Memoiren
Eine preußische Königstochter
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Czyta:
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Hans Jochim Schmidt
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Autor:
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Wilhelmine von Bayreuth
Diese von der Schwester Friedrichs des Großen auf Französisch verfassten Memoiren gewähren einen faszinierenden Einblick in die Verhältnisse an deutschen Fürstenhöfen im 18. Jahrhundert, die bei uns Heutigen oft Kopfschütteln und Unmut hervorrufen dürften. Wilhelmine, älteste Tochter des preußischen "Soldatenkönigs", beschreibt ihr Leben als eine immerwährende Folge von Leiden, die ihr von ihren Eltern, ihrem Schwiegervater und intriganten Höflingen zugefügt wurden. Es kann gar nicht ausbleiben, dass man von ihrem Schicksal angerührt wird. Zu registrieren ist aber auch, mit welch spitzer Zunge sie Personen beschreibt, die ihr zuwider sind.
Die Memoiren sind nicht zu Ende geführt; sie brechen unvermittelt ab.
Ungekürzt gelesen wird die Übersetzung von Annette Kolb.
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©1990 Insel Verlag. Übersetzung von Annette Kolb (P)2020 Vorleser Schmidt HörbuchverlagSubjektiv - autentisch - lebendig!
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Der „Leidensweg“ der preußischen Königstochter regt allerdings auch zum Nachdenken an. Hier schreibt eine Königstochter, ich wiederhole: eine Königstochter von ihrem ach so schweren Leben. Also eine Person, die nie in ihrem Leben schwer arbeiten mußte. Eine Person, die nicht von preußischen Werbern in die Uniform gepreßt und in die Schlacht ziehen mußte. Man könnte diese Liste noch um zig weitere Beispiele fortführen. Die Leibeigenschaft in Preußen wurde erst im Jahr 1807 abgeschafft, wobei es ohne die napoleonische Besetzung und die dadurch ausgelösten Reformen wohl noch weitere Jahre gedauert hätte. Somit lesen / hören sich die Memoiren einer Königstochter, die ständig allein durch Worte in Ohnmacht fiel, teilweise schon etwas seltsam an. Von einem solchen „Leidensweg“ als Leben hätten damals sicher 99 Prozent der normalen preußischen Landbevölkerung gerne geträumt. Nichts desto trotz gibt das Buch einen sehr guten Einblick in die Familienverhältnisse des damaligen preußischen Königshauses. Wie schon im Klappentext erwähnt, brechen die Schilderungen unvermittelt ab und das Buch ist zu Ende. Dies geschieht zu Zeiten des Ersten Schlesischen Krieges, also knapp nach Regierungsantritt von Friedrich II.
Der Sprecher wird von anderen Rezensenten bemängelt. Sicher auch zu Recht. Manchmal ist es bei Hans Jochim Schmidt echt nicht einfach, die Konzentration hoch zu halten. Aber eines muß man ihm hoch anrechnen: ohne ihn würde es viele der alten Bücher in ungekürzter Form nicht als Hörbuch geben!! Er ist Sprecher und Hörbuchverlag. Das zieht meine persönliche Bewertung wieder stark nach oben.
Preußische Geschichte aus erster Hand
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Das Ende ist unbefriedigend, Auch wenn die persönlichen Aufzeichnungen an einem bestimmten Punkt der Biografie abbrechen, würde man nach 20 Stunden trotzdem gerne erfahren, wie die Lebenshistorie weiter ging . Ein wenigstens kurzer Überblick über die weiteren Lebensjahre wäre angebracht gewesen.
Interessant - Ende unbefriedigend
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Tolles Hörbuch
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Tolles Hörbuch für alle Geschichtsinteressierte
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