PROFIL

Elke Seifried

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  • Bewertungen
  • Na also, geht doch!

  • Autor: Thomas Jendrosch
  • Sprecher: Kai Schulz
  • Spieldauer: 6 Std. und 55 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 5
  • Sprecher
    4 out of 5 stars 5
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 5

Peer ist Psychiater. Peer ist außerdem selbstverliebt, faul und unfähig noch dazu. Seine Patienten gehen ihm auf die Nerven, seine Kinder haben ihm längst jegliche Autorität abgesprochen und Kerstin, seine keifende Ehefrau, findet er zu fett. Peer ist ein Kotzbrocken dem es stets nur um das Eine geht, sein eigenes Wohlbefinden. Nachts steht er gern am Fenster des frisch bezogenen Reihenhauses.

  • 5 out of 5 stars
  • Kurzweilig witzig und nicht zu schwere Kost!

  • Von Sebastian Laubach Am hilfreichsten 29.01.2017

Was sie schon immer über Psychiater und Ehemänner

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.02.2016

Was war der interessanteste Aspekt der Handlung? Welcher der uninteressanteste?

Die Geschichte beginnt mit dem Umzug von Peer und seiner Familie. Sofort merkt man, oh seine Kinder sind ihm wohl nicht so sehr ans Herz gewachsen. Wenig später ist klar, dass Peers Kinder seinem Leben weniger Sinn als vielmehr Unsinn geben. Auch seine zu fette Ehefrau Kerstin ekelt ihn nur noch an. Aber die neue Nachbarin Veronika, die ist toll und so hat er rasch seine neue Lieblingsbeschäftigung gefunden, mit dem Fernglas am Fenster stehen und dieses Prachtexemplar einer Frau zu beobachten. Na also geht doch. Seine Brötchen verdient Peer als Psychiater. Er ist zwar unfähig, aber dafür umso mehr selbstverliebt und deshalb kann er gut damit leben, seine Patienten reden zu lassen ohne zuzuhören, ab und an ein giftiger Kommentar, Hauptsache das Stundensoll ist vollbracht. Medikamentenproben sind als Nebenverdienst auch immer willkommen. Kann man sich Veronika unauffällig nähern und was ist mit Nadja, dem russischen Nacktmodell, das sich Peers Kollege aus dem Katalog der Partnervermittlung ausgesucht hat?

Die Geschichte wird aus Peers Perspektive erzählt, der wie man schnell merkt eigentlich nie so richtig zufrieden scheint. Durch die Episoden die er von seiner Arbeit erzählt, hat sich mein Vorurteil über Psychiater und Psychologen bestätigt. Dachte ich mir doch schon immer, dass diesen Gegenübern die Probleme doch recht unwichtig sind und ein wirklich fähigen zu finden ist mehr als schwer. Hier konnte ich ab und an wirklich schmunzeln. Aber nicht alles entspricht so meinem Sinn für Humor. Ich kann irgendwie nicht lachen, wenn eine Patientin nach dem Weg frägt und er sie in die entgegengesetzte Richtung schickt, auch wenn es ihm Glücksgefühle beschert.

Mit Kerstin hatte ich zunehmend mehr Mitleid. Seine abschätzigen Äußerungen über sie, konnte ich nicht als lustig empfinden. Sie ist zu fett, zu ungepflegt, sie stinkt, die Finger sind schwabbelig und den Supergau hat er für mich abgeschossen, als er keine Erste Hilfe leisten kann, weil ihm vor der Mund zu Mund Beatmung bei seiner eigenen Frau ekelt. Das Sahnehäubchen erhält diese Szene noch, weil Nadja das für ihn übernimmt und dadurch für Küsse auch außen vor ist, schließlich hat sie ja die schwabbeligen Lippen berührt. Ich habe während dem Hören stets darauf gehofft, dass sich Kerstin doch bitte nach einem anderen Mann umsieht.

Leider konnte mich die Geschichte nicht so mitnehmen, dafür war mir Peer einfach zu unsympathisch, wenn auch brutal ehrlich, was man ihm zugutehalten kann.

Was genau mochten Sie an der Sprecherleistung? Was hat Ihnen nicht gefallen?

Dies war mein erstes von Kai Schulz gelesenes Hörbuch. Ich weiß nicht so genau, ob es daran lag, dass ich mit der Story nicht so warm wurde, aber ich hätte mir den Vortrag etwas weniger monoton gewünscht. Ich hatte nicht den Eindruck, als würde er Pointen gekonnt umsetzen.