Die Briefträgerin
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Judith Toth
Süditalien 1934: Eine selbstbewusste junge Frau aus dem Norden bringt als erste Briefträgerin frischen Wind in ein kleines Dorf
Lizzanello, ein beschauliches Dorf, in dem sich alle kennen: Als Anna und Carlo hier 1934 frisch vermählt aus dem Norden eintreffen, freut sich Carlo, endlich zurück in seiner Heimat zu sein. Doch Anna denkt darüber nach, was für ein Leben sie als selbstbewusste Norditalienerin wohl in dem kleinen Ort erwartet, in dem ganz eigene Gesetze herrschen. Allen Widerständen zum Trotz geht Anna mutig und entschlossen ihren eigenen Weg – und bringt als erste Briefträgerin frischen Wind nach Lizzanello. Über 20 Jahre lang, erst zu Fuß, dann mit dem Fahrrad, trägt sie die Post aus: Ansichtskarten von Emigranten, Briefe von Soldaten an der Front, Mitteilungen von heimlichen Liebhabern. Und irgendwann muss sie sich fragen, wie lange sie noch ihre eigenen Gefühle verbergen kann, die sie seit Jahren für den Bruder ihres Ehemanns empfindet ...
Ein toller Roman
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wunderschöne Geschichte
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Etwas über das Leben der Menschen in einem anderen Land zu einer anderen Zeit.
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Schöne Geschichte
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Das Buch ist so viel mehr als die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau. Es geht um Liebe und Verlust, um Freundschaft, Familie und all die Entscheidungen, die unser Leben prägen. Es zeigt, wie schwer es sein kann, seinen eigenen Weg zu gehen, wenn die Erwartungen anderer so laut sind. Gleichzeitig macht es Mut, sich selbst treu zu bleiben, auch dann, wenn man dafür aneckt.
Besonders schön finde ich, dass die Geschichte ganz ohne großes Drama auskommt und trotzdem unglaublich tief berührt. Man taucht in das Leben dieses kleinen italienischen Dorfes ein, erlebt Jahrzehnte voller Veränderungen mit und fühlt sich den Figuren irgendwann ganz nah.
Francesca Giannone hat sich dabei von der Geschichte ihrer eigenen Urgroßmutter inspirieren lassen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich alles so authentisch und lebendig anfühlt.
Für mich ist Die Briefträgerin ein warmherziges, kluges und sehr emotionales Buch über den Mut, anders zu sein, über die Kraft der Liebe und darüber, dass echte Veränderung oft mit einem einzigen Menschen beginnt.
Eine Geschichte, die sanft berührt und nachhallt
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