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10 Dinge, die ich von alten Menschen über das Leben lernte

Einsichten einer Altenpflegerin
Autor: Sonja Schiff
Sprecher: Franziska Singer
Spieldauer: 5 Std. und 2 Min.
4 out of 5 stars (4 Bewertungen)

Regulärer Preis: 12,95 €

Danach 9,95 € pro Monat. Jederzeit kündbar.

Inhaltsangabe

10 Dinge, die ich von alten Menschen über das Leben lernte: Arschputzen und Demenz-Patienten betreuen? Das trifft es nicht, findet Sonja Schiff, die aus Überzeugung Altenpflegerin ist. Denn alte Menschen haben schon immer über einen Schatz an Lebenserfahrung und Weisheit verfügt, der das Leben der nachkommenden Generationen bereichern könnte.

Bloß hört ihnen keiner zu. Sie tut es. Sonja Schiff redet jeden Tag mit Menschen, die den Holocaust überlebt haben, die in ihrer Jugend Opernstars waren oder die ihr Schicksal rund um die Welt geführt hat. Jetzt gibt sie weiter, was sie dabei gelernt hat und erzählt, wie manches davon ihr eigenes Leben verändert hat. Unversehens lindert sie dabei die Angst vor dem eigenen Ende als Pflegefall.

©2018 edition a audio (P)2018 edition a audio

Hörerrezensionen

Bewertung

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Sprecher

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  • Geschichte
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  • Ute
  • Heppenheim, Deutschland
  • 09.12.2018

Etwas zu euphorisch

Sonja Schiff erzählt in ihrem Buch durchaus sehr interessante und faszinierende Lebensgeschichten von alten Menschen, die dem Tod wesentlich näher stehen, als dem Leben. Die Lektionen, die sie aus den Gesprächen mit diesen alten Menschen gelernt hat und die sie hier mit uns teilt, sind durchaus sehr ermutigend und interessant.

Doch meiner Meinung nach, hat sie sich hier natürlich die ganz besonderen und vermutlich eher seltenen Fälle heraus gesucht, die meiner Meinung nach aber leider nicht den Großteil der Bevölkerung repräsentieren. Sicher hat jeder Mensch ein für sich gesehen aufregendes und interessantes Leben hinter sich. Doch die wenigstens sind in der privilegierten Lage, sich ein Leben zuhause leisten oder meistern zu können. Geschweige denn, dass es gesundheitlich noch machbar ist, alleine wohnen zu können. Irgendwann kommen die meisten Menschen in ein Pflegeheim, in denen leider einfach keine Zeit ist, sich mit den Patienten zu beschäftigen und ihnen wirklich zuhören zu können. Und das endet dann halt einfach damit, dass man in seinem Bett liegt und darauf wartet, dass man endlich stirbt. Wenn man überhaupt noch in der Lage ist, selbstständig zu denken. Sicherlich will sie mit ihrem Buch genau darauf hinaus, dass wir zu selten zuhören, was uns die Alten zu sagen haben und dass uns dies durchaus unser eigenes Leben bereichern könnte. Doch wirklich brauchbare Ideen, wie dies in unserer momentanen Gesellschaft möglich sein könnte, hat sie nicht.

Na, sei es wie es ist. Das Anhören dieses Buches fand ich sehr interessant, wenn auch über Strecken etwas zu euphorisch geschildert. Ich freue mich zwar durchaus auf die Rente, aber sicher nicht auf das Alter oder gar das Sterben. Denn in den meisten Fällen geht es mit Schmerzen einher, die nicht immer ausreichend gedämpft bzw. betäubt werden können.

Nun, Sonja Schiff ist auch nicht als Altenpflegerin in einem Pflegeheim tätig. Sie muss sich nicht um die alltäglichen Belange wie Arschputzen (wie es so treffend in der obigen Beschreibung formuliert ist) oder sich mit Demenzpatienten befassen. Sie berichtet meist von noch recht rüstigen, wenn auch sehr alten Menschen, zu denen sie nach Hause kommt. Zweifelsohne ist ihre Arbeit auch absolut notwendig und hilfreich. Und ich will ihr Buch auch gar nicht schlecht reden. Doch trotzdem gibt es meiner Meinung nach nur einen begrenzten Blick auf das Alter und das Sterben.

Franziska Singer als Sprecherin hat sicherlich zu dem euphorischen Eindruck beigetragen. Denn sie liest dieses Hörbuch derart munter und frisch, dass es eigentlich im Gegensatz zum Gesagten steht. Denn auch wenn es hier um die Lebenserfahrungen von alten Menschen geht, so steht dieser Erfahrung doch ausnahmslos immer der nahe Tod bevor.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich