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Kindeswohl Hörbuch

Kindeswohl

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Beschreibung von Audible

Was gut für einen ist, weiß jeder selbst am besten - oder etwa nicht?

Was ist Selbstbestimmung? Mit dieser Frage muss sich Richterin Fiona Maye im Roman "Kindeswohl" von Ian McEwan auseinandersetzen. Vorgelegt wird ein Fall, bei dem sie über Leben oder Tod eines Kindes entscheiden soll. Ein 17-jähriger leukämiekranker Junge benötigt zum Überleben dringend eine Bluttransfusion. Doch der Teenager lehnt ab, genau wie seine Eltern - und dies aus religiösen Gründen. Er und seine Eltern gehören zu den Zeugen Jehovas. Die Situation führt Maye an ihre Grenzen. Und nicht nur beruflich ist es für die Richterin momentan schwierig. Auch in ihrem Privatleben läuft es alles andere als rund...

Ian McEwan behandelt im ungekürzten Hörbuch "Kindeswohl" ein heikles Thema. Selbstbestimmung ist ein Grundgesetz, doch wo hört sie auf? Sprecherin Eva Mattes unterstreicht die Problematik einfühlsam mit der richtigen Tonalität. Die Geschichte berührt und regt zum Nachdenken an. Mit einem Quäntchen Spannung versehen, wird sie zu einem wahren Hörgenuss!

Inhaltsangabe

Fiona Maye ist eine angesehene Richterin am High Court in London, bekannt für ihre Gewissenhaftigkeit. Mit ihrem Mann Jack, einem Geschichtsprofessor, ist sie seit mehr als dreißig Jahren verheiratet - harmonisch, wenn auch in letzter Zeit vielleicht ein wenig distanziert. So fällt Fiona aus allen Wolken, als er ihr eröffnet, dass er ihren Segen für eine außereheliche Affäre will. Genau in diesem Moment wird ihr ein eiliger Fall vorgelegt: Ein 17-jähriger Junge, der an Leukämie leidet, benötigt dringend eine Bluttransfusion. Aber seine Familie - Zeugen Jehovas - lehnt das aus religiösen Gründen ab. Genauso wie er selbst. Doch ohne Transfusion wird er qualvoll sterben. Fiona bleiben für ihr Urteil weniger als 24 Stunden. Kann sie jetzt, inmitten ihres emotionalen Tumults, ihre kühle Professionalität bewahren?

©2015 Diogenes Verlag (P)2015 Diogenes Verlag

Hörerrezensionen

Bewertung

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Geschichte
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Sprecher
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    doktorFaustus 04.01.2015
    doktorFaustus 04.01.2015
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    ""Blut ist ein ganz besonderer Saft""

    Würde ich gefragt was mich denn an der Wortkunst des Ian McEwan so sehr beeindruckt so würde ich mit dem Stichwort Genauigkeit antworten("Die oberste Tugend der Kunst ist die Genauigkeit" - Michael Haneke). McEwan erweist sich auch in "Kindeswohl" als ein glänzender Stilist, als ein abgründiger Erzähler und unerschrockener Beobachter und als scharfsinniger Essayist. McEwan erzählt von der aufwühlenden und folgenreichen Begegnung einer brillanten Familienrichterin mit einem hochintelligenten Jugendlichen/jungen Mann der an Blutkrebs erkrankt sich der rettenden Behandlung aus religiös-weltanschaulichen Gründen aber verweigert. Wie McEwan aus dem an ethischen Kontroversen so reichen Berufsleben der Fiona May erzählt und den den Leser/Hörer durch die Entwicklung der Argumente führt ist einfach ein streitbarer intellektueller Genuß. Natürlich lässt McEwan sein Personal nicht ungeschoren davonkommen. Ob Nobelpreisträger(Solar), Neurochirurg(Saturday), Wissenschaftsjournalist(Liebeswahn) oder Tochter aus gutem Haus(Abbitte). Sie alle geraten in einen Strudel aus Gewalt, eifernder Irrationalität, Krankheit und Wahnsinn, sexueller Leidenschaft, Einsamkeit und Isolation, Schuld, Hass, Demütigung und Kränkung, Lüge und Unredlichkeit.
    Eva Mattes liest fantastisch. Von Beginn an stand ich im Banne Ihrer großartigen Vorlesekunst. Was für eine Stimme! Vielen Dank!

    19 von 21 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Udolix Berlin, Deutschland 10.06.2016
    Udolix Berlin, Deutschland 10.06.2016
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    "Schön"

    Kindeswohl“ hatte ich schon lange in meiner Merkliste gespeichert, da mich Ian Mc Ewan schon mit „Honig“ und „Solar“ überzeugt hat. Literatur für die etwas anspruchsvolleren Stunden. Sein filigraner Schreibstil macht einfach Freude. Sich mitnehmen zu lassen in eine etwas gehobene Gesellschaft, die in diesem Falle nicht elitär, vielmehr durchaus kultiviert wirkt und dennoch auch nur mit den elementaren Problemen des „Mensch-Seins“ kämpft. Mit Triebhaftigkeit und Eifersucht, dem bewahren der Werte, dem älter und reifer werden und dem Anspruch alles richtig machen zu wollen. Der Spagat zwischen Gefühl und Vernunft und der Vergeblichkeit über andere zu richten. Mit Eva Mattes wurde vermutlich auch die Idealbesetzung gefunden. Sie liest mit einer konzentrierten Beiläufigkeit, die dem Buch unbedingt gerecht wird und die Essenzen zum Vorschein bringt. Ein Gespann von Partitur und Instrument.

    5 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    Hans-Heinrich 14.02.2015
    Hans-Heinrich 14.02.2015
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    "Das Buch; Inhalt und Stimme wie aus einem Guß"
    Was hat Ihnen das Hörerlebnis von Kindeswohl besonders unterhaltsam gemacht?

    Eine facettenreiche, anrührende Geschichte ohne sentimental zu sein. Wunderbar vorgetragen, animierte mich dazu eine Nacht lang durchzuhören.


    Welche Figur hat Ihnen am besten gefallen? Warum?

    Alle beschriebenen Personen fügen sich eindrucksvoll in die Handlung ein; keine dürfte fehlen.


    Wie hat Ihnen Eva Mattes als Sprecher gefallen? Warum?

    Angenehme, einfühlsame Stimme


    Hätten Sie das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch durchgehört?

    Ja


    Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

    Sich auf die Geschichte einzulassen und das Vorlese-Erlebnis zu genießen.

    6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    Gabriele Leffers 25.05.2015
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    "Lasuren"

    In zarten Stufen und feinfühligen Überlagerungen entsteht mit konsequenter Präzision eine Verdichtung in der Lebenssituation einer in der Disziplin ihres Alltags gefesselten Richterin , die lang verleugnete Wunden, Sehnsüchte und Lebenszweifel an die Oberfläche bringt. Wunderschöne, reduzierte Sprache, Eva Mattes liest so, dass man immer weiter hören möchte.

    3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Goldtime 08.01.2015
    Goldtime 08.01.2015
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    Geschichte
    "Intelligent und berührend"

    Das wohlgeordnete Leben einer erfahrenen Familienrichterin gerät durch eine Ehekrise in Schieflage - und plötzlich erscheinen alle Fälle in einem anderen Licht, wie auch ihr bisheriges Leben. Vielschichtig und wunderbar erzählt.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    Jene 28.12.2014
    Jene 28.12.2014
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    "Langatmig"

    Stimme gut aber Geschichte zieht sich. War er staunlich anstrengend trotz dass ich viel McEwan lese und höre.

    4 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    Querleserin Wadern 17.06.2017
    Querleserin Wadern 17.06.2017
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    "Entscheidung zum Wohl des Kindes?"

    Fiona Maye ist Familienrichterin und privat in einer prekären Situation. Nach 35 Jahren Ehe verkündet ihr Mann, sie seien wie Bruder und Schwester, es gebe kaum noch Sex und er wolle noch eine große leidenschaftliche Affäre erleben, obwohl er sie liebe. Er möchte ihr Einverständnis, die passende Frau für die Affäre, eine 28-Jährige hat er schon gefunden. Im Krisengespräch mit ihrem Mann erkennt sie, dass der schwierige Fall eines zusammengewachsenen Zwillingspaares, in dem sie gegen den Willen der religiösen Eltern für den Tod des "lebensunfähigen" Bruders plädiert hat, zu ihrer innere Distanz führt. Ihr Beruf scheint sie völlig zu absorbieren.
    Im Moment schreibt sie das Urteil im Fall zweier jüdischer Mädchen, deren orthodoxer Vater möchte, dass sie innerhalb ihrer Gemeinde aufwachsen, während die von ihm getrennte Mutter, ihnen die "Welt" öffnen und die Chance auf eine höhere Berufsbildung ermöglichen will.
    Noch während der Auseinandersetzung mit ihrem Mann, der sie vor die Entscheidung stellt, entweder sie stimme der Affäre zu oder er gehe, erreicht sie an dem Sonntagabend der Eilantrag einer Klinik. Es geht um den leukämiekranken fast (!) 18jährigen Adam Henry, der einer lebensnotwendigen Bluttransfusion nicht zustimmen möchte, da es ihm sein Glaube verbietet. Wie seine Eltern gehört er den Zeugen Jehovas an, die aus einigen Bibelstellen ableiten, dass Blut nicht übertragen werden darf.

    Während ihr Mann die Wohnung schließlich verlässt, muss Fiona das Urteil über die jüdischen Mädchen formulieren, bevor am Dienstag die Anhörung im Fall des Jungen vor Gericht stattfindet.
    In ihren eigenen privaten Gedanken verstrickt und entsetzt über das Verhalten ihres Mannes sieht sie sich der schwierigen Situation konfrontiert über Tod oder Leben zu entscheiden.
    Soll sie das Wohl des Kindes vor die religiöse Überzeugung der Eltern und seiner eigenen stellen? Soll sie dem Wunsch des Jungen entsprechen, der selbst die Transfusion verweigert oder den Argumenten der Ärzten folgen? Ist der Junge überhaupt in der Lage, seine Situation und den bevorstehenden Tod zu erfassen?
    Um Klarheit zu erlangen, geht sie den ungewöhnlichen Schritt und besucht den intelligenten Jugendlichen im Krankenhaus, eine folgenreiche Begegnung, die ihr Leben beeinflusst - auch durch ihr gemeinsames Musizieren. Denn Adam lernt im Krankenhaus Geige und während er ein Lied von Mahler spielt, singt sie dazu - eine wunderschöne Szene.

    Wie wird ihre Entscheidung ausfallen? Das will ich hier nicht vorwegnehmen - genauso spannend ist die Frage, ob ihre Ehe noch zu retten ist.

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    Der Roman ist ausschließlich aus der personalen Perspektive Fiona Mayes erzählt. Wir nehmen als Hörer/innen intensiv an ihren Gefühlen und Gedanken teil. Die Demütigung durch ihren Mannes wird so unmittelbar erlebbar und man leidet mit Fiona mit, hat Verständnis für ihre verletzten Gefühle und ihre Wut, nicht mehr zu genügen - und für ihre Schuldgefühle, ihren Mann auf Distanz gehalten zu haben. Sehr differenziert setzt sie sich mit ihrer Ehekrise auseinander, genauso wie sie an ihre schwierigen Fälle und Entscheidungen herangeht.
    Wir werden Zeugen ihrer Entscheidungsfindung, ihres Wunsches jeweils dem Wohl des Kindes höchste Priorität einzuräumen.
    Dabei hadert sie ganz offensichtlich damit, keine eigenen Kinder zu haben. Sie hat den richtigen Zeitpunkt dafür verpasst, ihre Karriere stand jeweils im Vordergrund, ein Umstand, den sie als 59-Jährige bedauert.

    Ian McEwan erörtert in seinem Roman sowohl religiöse als auch moralische und auch juristische Fragen, fordert zum Nachdenken heraus und zeigt auf, wie schwierig es ist, dem Kindswohl gerecht zu werden.
    Ein Roman, der auch zeigt, dass die getroffene Entscheidungen Einfluss auf das Leben derjenigen nehmen, über die die Richterin ihr "Urteil" gefällt hat. Und Fiona muss erkennen, dass die Einhaltung gesellschaftlicher Konventionen im Falle Adams gerade das Gegenteil dessen bewirkt, was sie damit intendiert.

    Während McEwans Roman "Die Nussschale" aufgrund seiner ungewöhnlichen Erzählperspektive besticht, sind es in diesem Roman der außergewöhnliche Fall und die juristischen, religiösen und moralischen Fragen, die gestellt und erörtert werden, die mich fasziniert haben. Unwillkürlich fragt man sich beim Hören, wie hätte ich entschieden, und man folgt gespannt den Argumenten der Kontrahenten.
    Das Ende ist jedoch nicht ganz so überraschend wie in "Honig", denn man ahnt sehr früh, worauf es hinausläuft.

    So ist der Schluss einerseits sehr traurig, aber auch hoffnungsvoll. Für mich ein Roman, der trotz der vielen Reflektionen und Fragestellung sehr spannend zu hören war und der noch lange nachhallen wird.

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  •  
    Peter Müller 25.04.2017
    Peter Müller 25.04.2017
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    "Ein Juwel"

    Eine spannende, tiefsinnige Geschichte, die hervorragend von Eva Mattes erzählt wird einfühlsam und wunderbar gelesen.

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    tobee2 17.04.2017
    tobee2 17.04.2017
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    Sprecher
    Geschichte
    "Eine sehr ansprechende Story."

    Die Geschichte ist sehr mitreißend. Die Vorstellung, dass unsere Gerichte über so schwierig gelagerte Rechtsfälle "Recht" sprechen müssen, ist mir nie in den Sinn gekommen. Ich empfand das Hörbuch als sehr angenehm, das liegt aber auch an der tollen Sprecherin.

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    Mona-Lisa 17.04.2017
    Mona-Lisa 17.04.2017
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    Geschichte
    "Empfehlenswert!"

    Die Erzählerin bringt die Geschichte mit einer so schönen Schwermütigkeit dem Leser näher. Eine Melancholie und Traurigkeit die einen gerne weiter hören lässt. Schöne Geschichte, regt zum nachdenken an.

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