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Ich weiß, ich war's

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Ich weiß, ich war's

Autor: Christoph Schlingensief
Czyta: Christoph Schlingensief, Martin Wuttke
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Seine Vision für ein "Operndorf Afrika" wird in Burkina Faso gerade Wirklichkeit - ein beeindruckendes Zeichen dafür, wie lebendig die Kunst Christoph Schlingensiefs auch nach seinem viel zu frühen Tod ist. Die Lücke, die dieser Ausnahmekünstler hinterlassen hat, ist groß. Seine autobiographischen Skizzen und Gedanken, die nun posthum und zu großen Teilen im O-Ton erscheinen, machen dies auf eindringliche Weise deutlich - und helfen zugleich, diese Lücke ein Stück weit zu schließen.

"Die Bilder verschwinden automatisch und übermalen sich so oder so! Erinnern heißt: vergessen! (Da können wir ruhig unbedingt auch mal schlafen!)" Mit diesen Worten überschrieb Christoph Schlingensief den letzten Eintrag in seinem "Schlingenblog". Erinnern - das war für Schlingensief kein sentimentaler Vorgang, sondern ein Akt der Befreiung, um Platz für Neues zu schaffen. Und so setzte er nach der Veröffentlichung von "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein", dem vielgelesenen und vieldiskutierten Tagebuch einer Krebserkrankung, das Prinzip fort, seine Gedanken zur Kunst, seine Selbstbefragungen und Erinnerungen auf Tonband festzuhalten. Nicht um sich zurückzuziehen oder um Abschied zu nehmen, sondern um sich zurück ins Leben zu katapultieren.

In "Ich weiß, ich war’s" erinnert er sich an seine Kindheit in Oberhausen und seine Anfänge als Filmemacher, an schwierige und an erfüllende Stationen seines Künstlerlebens in Berlin, Wien, auf dem afrikanischen Kontinent - sowie nicht zuletzt an seine Erlebnisse auf dem Grünen Hügel Bayreuths. Und "Ich weiß, ich war’s" zeigt einen Christoph Schlingensief, der voller Tatendrang am Leben teilnimmt, mal humorvoll, mal selbstkritisch, immer aber leidenschaftlich und mit Blick nach vorn. Mit Zwischentexten, gelesen von Martin Wuttke.

©2012 ROOF Music (P)2012 ROOF Music

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Wszystkie gwiazdki
Najtrafniejsze
Er war ein großer Entertainer. Vielleicht kein großer Schriftsteller, denn das ins Diktiergerät gesprochene Krankenhaus-Tagebuch ist rhetorisch eher dürftig (trotzdem interessanter Effekt, wenn diese Notizen von Wuttkes Stimme gesprochen werden). Aber die Live-Auftritte sind ein Genuss.

Beglückend

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Ich kann dieses Hörbuch nur weiterempfehlen. Danke für die ergreifenden Stunden. Wunderbarer Mix aus authentischen Aufnahmen und Tagebucheinträgen.

Unglaubliche Emotionsbreite

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Ein wunderbar, trauriges, lustiges und einzigartiges Hörbuch.
Es tat gut seine Stimme zu hören und seinen Gedanken zu folgen.
Er war ein besonderer Mensch mit großen Gedanken, weit über jeden Tellerrand. Ein Künstler, der verstand Werke neu zu interpretieren und eigene Kunst zu schaffen.
Politisch überzeugend und aktiv.
Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.
Schon zu Lebzeiten verehrte ich Ihn und seine Schaffenskraft fehlt der Welt.
Die Beschreibung der Wagner Dynastie... Selten so gelacht.
Christoph, du fehlst.
Burkina Faso........lebt.
Renate

Er fehlt der Welt

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Der Tod verleiht allen Dingen ein Gewicht. Wenn jemand weiß, dass er nicht mehr lange leben wird, bekommen seine Worte fast automatisch eine existentielle Schwere und beeindrucken uns auf ungewöhnliche Weise. Das ist zum Beispiel so beim Blog des Schriftstellers Wolfgang Herrndorf über seine Krebserkrankung. Das ist auch so bei "Ich weiß, ich war's", dessen Fertigstellung und Veröffentlichung Christof Schlingensief nicht mehr erlebte.
Martin Wuttke liest sehr stimmig Texte des so früh verstorbenen Regisseurs. Überwiegend aber besteht das Hörbuch aus Originaltönen Schlingensiefs: Ein Gespräch mit Gregor Gysi und Auftritte mit seinem Krebstagebuch, die aber keine Lesungen waren, sondern Schlingensief erzählte dabei auf seine typische Art von sich und seiner Arbeit und entwarf wie nebenbei ein Panoptikum seines Lebens.
Auf jeden Fall eine gute Art, von der künstlerischen Bühne abzutreten.

Eine Art Vermächtnis

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Ich kannte Herrn Schlingensief zuvor nur sehr oberflächlich und habe mich über dieses Hörspiel näher mit ihm beschäftigt. Ein großartiger Künstler mit tollem Humor und Tiefgängkeit, ich bedaure sehr, ihn nicht zu Lebzeiten erlebt zu haben. Wer hier eine klassische Lebensgeschichte erwartet, wird vielleicht enttäuscht; es handelt sich vielmehr um eine bunte Collage aus Bühnenauftritten und Auszügen aus seinem Buch.

Kurzweilig

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