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Heimweg

Die Geschichte der Favoritner Mädchenmorde

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Heimweg

Autor: Ernst Geiger
Czyta: Gerry Hungbauer
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Die ausklingenden 1980er- und die beginnenden 1990er-Jahre, ihre gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen und ihr Frauenbild, abgemischt mit viel Wiener Lokalkolorit: Ernst Geiger, früher Chefermittler im Bundeskriminalamt und einer der prominentesten Polizisten der jüngeren Vergangenheit, verarbeitete die sogenannten "Favoritner Mädchenmorde" und die damit einhergehende größte Ermittlungsaktion in der österreichischen Geschichte zu einem packenden Polizeikrimi. Heimweg ist so spannend und dicht wie Henning Mankells Wallander-Krimis.

©2023 edition a (P)2023 edition a audio
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Najtrafniejsze
Die Geschichte ist großartig (auf einem realen Kriminalfall aufbauend - nicht einmal die Namen der zentralen Gestalten sind verändert) und glänzend erzählt vom Ermittler, der den Fall gelöst hat. Dass der Ich-Erzähler teilweise eitel und selbstgefällig herüberkommt, ist durchaus passend, man spürt, dass es "so war" und dass die Personen "so waren".
Eine mittlere Katastrophe hingegen ist der Sprecher, der mit besonderen Betonungen und Satzmelodien originell sein will. Der totale Tiefschlag kommt dann in Kapitel 92, wenn er die Lueger-Kirche "Lüger"-Kirche spricht statt Lu-eger-Kirche. Karl Lueger war immerhin ein wegen seiner Sozialprogramme (Krankenhausbauten, Kommunalisierung von öffentlichem Verkehr und Wasserversorgung etc) bedeutender Bürgermeister von Wien und ist gegenwärtig wegen seines Antisemitismus' heftig umstritten und dadurch sehr bekannt. Man darf also erwarten, dass der Name korrekt ausgesprochen wird. Einen Hauch von Allgemeinbildung sollte man von Sprechern und Korrekturhörern verlangen können.

Der Sprecher ist unmöglich

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Die Geschichte ist was es ist: furchtbar. Nachdem ich mich aus meiner Jugend an diese Geschehnisse erinnern kann, ist es interessant, die Hintergründe praktisch aus erster Hand zu erfahren.
Der Sprecher hat es mir nicht leicht gemacht, das Buch bis zum Ende zu hören. Für mich als "Lokalmatadorin" ist es furchtbar, wenn jemand, der es nicht kann, den wiener Dialekt nachmachen möchte. Meiner Meinung nach sollten österreichische Bücher auch von Österreichern gelesen werden.

Sprecher wäre ausbaufähig

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Es macht ein wenig den Anschein, als wäre der Sprecher irrtümlich ins Studio gestolpert und dort genötigt worden, ohne jegliche Vorbereitung ein zufällig ausgewähltes Buch vorzulesen. Dass kein einziger Ortsname richtig ausgesprochen, einzelne Worte vernuschelt oder falsch gelesen wurden, macht es einem nicht immer einfach, dem Inhalt zu folgen. Zum Glück wurden Bemühungen, den Dialekt nachzuahmen, bereits nach dem 1. Kapitel wieder eingestellt. Die Geschichte selbst ist sehr gut erzählt, authentisch und spannend aufgebaut.

Sehr gut erzählt, leider furchtbar gesprochen.

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