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Inhaltsangabe

Mehr als 1.200 Briefe schrieben sich der Komponist Peter Iljitsch Tschaikowsky und Nadeshda von Meck, eine der reichsten Frauen Russlands. Die beiden Brieffreunde haben jedoch nie miteinander gesprochen und sich nur wenige Male von weitem gesehen. Dennoch spiegelt ihr Briefwechsel auf knapp 2.000 Seiten eine der ungewöhnlichsten Liebesgeschichten des 19. Jahrhunderts wider: Eine Beziehung auf Distanz, die ohne körperliche Nähe auskommt, jedoch eine ekstatische geistige Intensität entwickelt, die alle Konventionen sprengt.

Als unumstößliche Grundlage ihrer Freundschaft lag die Vereinbarung, sich einander nie persönlich kennenzulernen. Auf dieser Basis entwickelte sich ein intensiver Austausch, der weit mehr war, als ein kunstsinniger, freundschaftlicher Dialog. Die Beziehung zwischen dem homosexuellen Tschaikowsky und seiner Mäzenin glich einer platonischen "Amour fou", die - auch wenn sie nur auf dem Papier bestand - an Verrücktheit und Intensität kaum zu übertreffen ist.

Nach fast 14 Jahren enger Brieffreundschaft fand diese ein abruptes und bis heute unerklärliches Ende.

Die Schauspieler Julia Hansen und Wolfram Boelzle lesen Auszüge aus dem über 2.000 Seiten umfassenden Briefwechsel zwischen Peter Iljitsch Tschaikowsky und Nadeshda von Meck.

Die getroffene Auswahl folgt der Intention, die ungewöhnliche Beziehung der beiden Brieffreunde in den Fokus zu rücken, immer mit der Frage, in welchem Verhältnis die beiden tatsächlich zu einander stehen.

Der Briefwechsel spiegelt Seelenverwandtschaft und Liebesidyll sowie einen dramatischen Kampf um Nähe wider. Ihre Spannung bezieht die Korrespondenz vor allem daraus, dass die Kräfteverhältnisse wechseln und sich beide Briefpartner jeder eindeutigen Rollenzuweisung entziehen. Ein Eroberungsfeldzug ohne Gebiet mit wechselnden Fronten.

Die Konzeption der Produktion und die Auswahl der Briefe gestaltete die freie Musikjournalistin Silvia Adler. Bei der Übersetzung aus dem Russischen stand ihr Ksenia Fischer zur Seite.

©2020 Organo Phon (P)2020 Organo Phon

Das sagen andere Hörer zu Tschaikowsky - Nadeshda von Meck - Im Fieberrausch der Töne

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