerdings tatsächlich Probleme hatte, ist der Vortrag. Charles Rettinghaus liest, als wäre der ganze Text ein einziger ironischer Spaß, und setzt, wenn er wörtliche Zitate zum Besten gibt, noch eins drauf,so dass der Eindruck entsteht, dass sämtliche so interpretierte Personen Idioten gewesen wären.
Ganz in Ordnung
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Wenn er eins kann, der Autor, dann ist es Dinge so weit auszuschmücken, bis man fast vergessen hat worum es im Ursprung des angeschnittenen Themas eigentlich ging und dann schwenkt er wieder dorthin. Klasse!!! Aber natürlich auch Geschmackssache!
Das Buch umschreibt als Hauptstory die Geschichte um die Atlantiküberquerung Charles Lindbergs und wie es dazu kam, sowie was danach passierte. Rund um die Story und das Jahr 1927 werden etliche persönlichkeiten und Ereignisse dazu eingebaut. So erfährt man alles über die Geschichte Henry Ford und dem Model T, oder Al Capone und die Prohebition, Mordgeschichten und Hinrichtungen oder alles über Baseball und Babe Ruth, um nur einige zu nennen.
Durch dieses Buch, habe ich echt viel dazugelernt, an Geschichte und Hintergründe!
Passend dazu die Stimme von Charles Rettinghaus.
Kaufen Sie das Buch, Sie machen nichts falsch...aber bringen Sie Zeit mit und hören Sie es mehrfach um alles zu verstehen...man verliert sonst den Überblick
Interessant erzählt, mit reichlich Beipässen!
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Far too much about boxer and pilots
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Leider ist ein wesentlicher Bestandteil der Baseball und seine Protagonisten. Für europäische Ohren werden dabei viel zu viele Statistiken und Namen heruntergebetet mit denen man nichts anfangen kann.
Der Sprecher hat eine merkwürdige Betonung die es einem teils auch erschwert der Handlung zu folgen. Einzelne Absätze werden nicht durch kurze Pausen getrennt sondern er redet an einem Stück durch.
Zu viele Baseballstatistiken
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