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Inhaltsangabe

Russland 1918. Die Revolution hat gesiegt, die Zarenfamilie wird vom Exekutivkomitee des Urals hingerichtet. Was bleibt, ist ein riesiger Goldschatz, den die Bolschewiki in einem Güterzug vor den herannahenden Deutschen zu retten versuchen. Der junge Tschekist Iwan Kaschedub, ein schöner, stolzer, aber auch ungezügelter Mann, wird von Dserschinksi persönlich zum Kommandanten des Goldzugs ernannt. Er soll den Schatz nach Kasan bringen. Aber längst haben auch andere von dem Gold Wind bekommen.

Die schöne Polin Wanda Laudowska (26), die für einen westlichen Geheimdienst arbeitet, hat sich mit einer Empfehlung von Lenin persönlich unter das Begleitpersonal des Zuges gemischt. Aber auch die Funkerin Salomea soll das Gold "im Auge behalten", und im Führerstand der Lokomotive sitzt der japanische Agent und Schwertkämpfer Eiso Kidera. Für die revolutionäre Moral ist es natürlich besonders bedenklich, dass sich der Kommandant als erstes Hals über Kopf in die schöne Wanda Laudowska verliebt...


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©2007 Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG. Übersetzung von Friedrich Griese (P)2015 Audible GmbH

Hörerrezensionen

Bewertung

Gesamt

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Sprecher

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Geschichte

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Künstler oder Imitator?

Ein langer Zug beladen mit Goldbarren aus dem Zarenvermögen rast durch das revolutionäre Russland. Stalin will den Schatz für den neuen kommunistischen Staat
(…oder auch für sich, so klar ist das nicht), die Polen wollen ihn, die Tschechen, die Japaner und schließlich auch westliche Geheimdienste. Miroslaw Bujko, Doktor der Musikwissenschaft, Hochschul-Dozent in Warschau und Schriftsteller, scheint eine Art Autoren-Chamäleon zu sein, das Spaß daran hat, in den Erzähl-Stil berühmter Kollegen zu schlüpfen. In diesem Fall sind es die russischen Klassiker. Passagenweise hört sich die Geschichte vom begehrten Goldzug an wie eine Tolstoi-Erzählung. Das muss einer erstmal können, insofern ist dies keine Kritik sondern nur eine Feststellung.

Die Handlung ist wenig actionreich und konzentriert sich stattdessen auf das Seelen- und Geistesleben der handelnden Personen. Wieder klingen die Klassiker des russischen Realismus unüberhörbar durch. Selbst dann, wenn Bujko auch das Liebesleben seiner Heldinnen und Helden durchleuchtet. Wobei – "Liebesleben" ist ein allzu prosaischer Ausdruck, denn es geht gleich mehrfach explizit zur Sache. Das deutsche Buch-Cover mit der Kombination aus Dampflock und Damenbeinen in Netzstrümpfen verspricht das ja schon. Entjungferung, lesbische Abenteuer, Ménage-à-trois – Bujko lässt nichts aus, bleibt dabei aber seinem Tolstoi-Stil trotzdem absolut treu. Ein echtes Autoren-Kunststück!

Kurios wird es allerdings, als ein gewisser Eiso Kidera ins Spiel kommt. Er ist der Lokführer – in Wahrheit aber ein japanischer Schwertkämpfer. Auf diese Figur wäre Tolstoi oder einer seiner zeitgenössischen Romanciers wohl nicht gekommen. Die Erklärung liefert Bujkos Biografie: Er ist selbst ein begeisterter Samurai-Schwertkämpfer und kennt sich mit den japanischen Waffen und ihrer komplizierten, kunstvollen Herstellung bestens aus. Also findet sich der Hörer unversehens bei einem Schwertschmied in den japanischen Bergen wieder. Ein langer Exkurs, der Interesse und Geduld erfordert.

Ein kluges, oft geistreiches Buch, das sich aber durch seine Tolstoi-Ambitionen der Gefahr aussetzt, im direkten Vergleich am Ende zu scheitern: Authentische Autoren-Leistung – oder nur ein Imitat?

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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  • Geschichte
    1 out of 5 stars

...das langweiligste Hörbuch

Was genau hätte man an Der goldene Zug noch verbessern können?

Einmal muss es ja das "erste Mal" sein - es gibt nichts langweiligeres als dieses Hörbuch. Wer sich für den russischen Bürgerkrieg der 20er Jahres interessiert, der soll es sich anhören, wer eine spannende Story erwartet, soll die Finger davon lassen.

  • Gesamt
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  • Sprecher
    4 out of 5 stars
  • Geschichte
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Ist nicht mein Ding gewesen.

Zu sehr Liebesgeschichte, zu wenig Spannung.
Habe nach dem halben Buch abgebrochen.
Ich werde mir kein Hörbuch von Miroslaw Bujko mehr holen.
Schade, denn es war so ein vielversprechender Titel, aus dem man in der Geschichte so viel hätte machen können.