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Suleika öffnet die Augen Hörbuch

Suleika öffnet die Augen

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Inhaltsangabe

Suleika ist eine tatarische Bäuerin. Eingeschüchtert und rechtlos lebt die Mutter von vier im Säuglingsalter gestorbenen Kindern auf dem Hof ihres viel älteren Mannes. Ihr Weg zu sich selbst führt durch die Hölle, das Sibirien der von Stalin Ausgesiedelten.

Ein anrührendes und meisterhaftes Debüt, das in 21 Sprachen übersetzt ist. Vielfach preisgekrönt, u.a. als Großes Buch 2015 und mit dem Jasnaja Poljana-Preis 2015.



>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

©2017 Aufbau Verlag GmbH & Co. KG (P)2017 Audible GmbH

Kritikerstimmen


Für mich bleibt es ein Rätsel, wie es einer so jungen Autorin gelungen ist, ein so eindringliches Werk zu schaffen.
-- Ljudmila Ulitzkaja

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Hörerrezensionen

Bewertung

4.4 (528 )
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Gesamt
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3 Sterne
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Geschichte
4.7 (495 )
5 Sterne
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4 Sterne
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3 Sterne
 (22)
2 Sterne
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1 Stern
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Sprecher
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    Christine 19.04.2017
    Christine 19.04.2017
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    "Eine der besten Geschichten"
    Würden Sie Suleika öffnet die Augen noch mal anhören? Warum?

    Ja - ich habe das Hörbuch nach dem Ende gleich nochmal angefangen. Es soll ja die Geschichte der Großmutter der Schriftstellerin sein. Die Großmutter entspricht in etwa dem Alter meiner Großmütter und eine meiner Großmütter hat eine ähnliche Geschichte durchmachen müssen. Sie wurde von Danzig in den Ural verschleppt, ist von dort aufgrund Krankheit zurückgeschickt worden, hat nach ihrer Rückkehr nach Deutschland ihre Kinder durch das Rote Kreuz suchen müssen und ist schließlich kurz vor der Jahrtausendwende im Alter von 91 Jahren gestorben. Leider haben wir als Enkelkinder den Geschichten nicht mit dem entsprechenden Interesse gelauscht.... was haben wir derzeit schon davon verstanden. Heute bereue ich das zutiefst.
    Meine Oma hat von den Menschen, die ihr dort begegnet sind, von den Frauen, die innerhalb des Landes auch in den Ural verschleppt wurden, immer gut gesprochen. Die Geschichte von Suleika gehört zu denen, die ich immer wieder hören werde, weil sie einfach authentisch und doch außergewöhnlich ist.


    Welcher Moment von Suleika öffnet die Augen ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

    Nachdenklich macht mich das Gespräch zwischen der Schwiegermutter und dem Sohn über den Verbleib der Geschwister. Da ich das Hörbuch "Kind44" gehört habe, kann man sich hier seine eigenen Gedanken machen. Ob die Hintergründe, dass alles gegessen wurde, was den Menschen in ihrem Hunger unter kam, wahr sind, kann ich nicht beurteilen. Aber es lässt der Phantasie einigen Spielraum. Im Gedächtnis bleiben wird mir die Zufriedenheit der Suleika an ihrem Leben in Sibirien, die Beschreibung der Landschaft, der Tiere, des Lebens dort. Es klingt für mich wie eine wahre Geschichte ohne Schnörkel und ohne konstruierte Dramatik. Suleika öffnet die Augen, nimmt ihr Leben selbst in die Hand, und macht das Beste draus.


    Hätten Sie das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch durchgehört?

    Ich habe beim Hören immer Pausen zum Nachdenken und auch zum Nachschauen im Internet gebraucht, damit mir die Orte und Hintergründe verständlicher werden. Das mache ich in der Regel bei guten historischen Büchern immer so. Vom Sprecher bzw. Vorleser habe ich schon einige Bücher gehört und er gehört zu meinen Favoriten.


    Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

    Dieses Hörbuch beschreibt eine Geschichte im fernen Sibirien, von einer Gegend, in die man kaum je kommen wird. Das macht es um so interessanter, zumal die ganzen negativen Klänge fehlen, die man in anderen Büchern über dieses Land findet (wo am Ende die Leute meistens fliehen und endlich im tollen Europa oder Amerika ihr Glück finden). Ich finde es wunderbar, dass Suleika dort ihre Heimat und ihr eigenes Glück oder Zufriedenheit - wie immer man es nennen will - gefunden hat. Ich wünsche mir sehr, dass ich nochmal ein solches Buch finde - heimatbezogen und originell.

    27 von 27 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    G. Koeniger 02.03.2017
    G. Koeniger 02.03.2017
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    "Suleika öffnet Mir die Augen.."

    ein großartiges Buch ,lange zeit kaum zu ertragen zu lesen was diesen Menschen alles angetan wurde aber mit ihnen zu leiden war für mich die Voraussetzung dass mir dieser wunderbar geschriebene Roman für vieles die Augen geöffnet hat.Ich bin historisch und geografisch eingetaucht und habe von diesen Menschen und ihrer Geschichte viel mitgenommen..von meiner Seite eine klare Leseempfehlung

    29 von 30 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    ursina 05.03.2017
    ursina 05.03.2017
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    Geschichte
    "Ergreifend und lebensecht."

    Lebendig und plastisch geschrieben Sodas Bilder in einem entstehen.Man entdeckt die Landschaft und erlebt das Wirken und Leben der Personen und Persönlichkeiten. Einzelne Bilder und Situationen werden mich sicher längere Zeit begleiten. Sehr empfehlenswert

    13 von 13 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Ute Heppenheim, Deutschland 12.03.2017
    Ute Heppenheim, Deutschland 12.03.2017
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    Geschichte
    "Suleika und Ignatow öffnen die Augen"

    Suleika ist die Frau eines wesentlich älteren Kulaken, ihre vier Töchter sterben jeweils recht schnell nach ihrer Geburt, ihre Schwiegermutter ist die Ausgeburt der Hölle. Auch der Mann ist recht grob und roh, Suleika erträgt ihr Leben in Demut. Dann kommen die „Roten Horden“, ermorden ihren Mann, lassen die bereits 100-jährige erblindete Schwiegermutter auf dem Gut zurück und rauben Suleika. Sie wird daraufhin mit 1000 anderen „Umsiedlern“ in einen Zug gepfercht und wochenlang durch die Gegend gefahren. Scheinbar ziellos leiden sie an bitterer Kälte und Hunger, nicht wenige sterben auf der Fahrt.

    Ein weiterer Protagonist ist Igantow. Er ist der Mörder von Suleikas Mann und eben dieser wird dazu verpflichtet, den Transport der Sklaven – aber nein, es sind ja „Umsiedler“ – zu überwachen. Somit trennt sich der Weg von Suleika und Igantow nicht, im Gegenteil, sie sind ständig gemeinsam auf dem Weg. Er als unfreiwilliger Bewacher und sie als Gefangene von ihm. Als letztendlich nur noch 29 Überlebende dieser Tortur an ihrem Zielort in Sibirien ankommen, ist dort nichts. Überhaupt nichts. 29 Gefangene und ein Bewacher mit einer Pistole. Die versprochene Hilfe kommt nicht. Kann man das in dieser unmenschlichen Landschaft überleben?

    Dieses Hörbuch geht ganz tief unter die Haut. Gusel Jachina hat einen sehr eindringlichen und gefühlvollen Stil, der den Hörer mitten hinein in die Geschehnisse versetzt. Ob es nun die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen sind oder die Charakterisierung der Menschen, alles und alle vermag sie derart bildlich zu beschrieben, dass man keine Minute an der Echtheit und Glaubwürdigkeit zweifelt. Nicht selten entsteht dadurch ein dicker Kloß im Hals des Zuhörers.

    Sehr interessant fand ich auch die Metapher, als der Professor immer mehr von einem Ei eingehüllt wurde, um sich dem herrschenden Wahnsinn zu entziehen. Nur so konnte er diese Welt noch ertragen.

    Suleika öffnet die Augen ist eine Geschichte, die schwer zu ertragen und zugleich grandios erzählt ist. Es ist in meinen Augen typische schwere russische Literatur, an der man zu knabbern hat. Viele der geschilderten Situationen werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Wenn ich mich nachts in meinen Träumen in einem Buch befinde, dann ist das ein eindeutiges Zeichen, dass es sehr großen Eindruck auf mich gemacht hat. Und ich war nächtelang in Sibirien.

    Und nun komme ich zum schwierigen Teil dieser Bewertung. Frank Arnold als Sprecher fand ich stellenweise äußerst anstrengend. Ich habe nun schon öfter erwähnt, dass ich ihn als Sprecher von Sachbüchern ganz hervorragend finde. Da kommt ja auch keine direkte Rede vor. Doch hier haben wir natürlich viele Stellen mit Dialogen und auch viele Stellen, in denen geschrien wird. Ich finde es äußerst anstrengend, ihm dabei zuzuhören. Klar, er macht das mit viel Leidenschaft! Keine Frage! Aber ich finde seine Interpretation immer äußerst anstrengend. Fast schon schrill. Anfangs sind stimmlich viele anstrengende Stellen, das legt sich im Laufe der Geschichte ein Glück. Mit der restlichen Darbietung war ich dann sehr zufrieden.

    33 von 37 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    David 06.10.2017
    David 06.10.2017
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    "Fragwürdiges sowjetisches Märchen"

    Das Märchen:
    "Es war einmal ein einfaches Bauernmädchen im nachrevolutionären Russland, das durch die Kulakensäuberung aus ihrer unseligen familiären Umgebung befreit wurde. Das Schicksal verschlug es ins Exil nach Sibirien, wo es in Zusammenarbeit mit anderen Umsiedlern neues Land erschließen und die Zukunft des Sozialismus aufbauen helfen soll. Die neugegründete Siedlung wächst und gedeiht, die Bewohner üben sich im Jagen und Fischen, und der Mörder ihres Mannes, der zum Kommandeur des Transports ernannt wurde, stellt sich letztendlich als feinfühliger Mann heraus, der auch nur seine vaterländische Pflicht erfüllt, und so vereinen sich beide in Erfüllung ihrer sozialistischen Lebensaufgabe."

    Die Vernichtung der russischen Mittelschicht (als sog. "Kulaken" stigmatisiert) ab den späten 1920er Jahren, und deren Verschickung in die Sklaverei in industriellen Konzentrationslagern (GULAGs), in einer absurd verharmlosenden Abenteuerfantasie darzustellen, ist einfach empörend. Warum die russische Gegenwartsliteratur noch ein Machwerk hervorbringt, dessen geistige Propaganda-Ahnen aus den 50er und 60er Jahren längst das Zeitliche gesegnet haben, wirft unangenehme Fragen nach der aktuellen Geschichtswahrnehmung in Russland auf.
    Wer glaubt, dass die Geschichte auch nur annähernd hätte so laufen können, irrt. Das "Exil in Sibirien" gab es vielleicht noch in der Zarenzeit bis zum 1. Weltkrieg (Stalin selbst war betroffen und verbrachte einige Zeit mit Jagen und Fischen). Die stalinistischen Arbeitslager jedoch waren industrielle Großprojekte, in denen Hunderttausende Zwangsarbeit leisteten und dabei auch z.T. gezielt vernichtet wurden.
    Die Terminologie im Buch ist verstörend. Die in die Sklaverei verschickten sog. "Kulaken" - d.h. die wirtschaftlich und ideologisch unabhängige Mittelschicht - werden als "Umsiedler" bezeichnet (das suggeriert den freiwilligen Gang ins Exil), der Transportkommandeur fortan als deren "Vorgesetzter". Welch widerliche Euphemismen! Man bekommt den Eindruck, die Autorin glaubt selbst daran.
    Welche Empörung würde es in Deutschland hervorrufen, wenn man von einem Transport jüdischer Gefangener in ein KZ während des Holocaust in der gleichen Weise erzählen würde?

    Das ist sowjetische Propaganda-Schundliteratur, sowas konnten die Leute früher offenbar besser einordnen (wenn sie es wagen durften).Die Hauptfiguren werden in einem Zustand dauerhafter Naivität belassen - da gibt es keinen Platz für Gewissenskonflikte - was die Erzählweise unglaubwürdig macht. Inhaltlich ungenügend. Es ist mir unklar, warum Audible so ein Machwerk totalitärer Romantisierung auflegt, und dafür auch noch einen an sich guten Sprecher verpflichtet.

    10 von 11 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Berthold Haas 25.04.2017
    Berthold Haas 25.04.2017
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    Geschichte
    "Wunderbar empfunden"

    Dies ist die Geschichte Suleika's Erwachen. Als junge muslimische Frau, die, schlimmer als eine Dienstmagt von ihrem Mann und ihrer Schwiegermutter behandelt, von Rotarmisten aus ihrer Heimat in den Sibirischen Gulag verschleppt wird und sich dort zu einer selbständigen, unerschrockenen Frau entwickelt. Großartig erzählt, mit wundervollen, oft herzzerreißenden, dann wieder poetisch beglückenden Details, riß mich die Erzählung entlang, durch Höhen und Tiefen in eine unbekannte, Atemberaubende und schockierende Welt. Der Sprecher ist fantastisch und wird dem emotionalen Reichtum des Materials in jeder Hinsicht gerecht.

    4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Amazon Kunde 13.03.2017
    Amazon Kunde 13.03.2017
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    Sprecher
    Geschichte
    "Toller Sprecher und bewegende Geschichte"

    Ich würde das Buch empfehlen. In der Mitte war es mir persönlich aber zu langatmig und irgendwie passierte über einen längeren Zeitraum nicht wirklich etwas hatte ich den Eindruck.

    Gut gefallen hat mir, wie lebendig alles beschrieben ist und der Einblick den man gewinnt.

    Der absolute Höhepunkt stellt für mich aber der Sprecher da, den ich bislang nicht kannte. Er macht das (Hör)Buch erst so grandios!

    4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    monerl 07.06.2017
    monerl 07.06.2017
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    Geschichte
    "Ein Meisterwerk!"

    Suleika öffnete im Laufe der Geschichte ihre Augen aber auch mir hat die Autorin den Zugang und die Augen für eine historische Epoche geöffnet, von der ich bisher nur am Rande etwas wußte. Ich lernte was Kulaken sind, wie die Entkulakisierung stattgefunden hat, was Gulag-Systeme sind und wie die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft in Russland umgesetzt wurde.

    Wir befinden uns in Russland von 1930 während der Diktatur Stalins. Suleika, ihr Mann und ihre Schwiegermutter leben als freie und unabhängige Bauern und sind als Tataren einer ethnischen Minderheit zugehörig. Die Rote Armee zerstört im Zuge der Zwangskollektivierung der Landwirtschaft Suleikas bisheriges Leben und siedelt sie gemäß der Entkulakisierung in Sibirien im Gebiet der Taiga an, das sich durch lange und schneereiche Winter und einem kurzen Sommer auszeichnet.

    Der Leser beschreitet mit Suleika diesen ganzen schrecklichen Weg in die Ungewissheit. Es gibt keine Beschönigungen! Gusel Jachina lässt diese furchtbare und unmenschliche Zeit bildgewaltig vor dem inneren Auge des Lesers entstehen. Auf dem Programm stehen Enteignungen, Exekutionen, Massendeportation in Zügen zu Gefängnissen und Gefangenenlagern, wo viele, die es geschafft haben lebendig dort anzukommen dann schlussendlich zusammengefercht, durch Krankheiten wie Typhus, ihr Leben lassen müssen. Endlich im Nirgendwo angekommen, muss sie feststellen, dass sie zu den ersten Umsiedlern gehört, die dort eine neue Siedlung erst aufbauen müssen, aus dem Nichts und mit nichts und der erste Schnee fällt bereits vom Himmel.

    Ich konnte nicht aufhören der Geschichte zu lauschen und Suleikas Weg zu folgen! Eine schwere Zeit, keine Menschlichkeit, eine karge und grausame Natur und mittendrin Suleika, die plötzlich nicht nur für sich Verantwortung übernehmen muss. Mehr als einmal muss sie das Leben und ihre gewohnten Prinzipien überdenken und neu zusammenwürfeln, sich den Geistern ihrer Vergangenheit und Erziehung stellen und gegen sie ankämpfen. Sie macht einen Schritt nach dem anderen und erfindet sich, den Umständen entsprechend, neu. Suleika, eine naive junge Frau, für die ich ganz viel Bewunderung übrig habe und die sich langsam aber sicher in mein Leserherz geschlichen hat.

    Der Autorin ist ein Meisterwerk gelungen! Echt und unverblühmt bringt Gusel Jachina einen schlimmen Teil der russischen Geschichte an den Leser und kann damit auch noch unterhalten. Nein, dies ist kein leichter Roman, es ist eine bewegende Geschichte aus vielen, der in ihr spielenden Figuren mit historischem Hintergrund. Es ist auch eine Liebesgeschichte, aber eine der ganz anderen und sehr kargen Art. Keinesfalls kitschig, denn der männliche Protagonist, Kommandant Ignatov, lässt dies zu keiner Zeit zu. Auch er öffnet die Augen, durchläuft einen schmerzhaften Prozess, bis hin zur Erkenntnis, dass man nicht jeden Kampf gewinnen kann! Und doch kann er ganz zum Schluss noch einen kleinen, heimlichen Sieg davontragen.

    Der Hörbuchsprecher Frank Arnold ist wirklich die Bestbesetzung für dieses grandiose Buch. Seine Stimme wird der Härte, Entbehrung und Unliebsamkeit der Geschichte gerecht. Es war ein Genuß ihm zuzuhören und sich von ihm nach Russland und in die sibirische Kälte und Weite tragen zu lassen!

    Fazit:
    Eine unschnörkelilge Geschichte über das Leben einer fremdbestimmten Frau, die zeit ihres Lebens dieses wird nicht ganz in ihre Hände übernehmen können. Dafür sorgte Stalin und der Kommunismus. Aber es ist auch ebenso eine Geschichte eines Kommunisten, der zwischen die Räder des Systems gerät und seine Autonomie verliert und nur noch im Rahmen seiner Funktion als Kommandant einer "Siedlung am Ende der Welt" eine begrenzte Freiheit ausleben kann.

    8 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Frost Jürgen 30.09.2017
    Frost Jürgen 30.09.2017
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    Geschichte
    "interessant"

    schöne berührende Geschichte
    ohne sentimental zu sein.zieht in den Bann bis zum Schluss.
    empfehlenswert und differenziert


    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Ruth 11.04.2017
    Ruth 11.04.2017
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    "Tolles Buch,"

    Großartig,, schockierend und sehr fremd ! ich musste manchmal aufhören zuzuhören weil ich zu betroffen war!

    8 von 10 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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