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Mr. Mercedes (Bill Hodges Trilogie 1) Hörbuch

Mr. Mercedes (Bill Hodges Trilogie 1)

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Beschreibung von Audible

Auf deutschen Reifen: Kings packender Nervenkrieg zwischen Gut und Böse

Wenn ein Polizist in den Ruhestand geschickt wird, blüht er auf oder versinkt im Frust seiner Aufgabenlosigkeit. Auch Bill Hodges weiß nur wenig mit dem Überschuss an Freizeit anzufangen. Besonders, weil ihm ein ungelöster Fall noch schwer im Magen liegt.

Noch immer grübelt er über den Mercedes-Mörder, der ungebremst und wiederholt in eine Menge wartender Arbeitsloser gerast war. Acht Unschuldige - darunter ein Baby - verloren bei dem Attentat ihr Leben. Doch Bill Hodges muss es nicht bei den Grübeleien über den mutmaßlichen Täter belassen. Denn der meldet sich unvermittelt per Brief bei ihm.

Spannend zeichnet Stephen King im Hörbuch zu "Mr Mercedes" den Kampf zwischen Gut und Böse auf. Ergreifend vermittelt vom beliebten King-Sprecher David Nathan ist das Hörbuch ein Nerventhriller, der ins Ohr geht. Als Hörer tauchen Sie dabei ein in eine Welt grausamer Realitäten im heutigen Amerika - ein klassischer King voller Überraschungen.

Inhaltsangabe

Schneller, gefährlicher, tödlicher - Mr. Mercedes...

Eine wirtschaftlich geplagte Kleinstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte.

Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus...

Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.

©2014 Heyne Verlag (P)2014 Random House Audio

Hörerrezensionen

Bewertung

4.5 (3750 )
5 Sterne
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4 Sterne
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 (30)
Gesamt
4.4 (3578 )
5 Sterne
 (2023)
4 Sterne
 (1142)
3 Sterne
 (323)
2 Sterne
 (55)
1 Stern
 (35)
Geschichte
4.8 (3587 )
5 Sterne
 (3110)
4 Sterne
 (379)
3 Sterne
 (73)
2 Sterne
 (11)
1 Stern
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Sprecher
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    Bianca München 08.09.2014
    Bianca München 08.09.2014
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    Geschichte
    "Ganz leise Töne vom Meister und neuer Realismus"

    Das ist ein ganz ungewöhnlicher King. Die Geschichte ist erschreckend real und vollkommen frei von fantastischen Elementen, aber auch nicht gerade revolutionär neu. King-Fans dürften vermutlich zweigeteilt auf die Story reagieren.

    Der Horror entsteht hier vor allem im denkbaren Realismus der Geschichte. Das beruhigende Wissen "das ist nur ein Roman", das man sonst bei Kings Büchern hat, fehlt hier vollkommen. Aber dieser Realismus geht auch auf Kosten des angenehmen Grusel-Effekts, den man bei anderen King-Büchern meistens hat.

    Aber von vorne:

    Zur Story
    Ein pensionierter Ex-Polizist erhält Post. Der Absender ist einer der wenigen Mörder, die er in seiner aktiven Zeit nie fassen konnte. Es beginnt eine Jagd, die dem langweilig gewordenen Leben des Ex-Polizisten neuen Sinn gibt.


    Ist es nun ein spannendes Buch?

    Das ist die große Frage. Es ist ein spannender Thriller und King kann einfach schreiben. Aber es ist kein typischer King. Dazu ist die Story zu denkbar, zu real.
    In einigen Teilen hat das Buch durchaus Längen. Diese dienen aber auch zur Vertiefung und Entwicklung der Charaktere. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass einige eingefleischte King-Fans diese als langweilig empfinden werden. Ich fand das Buch interessant, aber die Geschichte selbst hat man einfach schon zu oft gelesen (in diversen Variationen in anderen Thrillern) und vom "Meister des Horror" erwarte ich mir einfach etwas anderes. Nicht unbedingt mehr - einfach etwas anderes.

    Zum Sprecher:
    David Nathan liest wie immer perfekt - für ihn 5 Sterne.

    62 von 65 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Hiro 14.10.2015
    Hiro 14.10.2015
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    "Bachmann vs. King"

    Das Hörbuch schafft es locker in meine Top 5 der besten Hörbucher aller Zeiten :-)

    Mit Nathan und Bach sind sowieso nur zwei Sprecher dort vertreten und gerade Nathan könnte wohl meine Knöllchen 2010-215 vorlesen und ich wäre begeistert und würde nicht aufhören wollen zuzuhören.

    Ein anderer Schnack sind die Bücher von Stephen King, der neben grandiosesten Werken auch viel geschrieben hat, was ich unter "naja...ganz nett!" verbuchen würde.

    Allerdings waren schon vor 30 Jahren die Richard Bachmann Bücher, diejenigen, welche mich mehr faszinierten (nicht das Übersinnliche stand hier im meist im Vordergrund, sondern die menschlichen Abgründe: Amok, Todesmarsch, Sprengstoff...)

    Da reiht sich Mr. Mercedes grandios ein :-)

    Einfach ein tolles facettenreiches Buch!

    8 von 8 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Sandra V. Welschneudorf 22.09.2014
    Sandra V. Welschneudorf 22.09.2014
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    "King mal anders"

    Mr. Mercedes, ein sehr spannendes Buch von Stephen King. Keine unheimlichen Begebenheiten, keine Ausserirdischen, einfach nur ein Thriller, aber von hochkarätigem Format.

    Der Polizist in Rente, der sich schon aufgegeben hat, legt noch mal richtig los. Die Protagonisten werden teilweise älter, liegt sicher auch am reifen Alter des Autors, der von David Nathan wieder mal ungeahnt lebendig vorgetragen wird. Es gibt einige Überraschungen im Buch, die man nicht ganz so erwartet. Wenn das jetzt ein neuer King ist, dann ist er mir willkommen. Ein empfehlenswertes Buch.

    8 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Amira 06.10.2014
    Amira 06.10.2014
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    Geschichte
    "King ist der Erzähl-König"
    Auf welchen Platz würden Sie Mr. Mercedes auf Ihrer Hörbuch-Bestenliste setzen?

    Ganz sicher auf einem der vordersten Plätze


    Welche Figur hat Ihnen am besten gefallen? Warum?

    Der Mercedeskiller, weil er so gut beschrieben ist, dass man seine Motive nachvollziehen kann.


    Hat Ihnen David Nathan an der Geschichte etwas vermittelt, was Sie vielleicht beim Selberlesen gar nicht bemerkt hätten?

    Das tut er immer!


    Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

    King ist ein genialer Erzähler, der wie kein anderer versteht, nicht nur seine Helden lebendig werden zu lassen, d sondern auch noch die Nebendarsteller. Und Nathan spricht King intensiv und lebendig wie immer. Ein klasse Hörbuch, spannend bis zum Schluss, diesmal sogar ohne irgendwelche Mystik.

    12 von 14 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Sunsy Deutschland 01.10.2014
    Sunsy Deutschland 01.10.2014 Bei Audible seit 2007
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    Geschichte
    "Thriller statt Horror"

    Stephen King kennt man als DEN Horror-Autor, doch hat er in letzter Zeit gezeigt, dass er auch anders kann. Bei “Mr. Mercedes” stürzt er sich in einen Thriller, einen Detektivroman ohne Gruselszenen. Und nicht nur das, er verrät uns von Anfang an, wer der Täter ist. Der Autor pendelt mit uns zwischen zwei Handlungssträngen: dem mit dem Täter und dem mit dem Detektiv und hält dabei den Spannungsbogen dennoch ständig konstant, ja zum Ende hin zieht er ihn noch einmal heftig an.

    Die Story hat allerdings Potential, und weil der Meister auch hier wieder jeden Charakter genauestens mit vielen manchmal liebenswerten Eigenarten beschreibt, hat man das Gefühl, die Figuren persönlich zu kennen. Jerome und Holly z.B. sind mir regelrecht ans Herz gewachsen.

    Mir persönlich fehlte ein bisschen der Nervenkitzel, der Gruseleffekt und die Möglichkeit, die Hodges in diesem Buch hat: die Identität des Mörders zu recherchieren. Als bloßer Zuschauer degradiert war ich nicht mitten im Geschehen, daher gibt’s von mir dieses Mal auch nur 07/10 Punkte.

    Sein nächster Roman soll aber wieder im gewohnten Genre spielen, wie der Autor verlauten ließ… Man darf gespannt sein.

    Zum Sprecher:
    Wer das Team Stephen King – David Nathan noch nicht erlebt hat, sollte dies unbedingt nachholen, denn die beiden sind im Bundle einfach unschlagbar. David Nathan sollte alle King-Bücher lesen, ich wäre begeistert! Eine bessere Wahl gäbe es wohl nicht. David Nathan LEBT die Bücher, er schlüpft in jeden einzelnen Charakter und haucht ihm Leben ein wie kein zweiter. Genial!

    11 von 13 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    KPF 20.09.2014
    KPF 20.09.2014
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    "Ein ungewöhnlicher King"

    Wer treuer King-Leser ist, schätzt das Phantastische in seinen stets sehr spannenden Storys - seien es Wesen aus der Kanalisation in Clownskostüm, die kleine Kinder umbringen (ES), Bilder, die plötzlich lebendig werden (Wahn), Autos, die sich selbständig machen (Christine), Zeitreisen, mit denen man den Anschlag auf JFK verhindern will (Der Anschlag), von Dingen, die letztlich den Tod bringen (Needful Things), einer Stadt, die plötzlich unter einer undurchdringlichen Kuppel liegt (Arena) oder von einem Hotel, das seine Bewohner in den Tod treiben will (Shining). Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Immer spielt das Übernatürliche bei King die entscheidende Rolle. Nicht so im vorliegenden Fall: Hier geht es um einen knallharten Thriller, in dem es um ein reales Verbrechen und einen drohenden Bombenanschlag geht. King hat sich auf den neuesten IT-Standard gebracht. King kennt iPads, Spam-Ordner, Browser-Verlaufslisten und sogar anonyme Chat-Rooms (Server steht im Ostblock), elektronische Hilfsmittel zum Knacken von Autos, Plastiksprengstoff etc., aber auch das gute alte Rattengift. Mercedes-12-Zylinder tun - anders als Christine - ausschließlich das, was ihr abgrundtief bös-verrückter Fahrer will. Der böse Täter weiß auch, wie man den Plastiksprengstoff bei Großveranstaltungen (will er ihn wirklich gegen tausende Arbeitslose, in einem voll besetzten Football-Stadion oder - oh nein! - bei einem Konzert für 4000 arme kleine schutzlose Teenies mit ihren Mamis einsetzen?) wirkungsvoll zur Anwendung bringen kann.

    Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Was aus Odell wird, kann natürlich nicht verraten werden.

    Schließlich siegt - wie in jedem guten Mär... sorry Thriller - wenn auch mit einigen unvorhergesehenen Opfern - das Gute, und zwar ohne das irgendetwas Übernatürliches geschehen wäre.


    King hat ein sehr spannendes Buch geschrieben, das Grundlage für einen guten TV-Thriller abgeben würde. Krimi-Freunde werden auf ihre Kosten kommen. Typische Phantasy-King-Fans werden völlig neue Facetten ihres Lieblingsautors entdecken, aber vergeblich auf übersinnliche Phänomene warten.

    Mir hat das Hörbuch großen Spaß gemacht, was auch an dem hervorragenden Sprecher David Nathan liegt, ohne den ich mir ein Hörbuch von Stephen King nicht vorstellen könnte. Auch an der Aussprache englischer Ausdrücke habe ich nichts auszusetzen, wie ich als Reaktion auf einen Kommentar hinzufügen möchte.

    Wer pure spannende Unterhaltung schätzt, MUSS unbedingt zugreifen.

    18 von 23 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    bindigr 21.09.2014
    bindigr 21.09.2014
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    Geschichte
    "Neues vom Meister"

    Das ist kein typischer King, aber unverkennbar ein King. Sehr gut erzählt, mit höllisch spannendem Showdown.

    Die Geschichte ist eher im Krimi oder Thriller-Bereich anzusiedeln. Ex-Cop sucht psychopathischen Massenmörder. Der Stil ist eher distanziert, selbst zum Schluss lässt King sich nicht hinreißen und hält den Hörer auf Abstand. Dadurch entsteht eine erhebliche unterschwellige Spannung. Man möchte ja mitfiebern, kann aber nicht.

    Allerdings hat mich die Geschichte schon etwas an ältere Thriller erinnert, z.B an den "Schakal" von Frederic Forsythe.

    David Nathan liefert wie immer die perfekte akustische Umsetzung.

    6 von 8 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    JesMueSei 16.09.2017
    JesMueSei 16.09.2017
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    "Ich war noch nie einen Krimi Fan"

    Wie ein Buchling habe ich es mir zum Ziel gesetzt, alles zu lesen, was Stephen King so aus der Feder fließt. Mit Mr. Mercedes stelte der Master of Horror mich da vor eine knifflige Aufgabe. Ich mag Krimis nicht nur nicht, ich kann sie auf den Tod nicht ausstehen. aber eine Detektivgeschichte von King konnte ich mir nicht entgehen lassen.
    Ich habe es nicht bereut. Die Ereignisse aus zwei verschiedenen Sichtweisen zu erleben hat mich so manches Mal die Zeit vergessen lassen. David Nathan ist wie und je einfach brillant und von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Rosa Löffler Berlin 09.01.2016
    Rosa Löffler Berlin 09.01.2016
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    "Der King dankt ab: Mercedes an die Wand gefahren"

    Nun ist Stephen King also unter die Krimiautoren gegangen.
    Er schickt einen pensionierten Polizisten auf die Jagd nach einem Psychopaten und stellt ihm zwei smarte Außenseiter jüngeren Semesters als Assistenten zur Seite, wobei er deren Eignung als Sympathieträger auf jeder Seite herzerwärmend rühmt.
    Mit dem Urheber so großer Würfe wie "Es" oder "The Stand", und erstrecht mit der prägnanten Novellistik eines Richard Bachmann - da kann ich mich den anderen Rezensionen beim besten Willen nicht anschließen - ist das nur schwer in Verbindung zu bringen.
    Was der Autor mit seinem alternden Helden gemein hat, ist die Bemühung, sich als einer "vom alten Schlag" in einer IT-Welt zu behaupten. So sind die Rätsel, die es zu lösen gilt, zum Großteil technischer, wenn nicht gar informatischer Natur, und da fuchst er sich mit Hilfe der jungen Leute, die er an der Hand hat (auch das wird bei King nicht anders sein als bei Hodges) hinein, stets mit der omahaften Attitüde der Verwunderung, wie bewundernswert schnell die Finger dieser Generation das iPad bedienen oder welche Fachausdrücke aus der Computerwelt der jugendliche Jerome wie selbstverständlich im Munde führt.
    So wie der Zugang zu Computern, Handys und sozialen Netzwerken ist die gesamte Beschreibung der Jetztzeit: anbiedernd, bemüht darum, den Anschluß nicht zu verlieren. Das einundzwanzigste Jahrhundert grüßt auf jeder Seite. "Schaut her, ich habe meine Hausaufgaben gemacht!" Dieser Autor ist wie ein Senioren-Radsportler, der sich im pinkfarbenen Markendress abstrampelt.
    Wo ist der brillante Analyst der 70er, 80er und, zuletzt im "Anschlag", der 60er Jahre geblieben?
    Ich möchte den King zurück, der unter die triste, aber doch auch rührende Oberfläche des US-Bundesstaates Maine zu blicken wußte wie kein Zweiter und neben Monstern und bösartigen Maschinen so allerhand soziales Grauen zum Vorschein brachte, was ihn in meinen Augen zu einem wirklich bedeutenden Vertreter der amerikanischen Literatur macht.
    Dagegen ist "Mr. Mercedes" in der Tat der Schund, für den King landläufig schon immer gehalten wurde.
    Den Erzählstil kann man wertneutral als szenisch bezeichnen. Von der ausführlichen Darstellung umständlicher Gedankengänge abgesehen, fehlen zum - freilich zu umfangreichen - Drehbuch nur Angaben bezüglich des Kamerawinkels und des Bildausschnitts. Offenbar soll man das Buch in dem Tempo verschlingen, wie auch ein Film identischen Inhalts ablaufen würde. Aber was wäre das für ein Film? Rasante Unterhaltung gewiß, aber von der Psyhologie der äußerst karikaturhaften Protagonisten würde wohl nicht viel hängenbleiben.

    Den einzigen Lichtblick bildet die kurze Erzählung der Vorgeschichte des Bösewichts, die King in der Mitte des Buches liefert. Hier auf diesen wenigen Seiten, in denen es um die traurigen Schicksalsschläge der Familie Heartsfield und die Ermordung des kleinen Frankie geht, läuft er zu alter Meisterschaft auf. Und es wird tatsächlich - Halleluhja! - sogar momentweise richtig gruselig.

    Womit wir beim Sprecher David Nathan wären, der ja schon seit vielen Jahren auf King abonniert ist und dieses Amt nach allen Regeln der Kunst versieht, aber kurioser Weise eins wirklich absolut nicht drauf hat: Schrecken.
    Nathan betont das Herzliche, Einfühlsame, Humorige, und davon strotzt Mr. Mercedes im Übermaß.

    Leider scheint dieser Ausrutscher Auftakt einer ganzen Reihe von Hodges-Krimis zu sein. "Finderlohn" erspart uns den alten Haudegen ebenso wenig und fährt den Mercedes erneut an die Wand.

    PS:
    Wieso kann man hier eigentlich nur "Sprecher" und "Geschichte" bewerten? Will Amazon literarische Werke tatsächlich auf die Story reduzieren? Im vorliegenden Fall scheint es angemessen, aber wie viel Sterne vergibt man bei "Geschichte" für Musils "Mann ohne Eigenschaften" oder Fontanes "Stechlin"? Einen? Nur so ein Gedanke ...

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Annekathrin Heinisch 22.08.2015
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    "Wieder ein guter King."
    Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

    Nach dem letzten King Buch - Unsere kleine Stadt - , was ich schrecklich fand, war dies wieder ein sehr spannender, sehr "menschlicher" King. Keine Horrorgeschichte! Die Personen waren gut und liebevoll beschrieben. Und ich liebe es, wenn David Nathan liest.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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