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Inhaltsangabe

Ein Beitrag aus der Aprilausgabe der brand eins zum Schwerpunkt "Entfremdung".

Der chinesische Schriftsteller Li Er über die Spielregeln der staatlichen Zensur und Chinas Angst vor der Realität...
"Es ist ein Unterschied, ob man kritisiert oder wie ich einfach beschreibt, wie sich das Leben heute abspielt", sagt Li Er. "Tatsächlich werden in China heute viele kritische Stimmen toleriert, allerdings nur, solange sie nicht zu laut werden. Die Regierung ist nicht gegen Gedankenvielfalt, aber sie will soziale und politische Unruhe um jeden Preis verhindern."

Li Er, geboren 1966 in der Provinz Henan, gehört zu den prominentesten Vertretern der chinesischen Gegenwartsliteratur. In seinen tragikomischen Romanen und Erzählungen beschreibt er, wie im modernen China alte Wahrheiten auf neue Realitäten prallen. 2004 erhielt Li den "Großen Medienpreis" für chinesischsprachige Literatur. Kurz darauf erklärte ihn Göran Malmqvist, Mitglied der Schwedischen Akademie, zu "einem der vielversprechendsten Kandidaten für den Literaturnobelpreis". Lis Roman "Der Granatapfelbaum, der Kirschen trägt" wird derzeit ins Deutsche übersetzt und erscheint voraussichtlich im Sommer 2007 im Deutschen Taschenbuch Verlag (DTV).

©2007 brand eins Medien AG (P)2007 brand eins Medien AG

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