Herrliche Zeiten
Roman einer Familie
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Czyta:
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Uve Teschner
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Autor:
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Norbert Leithold
"Herrliche Zeiten" ist ein monumentaler Roman über Anpassung, Widerstand und Deformierungen an Leib und Seele. In epischer Sprache und mit psychologischer Tiefenschärfe zeichnet Norbert Leithold Aufstieg und Fall einer großbürgerlichen Familie über drei Generationen hinweg und entwirft ein lebendiges Panorama vom "Dritten Reich" bis in die 1968er in West und Ost.©2014 DVA Belletristik (P)2014 Der Hörverlag
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Liegts daran, dass den Leithold keiner kennt?
Dann sollte sich das schnell ändern.
Denn der Mann kann schreiben.
Der Stil erinnert ein bißchen an Hans Fallada - in der Gegenwartsform geschrieben, sehr nüchtern, fast zynisch, nicht selbst wertend, sondern das Beurteilen dem Leser/Hörer überlassend.
Deutsche Geschichte wirklich zum Anfassen - und ganz ohne Bilderbuchcharaker - durch die Augen der Familie Kypscholl und ihrer Freunde & Feinde erlebt man Nazirausch und Naziverbrechen, frühe DDR-Aufbruchstimmung, 68er Revoltution und immer wieder auch sexuelle Eskapaden. Was mich am meisten beeindruckt hat - es gibt praktisch keinen einzigen positiven Helden in dem Roman. Alle sind verstrickt in ihre Probleme, lassen sich von der Zeitgeschichte treiben, handeln egoistisch - und trotzdem (oder grade deshalb) will man wissen, wie dieses große Breitbildpanorama von Schurken, Nieten und Versagern weitergeht.
Nach Merles Malevil für mich bisher DAS besondere Hörerlebnis des Jahres!
Natürlich wieder - wie kaum anders zu erwarten - super gelesen von Uve Teschner, dessen Stimme perfekt zu dem schnoddrig-nüchternen Stil passt.
Vielleicht kommt ja mal irgendwer auf die gloriose Idee, den Fallada ungekürzt zu produzieren! Wolf unter Wölfen, Kleiner Mann, was nun, Jeder Stirbt für sich allein ungekürzt mit Teschner, das wärs doch! (Bisher gibts, wenn überhaupt, nur extrem verstümmelte Kurzfassungen.)
Ganz großes Kino
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Verstörend anzuhören, wie Gewalt wieder Gewalt erzeugt. Wie jemand aus voller Überzeugung Behinderte tötet, wie Generationen verloren gehen.
Verstörend das Nazigedankengut so präsent zu haben, dass eigentlich der Vergangenheit angehören sollte.
Verstörend, weil doch das erhoffte Happy End ausbleibt.
Der Sprecher, obwohl ich ihn sehr mag, nur 4 Punkte, weil ich ständig lauter und leiser drehen müsste. Immer wenn er Finkel las, habe ich ihn fast nicht verstanden, vor allem im Auto. Im nächsten Moment schrie er wieder.
Ein verstörendes Buch
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Bitte mehr von diesem Autor und noch mehr von diesem Sprecher!!!
Hörgenuss vom Feinsten!!!
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Absolut hörenswert
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Die hier auf hohem Sprachniveau beschriebenen herrlichen Zeiten befassen sich - und das ist wirklich erfahrenswert - eher mit dem, was danach kommt.
In diesem Fall mit den Auswirkungen auf das Leben der einzelnen Mitglieder einer ganzen Familie. Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und die im Strudel der Ereignisse dabei alles andere als sauber bleiben.
Tatsächlich ist keiner der Protagonisten dieses Buches ein wirklicher Sympathieträger. Das ist vermutlich auch die einzige Schwäche, die man dem Werk nachsagen könnte. Das Schicksal der Hauptfiguren berührt einen nicht wirklich, denn sie sind allesamt keine Menschen, die man gerne zu Freunden hätte.
Gleichwohl sind die beiden Hauptthemen - Nachkriegszeit und Beutekunst - brillant recherchiert und vor allem in den Beschreibungen der frühen und bald auch späteren DDR ein wirklicher Gewinn an Eindrücken.
Allemal ist es wieder ein großes Vergnügen, den Stoff von einem diesmal besonders herausragenden Uve Teschner präsentiert zu bekommen. Dafür volle fünf Sterne und - wenn es ihn gäbe - sogar noch einen mehr.
Aus oben erwähnten Gründen schrappt die Geschichte knapp am fünften Stern vorbei. Denn man kann auch wiederwärtige Nazis zu bewegenden Figuren machen, wie nicht zuletzt Jonathan Littell in seinem Epos "Die Wohlgesinnten" auf imposante Art beweist.
Was danach kam
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