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Sämtliche Essays, Band 4

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Sämtliche Essays, Band 4

Autor: George Orwell
Czyta: Friedrich Frieden
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Dieses Hörbuch enthält folgende Essays: Der Löwe und das Einhorn C, Der Löwe und das Einhorn D, Hitler und der Weltstaat, Der spanische Krieg, Rudyard Kipling. Geboren in der ehemaligen britischen Kolonie Indien verlief das Leben von George Orwell alles andere als geradlinig. Er besuchte Schulen in Indien und England, beherrschte mindestens zwei gebräuchliche Sprachen Indiens, arbeitete in diversen Gelegenheitsjobs, trieb sich als Landstreicher in England herum, studierte unter Aldous Huxley, verdiente sich als Polizist in Indien, nahm am spanischen Bürgerkrieg als Freiwilliger auf Seite der Republikaner teil und arbeitete Seite an Seite mit Ernest Hemingway als Kriegsberichterstatter. Als junger Mann stand er zwar kommunistischen Ideen offen gegenüber und in seinen frühen Texten finden sich auch antisemitische Vorurteile, doch mit der Zeit und in reiferen Jahren distanzierte sich Orwell öffentlich und in seinen schriftstellerischen Werken ohne Wenn und Aber von seinen jugendlichen Dummheiten. Womöglich durch die brutale Fremdherrschaft des Empires über Indien und durch Stalins organisierten Staatsterror und Massenmord angewidert entwickelte er sich zu einem überzeugten sozialistischen Demokraten, der alle Machtorgane von möglichst vielen Menschen organisiert und Machtumsetzung immer auf möglichst vielen Schultern verteilt sehen wollte. Einen großen Teil seiner prosaischen Werke bilden seine Essays ab – auf vorliegendem Hörbuch mit folgendem Inhalt: Zunächst vergleicht Orwell die Wirtschaftsstruktur von Sozialismus mit der Gewinn maximierenden Eigenart der freien Marktwirtschaft – dem Kapitalismus und die daraus resultierenden Gefahren für die Gesellschaft. Er erklärt, warum extrem reiche Leute eher mit dem Faschismus sympathisieren und warum im Allgemeinen die oberen 10.000 von politisch extremen Regierungen entlastet und gefördert werden.Ein kritischer Punkt für freie Gesellschaften ist laut Orwell dann erreicht, wenn „Langeweile auf Stagnation“ trifft. Am Beispiel von Nazi-Deutschland wird verdeutlicht, zu was plötzlich steigende staatliche Rüstungsausgaben in diktatorischen Ländern führen (müssen) und wie selbst dieser Umstand in anderen Ländern seine Befürworter findet. Dann versucht Orwell ein Gesellschaftsmodell zu skizzieren, das es selbst als „demokratischen Sozialismus“ bezeichnet, in welchem Schablonendenken innerhalb der überholten Links-Rechts-Symbolik keine Rolle mehr spielt und jeder Bürger unabhängig von Begleitumständen seiner Geburt die gleichen Chancen und Bildungsmöglichkeiten erhält. Dieser wünschenswerte Zustand soll laut Orwell durch eine teilweise Verstaatlichung gewisser Wirtschaftsbereiche und eine Begrenzung der Menge an privatem Besitzeigentum umgesetzt werden. Darüber hinaus analysiert er den Umstand, das unter Berücksichtigung des historischen Faktums, dass alle Demokratien der Welt jederzeit und ständig von allen linken und rechten innenpolitischen Kräften angegriffen werden, die Argumente von sogenannten Linken wie Rechten praktisch je nach Bedarf untereinander ausgetauscht werden und das autoritäre Staatswesen der Erbfeind aller freiheitlichen Strukturen ist. Dann stellt Orwell folgenden zwischen Utopie und Apokalypse angedachten Gedanken in den Fokus des Zuhörers: Den Weltstaat nach H.G.Wells, in welchem alle Kulturen ihr Wissen bündeln und umsetzen in Form eines kosmopolitischen Schulunterrichts mit historischer Weltgeschichte, einer globalen Streitmacht und gleichen Rechten für jede Frau, jeden Mann und jedes Kind weltweit und die Variante nach Hitler (oder Putin), welche aus einem Herrschaftsgebiet mit einer dominierenden Nation von der Pazifik- bis zur Atlantikküste für den Anfang besteht. Anschließend schildert Orwell seine Erfahrungen aus dem spanischen Krieg und spannt den Bogen zur sogenannten „objektiven Wahrheit“, welche in ziemlich vielen Varianten zu existieren scheint. Des weiteren stellt er anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis fest, dass die spanischen Freiheitskämpfer keinerlei Waffenlieferungen aus den demokratischen Staaten als Unterstützung bekommen haben, während die faschistischen Franco-Truppen mit Kriegsgerät aus Nazi-Deutschland und Nazi-Italien unterstützt wurden und deshalb den Sieg davontrugen. Die interessante These bezüglich einer in der Regel kurz- bis mittelfristig anhaltenden Überzeugungsneigung hin zu leeren Versprechen von Parteien, die niemals regiert haben, von Otto Normalverbraucher ist überaus scharfsinnig, denn früher oder später kommt immer der Moment, in welchem auch diesem klar wird, dass er auf eine Lüge hereingefallen ist. Und abschließend nimmt Orwell Stellung zu dem Vorwurf gegenüber Rudyard Kipling, er wäre ein Faschist und widerlegt diese böswillige Unterstellung (von welcher Seite auch immer dieses Gerücht gestreut wurde).

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Sämtliche Essays, Band 5 Autor: George Orwell
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