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GRM

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GRM

Autor: Sibylle Berg
Czyta: Torben Kessler, Lisa Hrdina
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"GRM" beginnt im England einer nahen Zukunft, wo der Neoliberalismus besonders gründliche Arbeit geleistet hat. Die Helden: vier Kinder, die nichts anderes kennen als die Realität des gescheiterten Staates. Die Hoffnung, in die sie sich flüchten, ist Grime, kurz GRM.

Grime ist die größte musikalische Revolution seit dem Punk. Als die vier begreifen, dass es zu Hause keine Zukunft für sie gibt, brechen sie nach London auf. Jeder, der sich hier einen Registrierungs-Chip einpflanzen lässt, erhält ein wunderbares Grundeinkommen. Die Bevölkerung lebt in einer perfekten Überwachungsdiktatur. Die vier Kinder aber versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Sie starten ihre eigene Art der Revolution.

©2019 Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG, Köln (P)2019 Argon Verlag GmbH, Berlin
Dystopia Science fiction

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Willkommen in der Realität ! Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen. Ein irrer Trip, irgendwie wie eine Beschreibung der aktuellen Zeit. Schrecklich authentisch.

Willkommen in der Realität !

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Besonders die Sprache hat mir sehr gut gefallen. Sie spiegelt sowohl die Unverbindlichkeit, Unsicherheit als auch das Desinteresse und letztlich die Menschenverachtung wider. Apokalyptisch und überzeichnet , aber möglich.

Beeindruckend und verstörend

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scharf beobachtet, großartig aufgeschrieben, wortgewaltig und alles in allem großartig. ich bin begeistert. kann ich empfehlen

excellent, intelligent scharf beobachtet

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Ich rechne es Sibylle Berg hoch an, dass sie es geschafft haben, so ungefähr alles, was derzeit schief läuft, aufgegriffen zu haben. Das muss man erstmal hinkriegen, Chapeau!. Es hat natürlich auch zur Folge, dass es (einem) irgendwann reicht. Ich finde, je mehr es dem Ende zugeht, desto mehr breiten sich literarische und konzeptionelle Defizite aus. Dennoch unbedingt hören(swert), Lisa Hrdina und Torben Kessler machen ihre Sache ausgezeichnet. Treffen genau den Ton der Geschichte.

Ufff ... harter Tobak, aber gut

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Nein, das ist keine Dystopie (schon alleine deshalb nicht, da diese Zuteilung im Text wiederholt abgewiesen wird): Was der Autorin gelungen ist, ist, die Realität, wie sie heute im Hier und Jetzt besteht, nur ein kleines Bisschen zuzuspitzen, und das ist das (allerdings nicht immer leicht geniessbare) Resultat.
Eine treffendere Darstellung einer Welt, die dominiert ist von Algorithmen und in der der Mensch sich überflüssig gemacht hat, da alles, was automatisiert werden kann, automatisiert ist, und alles, was der Überwachung dienen kann, der Überwachung dient (und niemanden störts, sondern alle machen wacker mit!) findet sich nicht in der gegenwärtigen Literatur!
Das hat vielleicht nicht die sprachliche Virtuosität einer Elfriede Jelinek oder Marlene Streeruwitz, dafür ist die Sprache von Sibylle Berg umso glasklarer und treffender.
Ganz im dürrenmattschen Sinn gelingt es der Autorin immer wieder, auf die schlimmstmögliche Wendung zuzusteuern - bloss ist damit - anders als in einem Drama von Dürrenmatt - der Roman noch lange nicht zu Ende (sowie auch das Leben nicht auf eine Katharsis oder eine abschliessende Katastrophe zusteuert, sondern nach der Katastophe weitergeht, als wäre nichts gewesen), sondern nimmt sofort Kurs auf die nächste schlimmstmögliche Wendung.
Das mag keine angenehme Lektüre sein, ist aber eine grossartige Darstellung unserer Gegenwart. Anhören!

Hart aber treffend

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