Verschwörung am Hofe
Das schwarze Auge 4
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Autor:
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Markus Topf
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Thomas Weber
Auf Lares vom weißen Turm wird während einer Feier am Hofe von Gareth ein Giftanschlag verübt. Sein Tutor Sardos will die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und geht dafür sogar einen Pakt mit dem zwielichtigen Beltram von Lauterfurt ein - mit ungeahnten Folgen....
©2018 WinterZeit Audiobooks (P)2018 WinterZeit Audiobooks
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Folge gut gelungen
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Schönes Hörspiel
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Eine wichtige Folge
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Wie gewohnt wird man zu Beginn angenehm kompakt abgeholt. Angesichts der Vielzahl an Figuren und parallelen Handlungssträngen ist das nicht nur Service, sondern fast schon Überlebenshilfe. Selbst wenn man frisch dabei ist, hilft diese kleine Auffrischung enorm, wieder sauber reinzukommen.
Technisch bleibt das Hörspiel auf beeindruckend konstantem Niveau. Die Musik setzt genau die richtigen Akzente, und die Geräuschkulisse ist einmal mehr das heimliche Rückgrat der Inszenierung: facettenreich, detailverliebt und so eingesetzt, dass sie Emotionen und Szenen trägt, ohne sich aufzudrängen. So klingt Aventurien, wenn man es ernst nimmt.
Der Stammcast liefert weiterhin zuverlässig ab: Axel Ludwig führt als Erzähler souverän durch das Geschehen, während Claus-Peter Damitz, Marcus Off, Gabrielle Pietermann, Marco Kröger und Angela Wiederhut ihre Figuren inzwischen mit einer eingespielten Selbstverständlichkeit verkörpern. Man merkt: Die Gruppe ist angekommen – miteinander und beim Hörer.
Doch der Cast bietet noch einiges mehr: Auch die Nebenfiguren sind wieder hervorragend besetzt:
Christin Marquitan als Alinnes Mutter bringt genau die emotionale Note mit, die diese Rolle braucht.
Julius Jellinek gibt Lares vom Weißen Turm eine glaubwürdige Mischung aus jugendlicher Unsicherheit und adligem Anspruch – man nimmt ihm den jungen Mann ab, der plötzlich mitten in Intrigen steht, die deutlich größer sind als er selbst.
Eckart Dux als Sardos überzeugt mit ruhiger Autorität und einer Stimme, die sowohl Güte als auch Erfahrung transportiert – ein klassischer Mentor, der nicht langweilig wirkt.
Freimut Götsch als Beltram von Lauterfurt ist ein echtes Highlight: herrlich schmierig, nie ganz greifbar und genau deshalb so spannend. Man schwankt ständig zwischen „offensichtlich Bösewicht“ und „vielleicht doch nicht ganz so einfach“ – und genau das macht die Figur aus.
Peter Flechtner verleiht Dexter von Crumold eine angenehm unheimliche Präsenz. Als graue Eminenz im Hintergrund bekommt er hier endlich mehr Raum, und gerade das Unklare seiner Motive macht ihn besonders interessant.
Markus Pfeiffer als Istav, der schwarze Söldner, bringt eine intensive, bedrohliche Energie mit. Auch wenn die Figur nur in dieser Folge auftritt, hinterlässt sie Eindruck – nicht zuletzt, weil man ihm die Gefahr jederzeit abnimmt.
Antje von der Ahe als Gwynna zeigt, wie viel Wirkung auch eine kleinere Rolle entfalten kann: kurz, prägnant, wichtig.
Abgerundet wird das Ganze durch eine Vielzahl an unterstützenden Stimmen am Hof von Gareth: Oliver Baumann, David Riedel, Christian Rudolf, Till Hagen, Tom Jacobs, Martin Kautz, Björn Schalla, Asad Schwarz und Oliver Siebeck sorgen dafür, dass der Hof nicht wie eine Kulisse wirkt, sondern wie ein lebendiger Ort voller Stimmen und Perspektiven.
Inhaltlich gelingt diesem Teil etwas, das nicht selbstverständlich ist: Er verbindet die Geschichte der Heldengruppe mit den politischen Intrigen rund um Sardos und Lares. Während draußen weiterhin gekämpft und geflohen wird, spitzen sich am Hof die Ereignisse zu. Sardos gerät in eine gefährliche Lage, Lares muss um sein Leben kämpfen, und gleichzeitig werden Beziehungen und Hintergründe klarer – insbesondere die Verbindungen zwischen Sardos und Beltram.
Dazu kommen einige interessante Enthüllungen: Motivationen werden greifbarer, Zusammenhänge klarer – und gleichzeitig tun sich neue Fragen auf. Genau die richtige Mischung, um dranzubleiben.
Unterm Strich ist Verschwörung am Hofe eine Folge, die sowohl erzählerisch als auch inszenatorisch überzeugt. Sie erweitert die Welt, vertieft die Figuren und bleibt dabei durchweg unterhaltsam.
Oder anders gesagt: Die Intrigen nehmen Fahrt auf – und ich höre weiterhin sehr gerne zu, wie sich das Netz langsam zuzieht
Zwischen Heldengruppe und Hofpolitik - viel Facetten stark inszeniert
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Wieder sehr gut, aber...
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