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    Inhaltsangabe

    Ein sonniger Frühlingstag im Jahr 1942, Berkeley, Kalifornien. Am Postamt liest die Mutter den Evakuierungsbefehl, geht nach Hause und beginnt die wichtigsten Habseligkeiten der Familie zusammenzupacken. Wie Zehntausende weitere japanischstämmige Amerikaner in den Westküstenstaaten betrachtet man sie als Sicherheitsrisiko, seit die USA mit Japan im Krieg stehen. Schnörkellos, präzise und aufwühlend erzählt Julie Otsuka in ihrem Roman von der wachsenden antijapanischen Stimmung unter den bislang so freundlichen Nachbarn, der Deportation in ein Internierungslager im Wüstenhochland von Utah, den prekären Verhältnissen in den Baracken hinter Stacheldraht, von Angst und Einsamkeit - und schließlich von der Rückkehr der Familie, für die nichts mehr so sein wird wie zuvor.

    Indem die Autorin ein beschämendes Kapitel US-amerikanischer Geschichte ausleuchtet, greift sie zugleich eine universelle Thematik auf: rassistische Vorurteile und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, heute so aktuell wie vor 75 Jahren.

    Julie Otsukas Debütroman wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. Nach Wovon wir träumten (mareverlag) ist er der zweite Roman der amerikanischen Erfolgsautorin, der auf Deutsch erscheint. Übersetzt von Irma Wehrli.

    • Hörbuch der Woche: BR 2
    • Hörbuch der Woche: WDR
    • Hörbuchtipp: WDR, HR und SWR
    ©2020 Lenos Verlag (P)2020 derDiwan Hörbuchverlag

    Kritikerstimmen

    Es ist ein liebevoll produziertes Hörbuch: sensibel besetzt mit Marit Beyer, deren leichte Melancholie und distanziert bleibende Interpretation Otsukas konzisen Stil gut trifft. Kleine Soundeffekte ... verstärken ein empathisches Eintauchen in eine kleine Familiengeschichte im historischen Lärm des Zweiten Weltkriegs.
    -- Kirsten Böttcher, B5 aktuell

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