Marburg 1925
Der Aufbruch des Denkens
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Czyta:
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Frank Arnold
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Autor:
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Jürgen Kaube
Die Jahre zwischen den großen Kriegen gelten bis heute als die wichtigste Epoche der modernen deutschen Geistesgeschichte, und an keinem Ort verdichtet sich die geistige Produktivität dieser Zeit auf so einzigartige Weise wie in der Universitätsstadt Marburg. Hier lehren und forschen, studieren und debattieren, lieben und leben Persönlichkeiten, deren revolutionäres Denken auf alle Lebens- und Gesellschaftsbereiche ausstrahlt – allen voran Martin Heidegger, dem berühmtesten Philosophen seiner Tage, der mit Sein und Zeit (1927) das Epochenwerk schafft, aber auch Hans-Georg Gadamer, Hannah Arendt oder der Theologe Rudolf Bultmann.
In seiner fesselnden Darstellung erweckt Jürgen Kaube einen Kosmos zum Leben, in dem die Erschütterungen jener Zeit wie unter einem Brennglas sichtbar werden: die Umwälzung tradierter Denkformen, der Drang der Jugend nach umfassender Neuorientierung, ein Aufbruch bei dem es philosophisch ums Ganze geht und der mit seinen zunehmenden Radikalisierungen, etwa in den Studentenbünden, auf die Entwicklungen der dreißiger Jahre vorausdeutet. – Das mitreißend erzählte Porträt eines geistigen Schlüsselmoments der Moderne, der bis heute nachwirkt.
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