Kein Zurück
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Gesprochen von:
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David Nathan
Die Polizei zieht Privatermittlerin Holly Gibney zurate. Ein anonymes Schreiben hat eine Mordserie angekündigt. Das erste Opfer ist eine harmlose Frau, in der Hand hält sie einen Zettel. Der Name darauf verweist auf eine Geschworene, die an der Verurteilung eines Unschuldigen beteiligt war, der im Gefängnis erstochen wurde. Der verrückte Täter tötet als "Sühneakt" Ersatzopfer anstelle der Geschworenen? "Die Schuldigen am Tod des Unschuldigen sollen leiden", hieß es. Das wahllose Morden geht weiter. Während Holly fiebrig das Puzzle zusammensetzt, hat sie auch alle Hände voll damit zu tun, Anschläge auf eine Feministin abzuwehren, der sie als Personenschützerin dient. Wie zielgerichtet steuert alles auf eine einzige große Katastrophe zu.
©2025 Heyne Verlag (P)2025 Random House AudioWäre dies das einzige Problem der Erzählung, könnte ich damit noch gut leben. Doch leider wirkt der Schreibstil insgesamt sehr hölzern, fast schon unbeholfen. Darüber hinaus erscheint die Handlung stellenweise stark konstruiert, wodurch sie an Glaubwürdigkeit verliert. Auch die sogenannten "Plot-Twists" sind leider viel zu vorhersehbar – man erkennt sie oft schon meilenweit im Voraus. Dadurch bleibt die Spannung fast vollständig auf der Strecke.
Zudem wirkt es mitunter etwas befremdlich, wie häufig Holly von den anderen Figuren übertrieben gelobt wird. Immer wieder wird betont, wie außergewöhnlich, brillant oder bewundernswert sie sei – fast so, als müsse man den Leser krampfhaft davon überzeugen, wie großartig diese Figur ist. Diese ständige Lobhudelei wirkt nicht nur künstlich, sondern raubt der Figur auch einen Teil ihrer Authentizität.
Lass doch Holly endlich sterben, Stephen King
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Der Sprecher Nathan macht wie immer einen hervorragenden Job. Seine Leistung ist tadellos, professionell und mit der gewohnten Tiefe. Leider rettet das die Story nicht im Geringsten.
Schon wer – wie ich – nie so richtig warm wurde mit dem Holly-Gibney-Universum (inkl. Bill Hodges etc.), wird hier seinen Endgegner finden. Kein Zurück ist ein langatmiger, austauschbarer Krimi ohne echten Spannungsbogen, dafür aber mit viel Zeitgeist-Symbolik und politischen Botschaften, die sich eher wie Ragebait denn wie Literatur anfühlen.
King hat selbst mehrfach betont, wie sehr er Holly Gibney liebt – und genau das ist das Problem. Diese Figur, längst zur Projektionsfläche moralischer Überlegenheit und schrulliger Schrankenlosigkeit verkommen, bekommt hier eine Bühne, die sie nicht trägt. Was früher als Nebenfigur noch charmant war, wirkt hier wie eine erzwungene Hauptrolle in einem Buch, das keinerlei Dringlichkeit verspüren lässt. Wenn man wirklich wissen will, wie viele Pastinaken und Podcasts in einem Roman Platz finden – bitte sehr.
Ich kann Kein Zurück beim besten Willen nicht empfehlen. Für mich ist klar: Weitere Holly-Romane werde ich mir sparen
Roman oder Ragebait?
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Der erste Titel war viel besser
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Mit „The Outsider“ war die Figur (wenn auch nicht als klassische Hauptfigur angelegt) auf ihrem absoluten Peak.
Und gerade das was die besten Holly-Geschichten ausmachte, fehlt in diesem Buch leider. Das fantastische und unerklärliche Böse.
Einerseits bin ich Fan davon, dass es zwischendurch „normale“ Fälle gibt, was ja auch realistisch ist - aber in „HOLLY“ hatte man als Leser immerhin das Gefühl es könnte etwas mysteriöses hinter jeder Ecke lauern.
Auch Holly hatte hier immer den Outsider im Hinterkopf und hatte dadurch eine unterschwellige Furcht als Begleiter bei sich.
Die hat sie nun aber beinahe gänzlich abgelegt und somit fehlt mir etwas der leichte Grusel zwischen den Zeilen.
Wenn ich mir eine Sache vom König des Horrors wünschen dürfte, dann das Holly ein letztes Mal durch Umwege auf einen Outsider trifft und sich damit in einem harten und furiosem Finale verabschiedet. Vielleicht führt ihr Weg sie ja sogar nach Derry. Sind dort eigentlich schon wieder 27 Jahre vergangen?
Bisher die schwächste Holly Geschichte.
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Langatmig und langweilig
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