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Jeder stirbt für sich allein Hörbuch

Jeder stirbt für sich allein

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Inhaltsangabe

Ein Berliner Ehepaar wagte einen aussichtslosen Widerstand gegen die Nazis und wurde 1943 hingerichtet. Von ihrem Schicksal erfuhr Hans Fallada aus einer Gestapo-Akte, die ihm durch Johannes R. Becher in die Hände kam. Fieberhaft schrieb Fallada daraufhin im Herbst 1946 in weniger als vier Wochen seinen letzten Roman nieder und schuf ein Panorama des Lebens der "normalen" Leute im Berlin der Nazizeit:

Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist.

©2011 Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin (P)2011 Hörbuch Hamburg HHV GmbH, Hamburg

Hörerrezensionen

Bewertung

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Geschichte
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Sprecher
Sortiert nach:
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    Michael Berlin, Deutschland 31.01.2012
    Michael Berlin, Deutschland 31.01.2012
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    "warum ungekürztes gekürzt?"

    Dank dem Verlag, der Falladas geniale Sprache und die von ihm auf dem Papier am Leben erhaltenen Menschen noch einmal in unverschnittener Druck-Fassung für uns/mich in die Welt gebracht hat. Dank dem Vorleser, der diesem Genuss makellos für die Ohren bereitete. Schelte dem "Anbieter", dem der Mut zu einer ungekürzten Fassung fehlte. Schade.

    20 von 20 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Udolix Berlin, Deutschland 07.07.2016
    Udolix Berlin, Deutschland 07.07.2016
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    Geschichte
    "Am menschlichen Abgrund"

    Fallada gehört zu den ersten, die den Widerstand im dritten Reich literarisch unter die Lupe genommen haben und skizziert 1946 ein erschütterndes Zeugnis der Familie Quangel und dessen Werdegang. Basierend auf der wahren Geschichte der Familie Hampel lässt er uns teilhaben an den Abgründen nationalsozialistischer Macht und dessen manipulativer Funktionalität. In den Mittelpunkt rückt die Angst vor Denunzierung und Verfolgung. Der moralische Mensch ist abgewählt und geht in Deckung. Der Widerstand, ja eine eigene Meinung wird lebensgefährlich. Wer nicht mitschwimmt geht unter oder verzweifelt erst und geht dann unter. Und dennoch gibt es immer wieder ein leises Aufbegehren. Es ist nicht wirklich wirksam, aber es ist ein persönliches Positionieren gegen den Wahnsinn. Ulrich Noethen liest wieder eindringlich und lässt mich erschauern. Es geht wieder um den „Kleinen Mann“ und sein Schicksal im großen Weltenrad. Und das nötigt einem eher die Frage nach der eigenen Position ab als große historische Zusammenhänge. Keine leichte Kost aber historisch und moralisch wertvoll.

    3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Saarpirat Saarbrücken 03.06.2016
    Saarpirat Saarbrücken 03.06.2016
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    Geschichte
    "Bedrückend - aber unbedingt hörenswert"

    Wenn man Aufmunterungsliteratur sucht, macht man um dieses Buch besser einen großen Bogen. Das Buch ist schonungslos und die Schicksale der mehr oder weniger sympathischen Protagonisten durchweg traurig und bedrückend. Das Leben ist gnadenlos. Erst recht in einer unmenschlichen Diktatur. Dieses Leben wird schonungslos und in klarer Sprache eines Zeitgenossen geschildert. Man kann die Angst der Menschen vor der Obrigkeit, vor der Polizei (sei es Gestapo oder Stasi) und auch ihren Mitmenschen absolut nachfühlen. Man meint wirklich mit im Folter- oder Verhörkeller zu sitzen.

    Interessant zu wissen: Die Quangels haben ihre Vorbilder in einem realen Ehepaar, das auch 1943 hingerichtet wurde.

    Die Nüchternheit der Sprache Falladas kommt auch in der Lesung sehr gut rüber. Die Stimme und Sprechweise Ulrich Noethens passt sehr gut.

    Dieses Buch spannend zu nennen wäre falsch. Trotzdem kann man kaum damit aufhören. Es fesselt von Anfang bis Ende. Leider, leider ist es gekürzt. Daher auch keine fünf Sterne.

    3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Claudia Berlin, Deutschland 17.09.2012
    Claudia Berlin, Deutschland 17.09.2012
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    "Trotz allem großartig!"

    Die eigentliche Geschichte ist furchtbar und grausam, eigentlich will man manchmal weghören, doch der Sprecher bringt soviel Nähe und Realität, dass man wie gefesselt immer weiterhört, die Personen und die Greueltaten praktisch vor sich sieht. Trotz allen Ernstes habe ich das Hören sehr genossen!

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Klaus Klagenfurt, Österreich 03.06.2012
    Klaus Klagenfurt, Österreich 03.06.2012
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    "packend, schockierend, fassungslos"

    Hans Falladas Roman noch frisch auf den Erfahrungen der Nazizeit basierend ist sehr flüssig erzählt, einfühlsam wo der Hörer in die Gedankenwelt der Falladas mitgenommen werden soll und fast abstoßend distanzierend denkt man an die Szene vor dem Volksgerichtshof wo Richter Freisler sich, das Todesurteil schon vorgefertigt vor sich liegend, noch einmal stundenlang an der vermeintlichen Qual des Angeklagten ergötzt.
    Eine sehr gute sprachliche und sprechtechnische Leistung von Ulrich Nieten.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Kassandra 24.02.2012
    Kassandra 24.02.2012
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    "Hervorragend"

    Der Sprecher des Romans ist einzigartig, er weiss zu packen, den Ton der Erzählkunst Falladas nuanciert wiederzugeben. Die Handlung des Romans ist ergreifend und jedem ans Herz gelegt, der sich mit den subtilen Mechanismen von Unterdrückung, Menschenentwürdigung und Angst in Diktaturen auseinandersetzt.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Godojfan 03.01.2012
    Godojfan 03.01.2012
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    "Außerordentlich beeindruckend!"

    Außerordentlich beeindruckend, versteckte Kampf des Werkmeisters Quangels gegen das Naziregime - sehr gut beschrieben und äußerst spannend erzählt. Das Buch habe ich zweimal gelesen. Sehr zu empfehlen

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    Wolfgang mainz, Deutschland 02.11.2011
    Wolfgang mainz, Deutschland 02.11.2011
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    "Fesselnd und ohne Schnörkel"

    Ich habe mich keine Minute gelangweilt, sondern ich habe mich jeden Tag darauf gefreut, wieder mit dem Auto zur Arbeit zu fahren und dabei weiter zu hören. Die Personen werden lebendig, was nicht zuletzt an Ulrich Noethen liegt, der nicht einfach liest, sondern das Buch, die Handlung, die Atmosphäre und vor allem die Menschen quasi darstellt, wie es nur ein guter Schauspieler kann. Sehr empfehlenswert.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    sasmo 25.08.2011
    sasmo 25.08.2011
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    "Zuhören lohnt sich."

    Hans Fallada hat ein Buch geschrieben, das unter die Haut geht. Es beschreibt die ganze Sinnlosigkeit und Perfidität von Diktaturen am Schicksal der Eheleute Quangel. Dieses Werk kann uns auch in heutiger Zeit vor Augen führen, wie notwendig es ist für die Freiheit einzutreten.
    Ulrich Noethen ist für dieses Buch unbedingt der richtige Sprecher.

    2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich
  •  
    claudia innsbruck, Österreich 27.01.2017
    claudia innsbruck, Österreich 27.01.2017
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    Sprecher
    Geschichte
    "Schwere Kost"

    Der Roman geht wirklich unter die Haut. Schade nur, dass er gekürzt wurde.
    Vor allem bekommt der Leser ein plastisches Bild wie im dritten Reich operiert wurde. Es macht betroffen wieviel genügt hatte, um zum Tode verurteilt zu werden.
    Falladas Sprachgewalt ist unglaublich. Jede Zeile ist mit Herzblut geschrieben und besticht mit Ausdruckskraft und formvollendeten Sätzen denen man bis zum Ende mit Spannung aufmerksam folgt.

    Wenn man bedenkt, dass diese Zeitaussage nicht einmal 80 Jahre alt ist, wir jetzt in einer sehr gefährlichen Wiederholungsidee leben welcher Mensch, welcher Glaube und welche Ethik ins Weltbild passt, zuzüglich neuer Präsidentenwahl in Amerika, die hohe Gerwaltbereitschaft allgemein, muss man sich wirklich fragen, ob der Mensch aus dieser schrecklichen Geschichte etwas gelernt hat. Direkt beängstigend.

    Selbst wenn dieses Buch nicht so leicht verdaulich ist, vermittelt es sehr gut das einfache Bürgertum, die Sprache, und die unmenschlichen grausamen Züge der Gestapo. Was muss geschehen dass ein Mensch so wird...so ohne Respekt vor dem menschlichen Leben...unvorstellbar.

    Der Roman hat mich sehr berührt, weil es die andere Seite des Krieges mit wohl auch den mutigen Menschen die für das Menschenrecht gekämpft haben, und auch jenen, die die eigene Nachbarschaft verraten und bestohlen haben. Das Leben zwischen den Reihen.

    Auch wenn das 'echte' Ehepaar Hampl, welches Fallada als Vorlage für diesen Roman gedient hatte, sich in keinster Weise bei den Verhandlungen so liebevoll zueinander verhalten hatten (denn sie gaben sich gegenseitig die schlimsten Beschuldigungen), wird in dieser Erzählung greifbar, wie der eine und andere einfache Bürger sich trotz Wissen sein Leben zu gefährden, sich dennoch mit aller Kraft gegen dieses Regime zu stellen vermag.

    Trotzt Betroffenheit die sich beim Lesen eingestellt hat, empfehle ich dieses Buch weiter das nebenbei hervorragend gelesen wird und bis zum Schluss nicht abflacht.

    1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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