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Wie Geldgier die Liebe zerstört – Eugénie Grandet (Honoré de Balzac)

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Wie geizig kann ein Mensch sein? Honoré de Balzac führt es uns in seinem Roman „Eugénie Grandet“ lustvoll vor: In der französischen Provinzstadt Saumur lebt Eugénie Grandet mit ihren Eltern und der treuen Magd Nanon. Ihr Vater hat durch geschickte Geschäfte nach der Revolution von 1789 ein großes Vermögen erworben und könnte eigentlich in Saus und Braus leben, jedoch zwingt er seine Familie zu äußerster Sparsamkeit.

Selbst die Zuckerwürfel und Brotscheiben werden abgezählt. Als Eugénies Cousin Charles aus Paris eintrifft, verliebt sie sich zwar gleich in ihn, doch der Geiz des Vaters steht zwischen den beiden. Balzac liefert auf knapp 250 Seiten die Charakterstudie eines Geizigen, der an die Molìeres heranreicht, außerdem schildert er eine bereits global und spekulativ gewordene Wirtschaftswelt.

In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über den Roman.



Literatur:


Eugénie Grandet. Aus dem Französischen von Gisela Etzel, Insel.



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