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No Limit

Die Neunziger das Jahrzehnt der Freiheit

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No Limit

Autor: Jens Balzer
Czyta: Sebastian Dunkelberg
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Es gibt keine Grenzen mehr: Das glaubt man jedenfalls am Beginn der Neunzigerjahre. Die Berliner Mauer fällt, die Welt rückt zusammen, und sie vernetzt sich. Die ersten Knoten des World Wide Web werden geknüpft, die ersten Suchmaschinen programmiert. In Berlin wird Techno zum Soundtrack der Wiedervereinigung, Neonfarben beherrschen das Bild, Piercings und Tätowierungen erobern den Mainstream, das Arschgeweih gerät zum stilistischen Symbol der Dekade. Aber unter der heiteren Oberfläche brechen alte Konflikte auf, Gespenster aus der Vergangenheit kehren zurück. Im Osten Deutschlands, aber nicht nur dort, entsteht eine rechte Jugendkultur bislang ungekannten Ausmaßes. Im zerfallenden Jugoslawien geschieht das Unfassbare: der erste Krieg in Europa seit 1945. Der politische Islam wird zur globalen Bedrohung, und das lange Jahrzehnt endet am 11. September 2001 mit dem Anschlag auf das World Trade Center, das auch ein Symbol der spielerischen, globalisierten Postmoderne gewesen ist.

In einem großen, farbigen Panorama erzählt Jens Balzer von einem Jahrzehnt, in dem man an die Zukunft glaubte und ans "anything goes" – und in dem doch auch ein neues Zeitalter der Grenzen, der Identitäten und der Kämpfe beginnt.

Inhalt u.a.:

  • "Nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich": Die Euphorie der Befreiung und das plötzliche Rasen der Zeit
  • "Temporäre Autonome Zonen": Techno wird zum Soundtrack der Wiedervereinigung und des Urlaubs von der Geschichte
  • Smells Like Teen Spirit: Die größten Hits der Neunzigerjahre erzählen von den Freuden und Gefahren der Freiheit
  • Fremd im eigenen Land: HipHop als Spiegel der deutschen Einwanderungsgesellschaft, Angst vor "Political Correctness" und einer neuen Sprachpolizei
  • Baywatch: Gemachte Brüste, straffe Haut und "klassische" Nasen oder Körperliche Selbstoptimierung als neue Norm
  • Emergency Room: Die überlastete Notaufnahme wird zum Symbol der Privatisierung, das Privatfernsehen feiert die Freiheit der entfesselten Konkurrenz
  • Hyper Hyper: Die Gründer des World Wide Web träumen von der friedenstiftenden Kraft der universellen Vernetzung – und bereiten Amazon, eBay und Google den Weg
  • Die Simpsons und die Spice Girls: Die Heilige Familie der Postmoderne und die neoliberale Wende des Feminismus
  • Satanische Verse: Die Fatwa gegen Salman Rushdie, der "Kampf der Kulturen" und die Rückkehr der Religion
  • "Tehno Tehno", Turbofolk: In Jugoslawien kommt es zum ersten Krieg in Europa nach 1945, Popkultur und nationalistischer Terror feiern blutige Hochzeit
  • Jurassic Park: Autos werden so groß wie Panzer, der Klimawandel gilt nun als Hirngespinst grüner Ideologen aus den Achtzigerjahren
  • Faserland: Dandys und Schnösel heischen um Aufmerksamkeit, viele Menschen schütten sich neuerdings Milch in den Kaffee und malen Muster in den Schaum
  • Mein langer Lauf zu mir selbst: Was der BrioniKanzler und der Minister mit der PingpongDiät über die Deutschen am Ende des Jahrtausends aussagen
  • "Bin ich da schon drin, oder was?" Das Internet wird zum Massenmedium, und der Film Matrix beschreibt, wie die Grenze zwischen dem Realen und dem Virtuellen verschwimmt
©2023 Rowohlt Berlin Verlag (P)2023 Hierax Medien
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Opinie krytyków

Jens Balzer betreibt ein einzigartiges Projekt.
-- Deutschlandfunk Nova

Ein fulminantes Epochenporträt.
-- Eckart Goebel, Welt am Sonntag

Wszystkie gwiazdki
Najtrafniejsze
Ganz unterhaltsam, aber unangemessen "gestreched" um Stunden bzw. Seiten zu schinden. Furchtbar die Stimme des Sprechers schon im Deutschen. Seine Ausflüge ins Englische sind nur noch peinlich. Würde ich nicht empfehlen zum Kauf.

Zeitreise - aber übertrieben in die Länge gezogen

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Tolle Zeitreise in meine Jungend. Was leider irgendwie nicht cool ist, ist der Sprecher. Wie er Bands wie Beispielsweise VENOM ausspricht, ist schon nicht mehr witzig. Man hört deutlich, wie oftmals ausgebessert wurde, die Soundqualität unterscheidet sich dann deutlich.
Man möchte gar nicht wissen, was er da vorher gesagt hat (besonders deutlich wird das im Nirvana / Kurz Cobain Kapitel)

Tolle Zeitreise in meine Jungend

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Frei nach Kierkegaard: Vorwärts leben, rückwärts verstehen. Eben dabei bieten die grandiosen Zeitreisen von Herrn Balzer Ihre Unterstützung an. Hinreißend wie etwa an der Entwicklung des Heißgetränks Kaffee zu einem hochdifferenzierten Lifestyleprodukt ein Epochenwandel demonstriert wird. Witzig, brillant, durchdringend intelligent und sprachlich immer wieder ein Genuß. Eine wunderbare Kulturgeschichte. Bitte mehr davon! Die Lesung von Herrn Dunkelberg hat mir gut gefallen, wobei mich die ein oder andere Ausspracheeigenwilligkeit leicht irritiert aufhorchen ließ. Nevertheless: Unbedingt anhören.

Walking down memory lane

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Fur mich inhaltlich eine gelungene Zeitreise. Der Sprecher hat mich jedoch nicht zu überzeugen vermocht. Wer kommt auf die Idee fünf ein Buch, in dem laufend englische Songtexte zitiert und englische Begriffe verwendet werden, einen Sprecher zu engagieren, der null Ahnung von englischer Aussprache hat? Und auch sonst gern ins Stolpern gerät? Schade, da hätte man sich wenigstens gut vorbereiten müssen.
Dennoch: Ich habe das Buch insges. gerne gehört…

Guter Überblick, witzig formuliert und verständlich erklärt.

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Jens Balzer hat ein kluges Buch geschrieben. Man kann diese Zeit wunderbar Revue passieren lassen und aus heutiger Perspektive betrachten.
Vieles kennt man, einiges ist aber auch neu. Das Buch ist gut recherchiert, leider sind nicht alle Aspekte dieser Zeit ausreichend dargestellt
Der Autor hat gut recherchiert und führt sehr detailliert aus - insbesondere bei dem Thema Musik und der damit verbundene Kultur - kein Wunder immerhin ist er hauptberuflich Musikredakteur.
Das ständige "Männer und Frauen - Patientinnen und Patienten - Ärztinnen und Ärzte usw." geht einem schon gehörig auf den Geist. Tip: einmal am Anfang des Buches reicht. Damit ist der Political Correctness wohl Genüge getan und es wirkt nicht so bemüht und spießig.

kluges Buch!

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