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Cambridge 5: Zeit der Verräter

Autor: Hannah Coler
Spieldauer: 7 Std. und 45 Min.
4.5 out of 5 stars (17 Bewertungen)
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Inhaltsangabe

Unter Spionen - Freund oder Verräter?

Cambridge ist ein Ort der Spione. Hier werden Freundschaften geschlossen und verraten. Der charismatische Geschichtsprofessor Hunt weiß das nur zu gut, seine Freunde von einst sind schon lange keine mehr. Vielleicht interessiert er sich deshalb so für die Promotion der deutschen Studentin Wera, die fasziniert ist von der Spionagegruppe der "Cambridge 5": Fünf Studenten, die sich in den 1930er Jahren vom russischen Geheimdienst anheuern ließen und jahrzehntelang erfolgreich Informationen weitergaben. Diese Zeiten scheinen lange vergangen. Doch dann wird Hunt in einen Mordfall verwickelt. Hat er etwas zu verbergen, oder will man ihm die Schuld zuschieben?
©2017 Limes Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München (P)2017 Audio Media Verlag GmbH, München

Hörerrezensionen

Bewertung

Gesamt

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Sprecher

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Geschichte

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Bemüht, verstreckt und dröge

Meine Gründe, von diesem Buch enttäuscht zu sein
(weil es auch gute Gründe gab, ein anspruchsvolles Buch zu erwarten):

Der Stoff konnte weder sachlich, noch emotional packen, was wirklich schade ist.
Zu wenig Kim Philby, zu wenig Cambrige 5, die paar (nicht wirklich geschickt) reingeschobene Alibi-Stellen des „Aufsatzes“ (ich kann allerdings nicht beurteilen, was alles für die Hörfassung rausgekürzt wurde) wirken sehr pauschalisierend.
Die eigentlich spannenden Plots rund um Spionageaktivitäten im Studentenmilieu der Vorkriegszeit, der 70er und in der neuesten Vergangenheit sind sehr willkürlich miteinander verbunden, das konnte dem Stoff leider keine Lebendigkeit und Spannung verleihen.
In die Beweggründe sowohl der Spione, als auch der Forscher wird leider nicht eingegangen. Ambivalenz, Zweifel und Widersprüche kommen fast gar nicht vor.
Die Figuren haben so gut wie nichts Individuelles, Charakteristisches, nicht mal äußerlich; ihre Handlungen (samt angeblicher „inneren Monologe“) sind zu „objektiv“, „zu brav“ beschrieben, daher wird der Vorstellungsvermögen des Zuhörers im Keim erstickt; die Beziehungen der Figuren untereinander und zu den Hauptthemen (zu den manche von ihnen, unter anderem, forschen) sind ziemlich unpersönlich und leidenschaftslos dargestellt.
Es wird wohl alles Denkbare gemacht, damit bloß keine Spannung entsteht. Bereits bei der (ziemlich in die Länge gezogenen) Aufstellung der Figuren ist so gut wie klar, welche Rolle wem bestimmt wurde.
Misslungene und sehr bemühte Fiktionalisierung: Gefühlte Hälfte, wenn nicht mehr, des Hörstoffs bestehet aus braven Beschreibungen des akademischen Alltags und der damit verbundenen Gegebenheiten (Cambridge etc.), trotz hörbaren Bemühungen der Sprecher, jeden banalen Satz als eine literarische Kostbarkeit auszuarbeiten, lullt das bloß ein. Fälschlicherweise wurde auf den „einfachen“ Stoff aufgebaut, der aber nur dann richtig lesefreundlich wirken kann, wenn er ganz locker und flott von der Feder geht und einen Bezug zu der Handlung oder zum Thema hat.
Gedrosseltes Tempo: Ich gehöre keinesfalls zu Action-Freaks, aber derart durch angeblichen inneren Monolog verquatschte Szene, als eine ermordete Figur am Sterben gefunden wird und dann auch stirb, wirkt einfach nicht überzeugend. Die ärgsten waren Szenen, in denen es ums Überraschende gehen sollte: Die Schilderungen waren so lang und wiedergekaut, dass die Luft fürs Überraschende dadurch völlig aus war.
Knackigkeit, Prägnanz und Pointieren sind – leider leider leider – durchgehend Fehlanzeige. Dafür werden fast alle, auch die banalsten, inneren Befindlichkeiten einmal verallgemeinernd benannt und gleich noch mit einem Dialog oder einem Vergleich Illustriert. Die Sätze wie „sie versuchte nicht an xyz zu denken/ nicht darüber nachzudenken“ wuchern vor sich hin.
Die Sprecher (warum eigentlich zwei? Damit der Text dynamischer wird?) waren mir zu überdeutlich, ich hätte zwar Interpunktionszeichen ziemlich genau setzen können, bin aber nicht in den (Handlungs-, Gedanken-) Fluss gekommen. (Weiter gehört habe ich bloß aus analytischen Gründen.) Die beiden Sprecher haben aber auf jeden Fall versucht, alles aus dem Text rauszuholen, was rauszuholen war.

4 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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