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Aurora Hörbuch

Aurora

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Inhaltsangabe

Als der britische Historiker Kelso Einzelheiten über ein bislang unbekanntes Notizbuch Stalins zugespielt bekommt, wittert er eine Sensation. Kurze Zeit später wird der Informant ermordet, und es beginnt eine lebensgefährliche Jagd, die Kelso quer durch Russland führt.

©2006 Heyne (P)2012 Random House Audio

Hörerrezensionen

Bewertung

4.0 (302 )
5 Sterne
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Gesamt
4.1 (175 )
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2 Sterne
 (6)
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Geschichte
4.4 (174 )
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4 Sterne
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3 Sterne
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2 Sterne
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1 Stern
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Sprecher
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    Flyboy01 Hannover 02.07.2012
    Flyboy01 Hannover 02.07.2012

    Hamburg

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    "Ganz großes Kopf-Kino"

    Historiker Kelzo, ein exzellenter doch durch seine Eskapaden lädierter Historiker, stösst im Russland der Jelzin-Zeit auf ein mysteriöses Dokument aus der Stalin-Ära. Prompt sind ihm die brutalen Komplizen des verstorbenen Diktators auf den Fersen. Um der Sache auf den Grund zu gehen, muss Kelzo weit in den russischen Norden, hinein in die verschneiten Wälder bei Archangelsk. Die sind nicht nur wegen der Bären und der Schneefälle lebensgefährlich, denn hier lebt ein Ungeheuer der besonderen Art...

    Robert Harris liebt das Düstere ("Vaterland") und ist ein Meister der atmosphärisch dichten und suggestiven Erzählkunst. Das morbide, zerfallende Russland, triste Städte nahe der Apokalypse bilden die Kulisse. Immer wieder schildert Harris dabei in Retrospektiven die klaustrophobe und irrsinnige Welt in der unmittelbaren Umgebung des "Genossen Stalin". Hoch interessante Passagen, bei denen der studierte Historiker Harris (Cambridge) sein Fachwissen eindrucksvoll zum Einsatz bringt. Unglaublich die Szene, in der Stalin seine Vasallen bis zum Umfallen zu einer Schallplatte mit Hundegebell tanzen lässt.

    Die unglaubliche Intensität dieses Romans wird in der Hörbuchfassung durch den Erzähler Karlheinz Tafel meisterhaft eingefangen und verstärkt. Leise, intensiv, ohne Pathos oder Action-Effekte, erweckt er die Geschichte zum Leben. Er zieht seine Hörer unerbittlich mit sich in die Welt des Fluke Kelzo und erweckt Harris' Szenarien zu erschreckend realistischem Kopf-Kino. Eine ähnliche Glanzleistung gelang ihm auch schon als Sprecher von "Vaterland".

    Leider ist diese große Stimme für immer verstummt. Karlheinz Tafel verstarb im April 2012. Ein großer Verlust. Mit den Hörbuch-Fassungen von Robert Harris hat er sich ein Denkmal gesetzt. Nur sehr wenige seiner Zunft haben seine Intensität, sein Gespür für Nuancen und sein schauspielerisches Lese-Talent.

    Ein großartiges Buch, meisterhaft erzählt, mit einer Geschichte voller Überraschungen. Nichts ist, wie es scheint. Der Schatten Iossif Wissarionowitsch Stalins reicht weit in die Neuzeit. Harris warnt: Stalins Geist lebt weiter. Und das im wörtlichen Sinn...

    30 von 31 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Martin W. 16.08.2012
    Martin W. 16.08.2012
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    "Spannender Blick in eine dunkle "Realität""

    WOW! Ich bin begeistert. Zum Buch: Robert Harris schafft es eine "unglaubliche" Geschichte zu erzählen, die aber nie so weit von der Realität und Wahrscheinlichkeit abweicht, dass sie nicht hätte passieren können. Die Charaktere sind (wie immer) durchdacht und bringen geschickt ihren Teil zum Ganzen bei. Der Antiheld-Protagonist hält den Zuhörer immer auf Distanz – so dass man mit der Handlung "mitfiebert" und nicht mit den Personen. Und das Besondere an dem Buch ist, dass die heutige Realität in Russland vermutlich gar nicht so weit von dem entfernt liegt, was Harris beschreibt. Zum Sprecher: Karlheiz Tafel gibt der Geschichte mit seiner besonderen Art zu erzählen eine zusätzliche Würze. Sein spannender und einnehmender "Plauderton" saug einen förmlich auf. Die Charaktere werden sehr gut unterstrichen aber nicht überspitzt. Und wie schon bei Vaterland hängt über der ganzen Geschichte ein Hauch von Düsternis. FAZIT: Ein tolles Buch - das beste das ich von Harris bis jetzt gehört habe. Ein toller Sprecher. Ein muss für alle die das Thema interessiert.

    11 von 11 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    St.Lindenbaum München 14.06.2012
    St.Lindenbaum München 14.06.2012
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    "STALIN extrem"

    Vielleicht das beste Buch von Harris (ich kenne alle) und sicher das beste Hörbuch des letzten Jahres (ich höre viele). Wow! Gerade fertig und völlig begeistert. Die Story ist äußerst originell, die Umsetzung perfekt gelungen. Sehr gut gelesen, ohne verstellte Stimmen, ohne Gedudel zwischendurch. Audio: perfekt. Spannung pur, bis zur letzten Sekunde. Aber am besten hat mir die sehr plastische Schilderung des zusammenbrechenden Sovietreiches unter Jelzin gefallen, die schonungslose und nach meinem Geschmack sehr ehrliche Behandlung der komplexen Fragen und vor allem das, was man über Stalin erfährt. Manch einer mag eine heimliche Bewunderung für Diktatoren aller Farbgebungen haben. Nach diesem Buch stellen sich aber JEDEM Fragen, warum das möglich ist...

    18 von 20 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Udolix Berlin, Deutschland 03.01.2017
    Udolix Berlin, Deutschland 03.01.2017
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    "Russische Seele"

    In den 70er Jahren meiner Ost-Schulzeit war die Welt noch „heile“. Die Mitgliedschaft der Deutsch Sowjetischen Freundschaft wurde diktiert, genauso wie ein Weltbild vom Klassenkampf mit dem großen Bruder Sowjetunion an „unserer“ Seite. Mit dieser Ideologie wurden die Kinder der DDR geimpft und historisch abgeschottet. Um so schockierender wirkt das Buch „Aurora“ auf mich, das schonungslos aufzeigt, wie anders die Realität im tiefen Osten war. Harris skizziert ein schonungsloses graues, düsteres Land, fest in den Händen einer diktatorischen Ideologie, die dem 3. Reich in seiner Brutalität, Manipulation und Menschenverachtung in nichts nachsteht. Die Story ist sehr komplex, teils verwirrend für mich als Hörbuch, da viele russische Namen der Protagonisten erst einrasten müssen um mitzukommen. Man sollte sich etwas Zeit hierfür nehmen. (das geht gelesen sicherlich leichter) Aber die Story ist glaubwürdig und spannend, historisch gut recherchiert, und macht beim Hören süchtig. Ein exzellenter Geschichtsunterricht, der betroffen macht, atmosphärisch gut wie auch „Kind 44“ von Tom Rob Smith. Harris versucht die russische Seele einzufangen und das gelingt ihm auch mit einem überzeugenden Karlheinz Tafel an seiner Seite.

    4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    cric2ch 15.12.2014
    cric2ch 15.12.2014
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    "Ich brauchte einen zweiten Anlauf"

    Wie bei einigen Hörspielen, brauchte ich auch hier einen zweiten Anlauf. Beim ersten Reinhören hat es mich nicht sonderlich gepackt und so fand ich es erst später wieder in meiner Bibliothek und versuchte mich nochmals darauf einzulassen. Was bin ich froh! Eine wunderbare Sprache, absolut atmosphärische Beschreibungen und eine höchst intelligente Geschichte.
    Danke für alle positiven Bewertungen, die mich doch noch überzeugt haben, dem Titel eine zweite Chance zu geben.

    3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    M. Harb Graz 30.09.2016
    M. Harb Graz 30.09.2016

    No Fate but what you make....

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    "Für den Historiker ein Juwel, generell TOP!"

    Aurora fiel mir durch Zufall in die Hände und ich habe es keine Hörminute lang bereut. Im Wesentlichen ist es ein historischer Krimi, der insofern als besonders historisch "dicht" betrachtet werden kann, als dass hier auch die Historikerzunft selbst im Zentrum des Geschehens steht. Die Arbeitsweise des HIstorikers, die Lobby dahinter, inner- und interdisziplinäre Fragestellungen/Debatten fließen ein und generell bleibt man mit dem Gefühl zurück, dabei gewesen zu sein "als Geschichte gemacht wurde".
    Harris gelingt es nicht nur implizit den aktuellen Forschungsdiskurs zum Thema "Stalin" einzubetten, sondern liefert ebenfalls eine spannende, intelligente Geschichte mit interessanten Rollen, der einen oder anderen Wendung und so manchem wow-Moment.
    Die große Stärke des Werkes liegt jedoch in ihrer selbstreflexiven Attitüde hinsichtlich des historischen Selbstverständnisses.
    Für mich als Historiker bietet das Buch somit Qualitäten auf mehreren Ebenen, aber auch für den nicht-universitär historisch Interessierten ist dieser Roman uneingeschränkt empfehlenswert, ein toller Hybrid aus historischem Sachbuch, Biographie und Krimi.
    FAZIT: Uneingeschränkt empfehlenswert!

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    pf 18.02.2013
    pf 18.02.2013 Bei Audible seit 2007
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    "Na ja"

    Leider habe ich mich von den Rezesionen verleiten lassen. Ich komme einfach nicht richtig hinein. Mir ist es ein bischen zu langatmig und langweilig und es fehlt die Spannung. Schade, da ich eigentlich Politthriller sehr mag.

    4 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    Beatrix Franke 21.04.2017
    Beatrix Franke 21.04.2017
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    Geschichte
    "Spannend aber Durchschnitt"

    Ich lebte und arbeitete in den Jahren 1992 bis 2004 in Russland in St. Petersburg und glaube mir ein relativ objektives Bild jener Zeit, in der die Handlung des Buches spielt, machen zu können. Es ist ein spannender Roman, den ich fast in einem Stück gelauscht habe. Die damaligen Verhältnisse spiegelt der Roman jedoch etwas einseitig und überspitzt dar. Nach den vorherigen Rezensionen hatte ich besseres erwartet. Schade. Schade auch, dass sich die Russische Geschichte mit Putin zu wiederholen scheint. Putin ist kein Sohn Stalins vom Blute her aber, wenn man es sagen darf, ein Sohn Stalins im Geiste.

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