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Golden House Hörbuch

Golden House

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Inhaltsangabe

Nero Golden kommt aus einem Land, dessen Namen er nie wieder hören wollte, seit er mit seinen drei Söhnen vor ein paar Jahren nach New York gezogen ist. Der junge Filmemacher René ist fasziniert von der Familie und gerät in ihren Bann. Er hat Zugang zu der prächtigen Welt der Goldens - und wird Zeuge davon, wie das Reich des alten Golden zerfällt.

Salman Rushdie erfasst den irritierenden Zeitgeist und zeichnet mit größter Erzähllust ein genaues Bild unserer heutigen Welt.



>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen im Download exklusiv von Audible präsentiert.

©2017 Salman Rushdie. Übersetzung von Sabine Herting / C. Bertelsmann Verlag (P)2017 der Hörverlag

Kritikerstimmen


Gebt Salman Rushdie den Nobelpreis.
-- FAZ

Hörerrezensionen

Bewertung

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Gesamt
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Geschichte
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Sprecher
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    Martina Arnold 01.10.2017
    Martina Arnold 01.10.2017
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    "Meine neue Liebe!"

    Ich weiß nicht, warum ich Salman Rushdie früher nie gelesen habe. Ich glaube, ich dachte, das ist zu schwere Literatur. Und zu politisch. "Golden House" ist für mich das zweite Hörbuch von Rushdie, und nun habe ich tatsächlich eine neue Liebe gefunden. Das erste Buch war " Two Years, Eight Month and Twentie-Eight Nights", und danach habe ich mich schon gedrängt gefühlt, unbedingt eine Rezension zu schreiben. Das Buch ging mir sehr nahe. Nach dem Hören von "Golden House" habe ich mich, wie gesagt, neu verliebt.
    Rushdie schreibt über eine Familie, die aus einem unbekannten Land aus einer unbekannten Stadt, deren Namen niemals wieder genannt werden dürfen, nach Amerika kam. In einem reichen New Yorker Viertel lebend, gab sich diese Familie einen neuen Namen und alle vier Familienmitglieder suchten sich ebenfalls neue Vornamen aus der Zeit des alten Roms aus. Wir hören die Geschichte aus der Perspektive des Ich-Erzählers, der in der Nachbarschaft wohnt und gemeinsam mit Familie Golden die an mehrere Grundstücke grenzenden Gärten nutzt. Von ihm erfahren wir auch, um welches unbekannte Land und um welche unbekannte Stadt es sich handelt.
    Während der Protagonist das Leben der Goldens schildert, rauscht er an vielen Orten und Ereignissen der jüngeren Vergangenheit vorbei, an die ich mich als Leser noch genau erinnern konnte. Rushdie endet mit fast tagaktuellen Nachrichten aus dem jetzigen Amerika. Besonders oft redet er von einer großen wuchtigen Person mit auffällig grünen Haaren und einem kirschroten Mund, der besonders viele propagandistische Reden schwingt. Wer das wohl sein mag?
    Rushdie's Schreibweise mit den teils feinen, teils groben Bildern, die er malt und mit einem expliziten und doch subtilen Humor begleitet, erinnert mich an den Stil der großen alten Russen wie Dostojewski oder insbesondere Gogol. Und das nicht nur, weil er nachvollziehbar erklärt, wie die Babajaga von Russland nach Amerika kam und warum sie das First-Class-Fliegen in Flugzeugen dem Reisen auf Hühnerbeinen oder gar auf Besen vorzieht.
    Und denjenigen, die behaupten, das Buch bestehe aus langgezogenen, langweiligen Monologen, denen kann ich nur sagen, dass ich mich während des Autofahrens krampfhaft am Lenkrad festhalten musste, weil ich mir meine Lachanfälle während dieser Monologe nicht verkneifen konnte. Ohne Simon Jäger wäre das wohl nicht so gut gelungen. Er hat gesprochen, als käme der gesamte Text aus Salman Rushdie's Herzen.
    Ich habe irgendwo eine ganz knappe Rezension über dieses Buch gelesen. Sie lautete:" Gebt dem Rushdie einen Nobelpreis". Dazu kann ich nur sagen "....oder den Pulitzer Preis!".

    10 von 10 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    m.m. Teneriffa. Spanien 26.09.2017
    m.m. Teneriffa. Spanien 26.09.2017
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    "Herrlich überfrachtet ......"

    etwas für Cineasten.
    Klug, unterhaltsam, gesellschaftskritisch , aktuell , amüsant, tief und besonders.
    Große Empfehlung
    ........auch für Nicht - Cineasten 😀

    6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Phinn DU 16.10.2017
    Phinn DU 16.10.2017
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    Geschichte
    "Anspruchsvolle Erzählung...."

    Durchweg komme ich zu dem Ergebnis, dass "Golden House" ein beeindruckendes Buch ist, das seine Stärke in der 2. Hälfte findet. Der Autor scheint ein schier unbegrenztes Wissensspektrum zu haben, was aber auch gleichzeitig seine Schwäche zu sein scheint. Denn nicht selten macht er es dem Leser schwer, ihm zu folgen. Seine Bezüge, Gleichnisse, sei es aus der griechischen Mytologie oder der indischen Unterwelt verlieren an Kraft, da sie sich dem Leser nicht sofort erschließen. Endlose Aufzählungen erschweren das Zuhören und lassen die eigentliche Aussage verblassen. Insoweit wäre doch weniger mehr gewesen. Die Story selbst bringt nicht unbedingt viel Neues. Gnadenloser Mafiaboss, selbstgefällig, Patriarch der Familie in dem die Kinder ein Schattendasein führen und um ihre eigene Identität ringen.

    Aber S.R. ist ein toller Geschichtenerzähler und wer ein wenig Ausdauer hat und ein anspruchsvolles Buch lesen will, ist hier genau richtig.

    5 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Kliniker 27.09.2017
    Kliniker 27.09.2017
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    "wie ein Feuerwerk...."

    In manchen Rezensionen wurde erzählt dass es sich bei Nero Golden, dem Hauptfigur, um den amerikanischen Präsidenten handelt.... da hatte aber jemand das Buch nicht zu Ende gelesen.
    Goldens, eine Familie mit einer mysteriösen Vergangenheit tauchen irgendwann in NY auf und Rene (Ich-Erzähler), der nach Gelegenheit sucht eine großartige Film zu drehen taucht immer tiefer in dieser Materie ein. Mit einzigartigen Charakteren wird die Geschichte immer bunter und vielseitiger: Nero Golden, ein Vater mit seiner skrupellosen Erscheinung und Vergangenheit, erster Sohn mit seinem zwar krankhaften aber genialen Autismus, zweiter Sohn in Kunst-Scene und schließlich dritter Sohn ein Transgender mit Identitätsschwierigkeit.
    Zum Schluß geht es um Banden und Gangs mit kriminellen Machenschaften, deren Verbindung zu Terrorismus und deren internationalen Vernetzung.
    Auch die Wahl 2016 in USA, Trump als Joker und postfaktische Gesellschaft wird immer wieder Thema dieses großartigen Romans.
    Obwohl die ersten Hundert Seiten durch vielseitigen Recherchen des Ich-Erzählers manchmal ermüdend waren nimmt die Erzählung im Verlauf immer mehr an Spannung und am Ende gibt es eine große Explosion....
    Simon Jäger erzählt das Buch mit einer klaren Stimme und entsprechenden emotionalen Nuancen. Großartig.

    5 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    G. Koeniger 24.09.2017
    G. Koeniger 24.09.2017
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    "richtig wichtig richtig gut"

    mein erster Rushdie und leicht hat er mir s nicht gemacht so assoziativ so vielschichtig wie Rushie erzählt..aber ein wunderbar kluges für mich sehr wichtiges Buch das es verseht den Finger in Wunden zu legen nicht um sie zu vergrößern sondern um sie besser in ihrer Entstehung zu verstehen..

    4 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Kindle-Kunde 04.10.2017
    Kindle-Kunde 04.10.2017
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    Geschichte
    "Sehr​ zu empfehlen."

    Eine tolle Beschreibung der Zustände der Gesellschaft mit allen wichtigen Angaben wie die Dinge in der Welt laufen.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
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    Arno Senoner 04.11.2017
    Arno Senoner 04.11.2017
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    "Großartig"

    Die sprachliche und konstruktive Sicherheit mit der Rushdie durch seine komplexe Geschichte tänzelt und rast ist beeindruckend. Stets elegant, nie flach, zwischen Jahrzehnten, zwischen Bombay und New York, zwischen Terrorismus und identity politics, der Meister führt uns sicher durch sein Werk. Selten bin ich so angetan von einem Hörbuch.

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